Akute Gefahr für den Berufsstand der freien Hebammen!

3BabysSchwabach: Gelenius-Haus | „Es ist nicht in den Köpfen der Menschen, dass wir Hebammen ausgerottet werden!“ – So deutlich und drastisch formulierte Imelda Bauer, Dienst älteste freie Hebamme am Schwabacher Krankenhaus, die derzeitige bedrohliche Situation der Hebammen. Stadträtin Karin Holluba-Rau organisierte dazu ein Informationsgespräch mit den Schwabacher Hebammen, Geschäftsführer Diakon Klaus Seitzinger, dem Chefarzt der Gynäkologie Dr. Hubert Luig und den Stadträtinnen Petra Novotny und Dr.Sabine Weigand sowie den Stadtratskandidatinnen Dr. Christine Demele, Susanne Ott, Birgit Raab und Ursula Kaiser-Biburger von der Frauenkommission. Ausschlaggebend war die drohende Ankündigung der Nürnberger Versicherung aus der Haftpflichtversicherung für Hebammen auszusteigen. Diese Absicht werde generell als Initialzündung für die verbliebenen beiden anderen Versicherer gewertet. Zudem soll im Juli 2014 die Haftpflichtprämie für Hebammen erneut um 20 Prozent erhöht werden. Ganz aktuell heißt es, dass es für Hebammen ab 1.7.2015 keinen Versicherer innerhalb der Verbände geben wird, wodurch nur noch die Allianz übrig bleibt, die jetzt schon unbezahlbar


ist und zu der auch nur die Hebammen wechseln dürften, die schadensfrei sind. Die Situation hat sich dramatisch zugespitzt. Eine freie Hebamme hat dann jährlich 5000 Euro nur für die Haftpflicht zu bezahlen. All das trägt dazu bei, dass dieser Berufsstand ausstirbt. Das Gespräch führte deutlich die bittere Tatsache vor Augen, dass dieser Versicherungsausstieg, den Anfang vom Ende der Geburtshilfe bedeute.
„Werdende Mütter müssten dann auf die bekannte und sinnvolle zuwendungsorientierte Hebammengeburt verzichten, denn diese ist dann mit dem Umfang der Vorbereitung und Nachsorge nicht mehr möglich“ erklärte Krankenhaus Geschäftsführer Diakon Klaus Seitzinger. Es werde dann nur noch einige Hebammen geben, die bei größeren Klinikzentren angestellt sein würden, aber keine Vorbereitung und Nachsorge übernehmen.
Die Mütter werden also dann mit ihren neugeborenen Kindern allein auf sich gestellt sein.

Quelle: http://www.mein-mitteilungsblatt.de/schwabach/lokales/akute-gefahr-fuer-den-berufsstand-der-freien-hebammen-d28355.html
Bildquelle: http://www.gofeminin.de/ich-will-ein-kind/gruende-ein-baby-zu-bekommen-d6066.html