Alte Sorten essbarer Gemüse 1! Pastinake

pastiWas Sie über die Pastinake wissen sollten!

Obwohl die Pastinake bei uns auch Germanenwurzel heißt, kennt man sie in Großbritannien, den USA und Frankreich viel besser als in Deutschland. Hierzulande ist die Wurzel lange in Vergessenheit geraten gewesen: Während Pastinaken in früheren Zeiten häufig auf den Tisch kamen, gerieten sie sozusagen aus der Mode, nachdem unsere Vorfahren auf den Geschmack von Kartoffeln gekommen waren. Erst seit ein paar Jahren liegen Pastinaken wieder im kulinarischen Trend – nicht zuletzt bei Sterneköchen übrigens, denn aus dem würzigen Wurzelgemüse lassen sich sowohl deftige Eintöpfe als auch feine Suppen und Pürees zubereiten.
In ihrer Wildform ist die Pastinake in ganz Europa bis hin nach Eurasien seit vielen Jahrhunderten bekannt. Heute baut man sie in Kulturen vor allem in Skandinavien, den Niederlanden, England, Frankreich und in den USA an.

Wie gesund ist eigentlich Pastinake?

Pastinaken schmecken leicht süßlich, würzig und angenehm nussig.
Nicht umsonst galt die Pastinake in früheren Zeiten als wichtiges Grundnahrungsmittel: Das Wurzelgemüse enthält relativ viele Kohlenhydrate (Zucker, Stärke und der Quellstoff Pektin) und macht daher lange satt. Das in Pastinake steckende ätherische Öl bringt außerdem neben dem typischen würzigen Geschmack auch eine leicht antibakterielle Wirkung. Mit rund 18 mg pro 100 g steuern Pastinaken außerdem einiges zu unserem täglichen Bedarf an Vitamin C bei; B-Vitamine und Mineralstoffe (vor allem Kalzium und Phosphor) runden das „Pastinaken-Paket“ ab.

Noch was zur  Rückkehr der Pastinake!

Schon die Alten Griechen und Römer kannten und schätzten sie, die Pastinaca sativa, so die lateinische Bezeichnung der Pastinake. Auf deutschen Tellern war sie lange Zeit eine der wichtigsten Gemüsesorten, bis sie im 18. Jahrhundert von „Modegemüse“ wie Karotten und Kartoffeln verdrängt wurde. Die gute alte Hammelmöhre, Hirschmöhre, Welsche Petersilie oder Moorwurzel, wie die Pastinake auch genannt wird, geriet gar in der Folgezeit in Vergessenheit. Feinschmecker und deren Speiselokale haben zur Rückkehr dieser hervoragenden Sorte beigetragen. Wer sie selbst anbauen möchte, so wie ich dastue, kann unter alte Sorten Samen im Internet finden. Aussaat ist im Februar und März. Ich habe die Samen bereits in der Erde!

Was die Pastinake alles enthält!
Die Pastinake ist sehr gesund und nahrhaft. Sie enthält Eisen, Phosphor, Kalium, Calcium und Folsäure sowie ätherische Öle und die Vitamine E, C und B. Außerdem hat sie einen hohen Gehalt an Zucker und Stärke und wurde früher zu Sirup und Marmelade verarbeitet – und sogar Bier und Wein wurde aus ihr gemacht. Zubereiten kann man sie  sehr vielseitig, als Gemüse wie Karotten, Schwarzwurzeln oder Sellerie oder Kartoffeln. Aber Pastinaken sind vor allem roh sehr wertvoll, geraspelt im gemischten Salat, als nette Beigabe zur Speisendekoration etc.!