bereits mehr als 20 getötete deutsche Al-CIA-da-Terroristen in Syrien

24. April 2014 Frankfurt/Main (dpa/IRIB)

Radikalisierter deutscher Student in Syrien getötet

Immer wieder ziehen radikalisierte Deutsche in den Krieg nach Syrien. Insgesamt sollen bisher etwa 320 Extremisten aus Deutschland in das Krisenland gereist sein, davon 30 aus Hessen.

Salafisten werben die jungen Leute in Deutschland an. Wie eine Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft am Mittwoch bekannt gab, soll ein der Salafistenszene zugerechneter Student aus Offenbach in Syrien getötet worden sein. Der 23-Jährige sei vermutlich Ende Februar bei Kämpfen ums Leben gekommen. Er soll sich in Salafistenkreisen radikalisiert haben. Es ist der zweite Fall innerhalb weniger Monate. Im Dezember hatte es Berichte über den Tod eines 16 Jahre alten Schülers aus Frankfurt in Syrien gegeben. Eine offizielle Bestätigung gab es damals nicht. Das Bundesamt für Verfassungsschutz geht davon aus, dass seit Ausbruch der Auseinandersetzungen in Syrien vor rund drei Jahren mehr als 20 Personen aus Deutschland dort getötet wurden.

Unterdessen gab Syriens UN-Botschafter Baschar Dschaafari nach einer Sitzung des mächtigsten UN-Gremiums am Mittwoch in New York bekannt, dass bei Angriffen der Regierungstruppen auf Terroristen in den vergangenen Wochen auch deutsche Staatsbürger getötet worden. «Ich habe dem Sicherheitsrat heute eine Liste mit mehr als 200 Terroristen übergeben, die alle getötet wurden», sagte er und fügte hinzu: «Die meisten von ihnen kommen aus Saudi-Arabien, aber es sind auch andere Staatsbürger dabei.» Dschaafari nannte danach als erstes «Deutsche», ohne aber Details oder eine Zahl zu nennen.