Bundesregierung zensiert eigenen Armuts- und Reichtumsbericht

In dem „überarbeiteten“ Entwurf wurden Passagen ersetzt, oder gar ganz gestrichen. Der Satz: „Die Privatvermögen in Deutschland sind sehr ungleich verteilt“, als auch Aussagen über steigende Löhne im oberen Bereich und sinkende im unteren Bereich, oder über ein verletztes Gerechtigkeitsempfinden der Bevölkerung und eine Gefährdung des gesellschaftlichen Zusammenhalts sind jetzt nicht mehr zu finden.

Stand in der ersten Variante noch: „Während die Lohnentwicklung im oberen Bereich positiv steigend war, sind die unteren Löhne in den vergangenen zehn Jahren preisbereinigt gesunken. Die Einkommensspreizung hat zugenommen. Diese verletze das Gerechtigkeitsempfinden der Bevölkerung“, wird nun angeführt, dass sinkende Reallöhne „Ausdruck struktureller Verbesserungen“ am Arbeitsmarkt seien. Denn zwischen 2007 und 2011 hätten Erwerbslose durch die Schaffung neuer Vollzeitjobs im unteren Lohnbereich eine Arbeit bekommen. (Norman Knuth)

Aus reiner Dankbarkeit dafür gegenüber der Bundesregierung haben wir heute für Sie die Zusammenfassung des Berichtes im Artikel: Wem gehört Deutschland? noch einmal veröffentlicht.