COMPACT-Interview mit Thilo Sarrazin

SarrazinElsaesserAus COMPACT 9/2013 – seit letzten Donnerstag am Kiosk: Thilo Sarrazin über Gender Mainstream und Schwulenehe, tüchtige Tunten und gebärfaule Akademikerinnen sowie das Problem, ob und wie man das Aussterben der Deutschen noch verhindern könnte.

Interview: Jürgen Elsässer // Foto: SvM

? In Frankreich führte die sozialdemokratische Regierung vor kurzem die Schwulenehe ein, dagegen gab es Massenproteste. Wo steht der Sozialdemokrat Thilo Sarrazin in dieser Auseinandersetzung?

Man muss staatliche Familienpolitik und private Lebensführung unterscheiden. Die Schwulenehe gehört zu letzterer. In Frankreich gibt es von beiden Seiten eine künstliche Aufheizung der Debatte. Wichtig ist festzuhalten: Homosexualität ist seit langem straffrei. Schwul-lesbische Lebenspartnerschaften sind vom Gesetzgeber ausdrücklich als ebenso legitim zugelassen wie die klassische Ehe. Allerdings ist es fraglich, ob man dafür auch den Begriff „Ehe“ verwenden sollte, der ja traditionell der Lebensgemeinschaft zwischen Mann und Frau vorbehalten ist. Das ist ungefähr so, als würde man ein „Faultier“ als „Löwe“ bezeichnen. Das kann man selbstverständlich machen, aber es ändert nichts daran, dass beide unterschiedliche Eigenschaften haben. Staatliche Familienpolitik muss sich darauf konzentrieren, für die Geburt und die Erziehung von Kindern möglichst gute Voraussetzungen zu schaffen.

*** Thilo Sarrazin, Eva Herman und Peter Scholl-Latour sprechen auf der Zweiten COMPACT-Konferenz für Souveränität am 23. November in Leipzig (“Werden Europas Völker abgeschafft? Familienfeindlichkeit, Geburtenabsturz, sexuelle Umerziehung” – Hier kann man die Karten bestellen)***

?Zu diesen „möglichst guten Voraussetzungen“ gehört für Sie die flächendeckende Bereitstellung ganztägiger Betreuungsangebote. Mehr Kitas gleich mehr Kinder – ist das nicht etwas mechanisch gedacht? – Zum Weiterlesen –