Das System ist der Fehler allen Übels!

Geldautomatdpa

von Klaus Weichhaus, Journalist

  – Sie glauben, die Deutschen sind faul geworden, liegen dem Staat nur noch auf der Tasche und verursachen damit den Staatsbankrott?

 – Sie sind sicher, dass der Sozialstaat keine Zukunft hat?

 – Sie glauben, weil unsere Landsleute so dumm sind, ist es so schwierig, die längst überfällige Wende aus der bestehenden Misere herbeizuführen?

 – Sie denken, die Mehrheit der Deutschen rackert sich so ab, weil sie zu blöde sind?

  – Sie suchen den Grund für die Apathie der Deutschen in der Gier, nie genug zu bekommen? Oder in der Zufriedenheit und in dem Bestreben, das Erworbene zu erhalten, beziehungsweise nur noch absichern zu wollen?

 

Alles sehr einfach und gleichzeitig falsch!

 Noch nie richtig umgeschaut, mit wie wenig wir und die Mehrheit der Menschen zufrieden sind? Fette Pommes, Bier und Fußball, damit sind die Allermeisten schon so zufrieden, dass es einem grausen kann.

 Aber, warum legt sich die weitaus größte Mehrzahl der Menschheit wirklich so ins Zeug? Auch ganz einfach: Weil sie es müssen! Weil, egal wie sie sich abrackern, sie das Gefühl haben, nie hinterherzukommen mit allem, was zu zahlen ist. Selbst, wenn das Einkommen steigt; die Ausgaben steigen noch stärker. Die Preise, die Gebühren, die Steuern, einfach alles. Ist es nicht so, dass wir alle, wie Alice im Wunderland, so schnell rennen müssen, wie man kann, nur um da zu bleiben, wo man gerade ist?

 Da stimmt doch etwas nicht, oder? Uns allen plagt dieses Gefühl schon lange und wir schimpfen immer wieder auf das Geld. Wie fast alle Religionen und Moralapostel. Neuerdings auch immer häufiger Politiker und sogenannte Wissenschaftler. Trotzdem wird der Klingelbeutel immer wieder herausgehängt, werden nationale Spendenaktionen ausgerufen und die Politiker brauchen immer größere Geldmengen, um ihre Fehler der Vergangenheit zu kaschieren. Und es wird gezahlt – ohne zu fragen, wofür und warum! Das Volk der Kriegstreiber und Massenmörder funktioniert – plan- und wunschgemäß.

   Die, die etwas intensiver über eine Lösung aus der Misere nachgedacht haben und dies noch immer tun, schieben alles auf die Zinsen. Den meisten Menschen sind Zinsen eher unheimlich. Sogar denen, die von der Exponentialwirkung der Zinseszinsen zwar gehört haben, sich aber nichts darunter vorstellen können*.

    Allerdings kommen wir damit dem Problem schon näher; nicht jedoch der Problemlösung. Die Lösung dieses Problems setzt ein völlig neues, blockadefreies Denken voraus. Diese Blockaden sind der menschliche Glaube, dass Geld unbegrenzt zur Verfügung steht, problemlos ausgegeben und jederzeit nachgedruckt werden kann. Und das Wichtigste: Dass das bestehende Geldsystem „gottgegeben“ ist und wir, das Volk, daran  nichts verändern können.

        Geld, im normalen Leben, ist ein Kreislauf. Sie kaufen sich etwas, der Verkäufer/Unternehmer kauft mit den Geldeinnahmen Ware ein, bezahlt sich und seine Kosten und investiert. Ihr Vater hat bei diesem Verkäufer/Unternehmer gearbeitet und ihr Vater konnte von dem gezahlten Gehalt die Familie ernähren, ihnen Taschengeld zahlen, Urlaubsreisen finanzieren, und so weiter, und sofort.