Depression _ Selbstsuggestion hilft!

sug„Ich liebe mich und ich werde geliebt“Selbstsuggestion“
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Positive Selbstsuggestion kann das Selbstbewusstsein stärken – vor allem bei Menschen, die sowieso ein positives Selbstbild haben. Bei Menschen mit einem geringen Selbstwertgefühl könne sie dagegen genau das Gegenteil auslösen. Sie fühlten sich nach Sätzen wie „Ich liebe mich selbst, und ich werde geliebt“ unter Umständen sogar noch schlechter als zuvor. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der University of Waterloo in Kanada.
In dem Experiment teilten Forscher um die Psychologin Joanne Wood die Teilnehmer anhand eines Fragebogens in zwei Gruppen ein: in Menschen mit hohem und geringem Selbstwertgefühl. Jeweils die Hälfte der Probanden pro Gruppe mussten mehrere Male den Satz wiederholen „Ich bin eine liebenswerte Person“. Anschließend wurden ihre Gemütslage und das aktuelle Selbstwertgefühl gemessen, berichtet die Zeitschrift „Psychologie heute“.
Das Ergebnis: Bei Teilnehmern mit einem geringen Selbstwertgefühl blieben die positiven Gedanken wirkungslos. Die Probanden fühlten sich hinterher sogar noch schlechter als zuvor. Diejenigen mit einem positiven Selbstbild fühlten sich nach der Selbstbejahung dagegen besser, allerdings nur geringfügig, so die Forscher.

Das ein Mensch geliebt wird, das sollte ihm sein Umfeld sagen und spüren lassen.
Aber in dieser Welt, in der sich alles nur ums Geld dreht, kommen solche seelischen Streicheleinheiten oft zu kurz.
Die Sorge um die Zukunft lässt auch den Partner oder die Partnerin oft vergessen, wie wichtig nette Worte oder spontane Gesten, wie ein Kuss oder eine Umarmung, ein liebevolles Streicheln sind.
Dagegen wird oft mit Kritik nicht so sparsam umgegangen.
Sagen wir doch 10 Menschen am Tag, wie toll sie sind und das wir sie gern haben und schauen wir mal, was sich in unserem Umfeld verändert. Das ist wirksamer wie alle Selbstsuggestionen oder Studien. Und es macht Freude, glückliche Menschen zu sehen.
Anfangs kann es sein das wir merkwürdig betrachtet werden oder spüren, das die Menschen
sich etwas zurück  ziehen. Das kommt aber nur daher, weil sie es nicht mehr gewöhnt sind, dieses tolle Gefühl, diese Wärme, die nette Worte oder Gesten auslösen.

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Willkommen und Abschied
Es schlug mein Herz, geschwind zu Pferde!
Es war getan fast eh gedacht
Der Abend wiegte schon die Erde,
Und an den Bergen hing die Nacht:
Schon stand im Nebelkleid die Eiche,
ein aufgetürmter Riese, da,
Wo Finsternis aus dem Gesträuche
Mit hundert schwarzen Augen sah.
Der Mond von einem Wolkenhügel
Sah kläglich aus dem Duft hervor,
Die Winde schwangen leise Flügel,
Umsausten schauerlich mein Ohr;
Die Nacht schuf tausend Ungeheuer,
Doch frisch und fröhlich war mein Mut:
In meinen Adern welches Feuer!
In meinem Herzen welche Glut!
Dich sah ich, und die milde Freude
Floss von dem süßen Blick auf mich;
Ganz war mein Herz an deiner Seite
Und jeder Atemzug für dich.
Ein rosenfarbnes Frühlingswetter
Umgab das liebliche Gesicht,
Und Zärtlichkeit für mich – ihr Götter!
Ich hofft es, ich verdient es nicht!
Doch ach, schon mit der Morgensonne
Verengt der Abschied mir das Herz:
In deinen Küssen welche Wonne!
In deinem Auge welcher Schmerz!
Ich ging, du standst und sahst zur Erden,
Und sahst mir nach mit nassem Blick:
Und doch, welch Glück, geliebt zu werden!
Und lieben, Götter, welch ein Glück!
Johann Wolfgang von Goethe