Deutscher Ex-Präsident Wulff muss vor Gericht

Deutscher_Ex-Praesident_Wulff_muss_vor_Gericht-Vorteilsannahme-Story-373618_630x356px_1_nt7WS2qUMLMo6Der deutsche Ex-Bundespräsident Christian Wulff kommt vor Gericht. Der 54-Jährige muss sich wegen Vorteilsnahme verantworten, teilte das Landgericht Hannover am Dienstag mit. Prozessbeginn ist demnach der 1. November.

In der Anklage geht es um eine Einladung des Filmunternehmers David Groenewold aus dem Jahr 2008 nach München. Groenewold soll der Familie Wulff einen Teil der Kosten für die Hotelunterbringung und einen Babysitter sowie die Kosten eines Besuchs des Oktoberfests bezahlt haben. Es geht um insgesamt rund 750 Euro. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Groenewold Wulff motivieren wollte, für eines seiner Filmprojekte um Geld zu werben. Wulff soll sich als damaliger niedersächsischer Ministerpräsident dann tatsächlich beim Siemens-Konzern für die finanzielle Unterstützung des Filmprojekts eingesetzt haben.

Die Staatsanwaltschaft Hannover hatte Wulff zunächst im April wegen Bestechlichkeit angeklagt, Groenewold wegen Bestechung. Das Gericht stufte die Vorwürfe nun jedoch auf Vorteilsnahme und im Falle des Filmunternehmers auf Vorteilsgewährung herunter.

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