Die große Koalition macht die Demokratie überflüssig

GERMANY-POLITICS-PARLIAMENT-CONSTITUTIVEFoto: John MacDougall / AFP

Deutschland hat den Bundestag gewählt. Die Bürger haben für eine Partei abgestimmt, damit die Politik sich ändert. Die Bürger bekommen mit der großen Koalition eine Partei, die sie nicht gewählt haben. Die Siegerpartei CDU strebt nach einer Koalition mit der SPD. SPD- und CDU-Mitglieder wollen keine große Koalition und werden nicht gehört. Erinnerungen an die große Koalition von 2005 bis 2009 haben schmerzliche Spuren unter den Genossen hinterlassen. Nach vier Jahren großer Koalition nach der Bundestagswahl 2009 ist die SPD abgestürzt und die CDU von sozialistischen Zügen unterwandert. Die Unterschiede unter den Volksparteien verschwinden und machen die Demokratie überflüssig.

SPD-Opposition. Im Landesverband NRW ist der Widerstand gegen die schwarz-rote Koalition am größten. Zu tief sind die Wunden, die die große Koalition von 2005 bis 2009 hinterlassen hat. Doch die SPD weiß auch, dass sie vernünftig sein muss und sich nicht verweigern darf, wenn sie mitregieren will. Staat geht vor Partei, sagte selbst NRW-Landeschefin Hannelore Kraft. Die Mitglieder der SPD stellen sich Fragen: „Ich bin ja mal gespannt, ob die SPD-Mitglieder am Ende tatsächlich abstimmen dürfen, ob die Partei in eine große Koalition gehen soll…“, sagt Olaf Plotke, SPD-Mitglied. „Eine große Koalition schadet nur der SPD. Die Linksparteien sollten sich mal darüber Gedanken machen, was sie einigt, und nicht darüber, was sie trennt“, fährt Harry Schubert, auch SPD-Mitglied, weiter fort.
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