Die Hexenprozesse und ihre Ursachen, es war einmal…

Start-zum-FlugMit es war einmal fangen die meisten  Märchen an und so ist es auch mit dem folgenden Text, er ist ein Märchen, weil es das auch heute noch gibt. Zwar werden Hexen im üblichen Wortsinn nicht mehr öffentlich hingerichtet, aber es gibt die Hexenjagd immer noch, vor allem in unserem Land. Dafür hat man auch passende Gesetze geschaffen und sich eine Generation groß gezogen, die dabei mit spielt!
Ich sage nur Dr. Hamer, bestimmte Buchverlage oder der Paragraph 130!
Darüber reden ist schon von Übel, aber ich tu es, weil mir egal ist in welcher Schublade ich lande! Ich halte es da lieber mit Voltaire!
 
Petra Mensch
 
Und nun zu dem Märchentext:
 

Die Hexenprozesse und ihre Ursachen
Die letzte Hinrichtung einer Hexe in Europa fand im Jahr 1787 in der Schweiz statt.
Historiker gehen heute davon aus, dass etwa 100 000 Menschen in Hexenprozessen hingerichtet wurden. Es wurden nicht nur Frauen angeklagt. 30 % waren Männer und Kinder.
Die Opfer kamen überwiegend aus ärmeren Bevölkerungsschichten. Nach den neuesten
Forschungen ist nicht davon auszugehen, dass es sich um eine spezielle Vernichtungskampagne von Hebammen, weisen Frauen oder Kräuterhexen handelte.
Historiker suchen heute noch nach Gründen, wie es zu den Hexenverfolgungen kommen konnte. Fest steht, dass im 16. und 17. Jahrhundert in Deutschland und Europa ein geistiges
Klima herrschte, das die Verfolgungen begünstigte. Kriege, Krankheiten und Katastrophen erzeugten bei den Menschen Angst und Panik. Es herrschte Endzeitstimmung. Um 1590
wüteten die spanischen Truppen in Deutschland. Eine Pestepidemie raffte zum Teil die Hälfte der Bevölkerung hinweg. Überall in Mitteleuropa sanken die Temperaturen – die sogenannte kleine Eiszeit. Die Ernten verdarben, die Menschen litten Hunger, das Vieh starb. Krankheiten breiteten sich aus.