Die Ursprünge der „Antideutschen“

antidDieses Plakat konnte man zur Zeit der Deutschen Flussball-WM in Berlin hängen sehen!

Mehrere Anzeigen bei Polizei und Ordnungsamt führten jedoch nicht dazu, das es umgehend entfernt wurde. Hier fand das Grundgesetz keine Anwendung, obwohl solche Handlungsweisen klar definiert sind. Würde man die Worte in dem Plakat austauschen, wären mindestens 5 Jahre Haft sicher. Das glauben Sie nicht, probieren Sie es, aber auf Ihre eigene Verantwortung!

Eine britisch gesteuerte Sekte zieht gegen Deutschland zu Felde
Nach dem Fall der Berliner Mauer bildete sich die Bewegung der sog.
„Antideutschen“. Sie zeichnen sich vor allem dadurch aus, daß sie Kritiker
der amerikanischen und israelischen Kriegspolitik sowie der räuberischen
Aktivitäten der sog. Hedgefonds als Antisemiten angreifen und dabei auch
oft, wie der Bundesverfassungsschutz 2005 schrieb, „bei ihren Anschlägen die Grenze zu terroristischem Gewalthandeln überschreiten.“ Ein Team von EIR und LaRouche-Jugendbewegung fand interessante Zusammenhänge.

antide
Im Winter 1989-90, als die ganze Welt den Fall der Berliner Mauer, die
Befreiung der DDR und den absehbaren Zusammenbruch der Sowjetunion feierte,
begannen überall in Deutschland auf linken Kundgebungen hirnrissige
Transparente aufzutauchen. Die Demonstranten, die diese Transparente
hochhielten, gehörten zur gewaltbereiten linken Szene der „Autonomen“ in
Deutschland, der „Antifa“ („Anti-Faschisten“). Ihre Transparente und Plakate enthielten Slogans wie „Viertes Reich – nie Wieder!“ und „Bomber Harris –
tu‘ es wieder.“ Letzteres bezog sich auf den Marschall der
königlich-britischen Luftwaffe, Sir Arthur Travers „Bomber“ Harris, auch
bekannt als „Schlächter Harris“, den Planer der großangelegten britischen
Bombenangriffe auf zivile Ziele in Deutschland im Zweiten Weltkrieg, bei
denen Millionen deutsche Zivilisten umkamen und zahllose Städte zerstört
wurden, die aber wenig dazu betrugen, die deutsche Militärmaschinerie zu
beeinträchtigen.

Der gewalttätige Haß auf alles Deutsche, insbesondere die Aussicht auf ein
wiedervereinigtes Deutschland, der diesen extremen Flügel der Antifa
charakterisierte (sie nannten sich schon bald selbst die „Antideutschen“),
spiegelte genau die Rhetorik und die Politik der britischen Tory-Regierung
Margaret Thatchers und einiger der führenden Propagandisten der City of
London in den britischen Medien aus jener Zeit wider.

Am 31. Okt. 1989 verfaßte Connor Cruise O’Brien einen hysterischen Angriff
auf die Perspektive eines in Zukunft wiedervereinigten Deutschlands. In
einem Artikel der Londoner Times fauchte er: „Wir bewegen uns auf ein
Viertes Reich zu, einer pangermanischen Einheit, welche das gesamte Bündnis
der deutschen Nationalisten befehligt… Nationalistische Intellektuelle
werden erklären, daß wahre Deutsche über den Holocaust keine Schuld, sondern
Stolz über das große, mutige und heilende Vorgehen empfinden sollten – ich
befürchte, daß das Vierte Reich, wenn es kommt, der natürlichen Neigung
entspricht, seinem Vorgänger ähnlich zu werden.“

Am 12. Nov. 1989, wenige Tage nach dem Fall der Berliner Mauer,
veröffentlichte die Sunday Times zum gleichen Thema ihren Leitartikel unter
der Schlagzeile „Das Vierte Reich“. Das Sprachrohr des anglo-holländischen
liberalen Establishments schrieb in apokalyptischen Wendungen: „Das Ergebnis
[der Wiedervereinigung] wird eine deutsche Wirtschaft sein, die doppelt so
groß wie jede andere ist… Ein vereinigtes Deutschland wird dann zur
Lokomotive des Umbaus der neuen freien Marktwirtschaft in Osteuropa werden,
da Deutschland hervorragend über das Kapital, das industrielle Know-how und
das Management verfügt, das diese Länder benötigen. Das Vierte Reich wird
wirtschaftlich boomen und in diesem Zusammenhang zu Europas wirtschaftlicher Supermacht werden. … Wo wird da Großbritannien bleiben?“

Ab Juli 1990 wandte sich die britische Regierung unter Margaret Thatcher
unmittelbar diesem Thema zu. Am 12. Juli gab Handels- und Industrieminister
Nicholas Ridley dem Spectator ein provozierendes Interview. Auf derselben
Seite war ein Cartoon von Bundeskanzler Helmut Kohl mit Hitler-Schnauzbart
und der Bildunterschrift abgedruckt: „Das Unaussprechliche über Deutschland
aussprechen!“ Als Ridley gebeten wurde, eine Aussage von Bundesbankchef Hans Tietmeyer über den möglichen Nutzen einer gemeinsamen europäischen
Geldpolitik zu kommentieren, schimpfte er: „Das ist nur ein deutscher
Vorwand, um ganz Europa zu übernehmen. Er muß durchkreuzt werden… Offen
gesagt, man könnte ebenso seine Souveränität an Adolf Hitler abtreten.“
Ridley ging noch weiter und prahlte, Großbritannien habe „immer für das
Machtgleichgewicht in Europa gesorgt. Es war immer Großbritanniens Rolle,
diese verschiedenen Mächte gegeneinander auszuspielen, und das war niemals
notwendiger gewesen als gerade jetzt, wo Deutschland derart anmaßend ist.“
Wenige Tage später verteidigte Thatcher Ridleys Bemerkungen ausdrücklich und unterstrich, daß die Niedergang Deutschlands oberste Priorität für die
britische Regierung wie auch der führenden Finanzkreise der City of London
sei.

Unausgesprochen blieb, was die Autoren der britischen  Propaganda
offensichtlich im Kopf hatten, nämlich das, was der amerikanische Staatsmann Lyndon LaRouche auf seiner historischen Pressekonferenz in Westberlin im Oktober 1988 vorausgesagt hatte: Deutschland werde nach seiner baldigen Wiedervereinigung eine Führungsrolle beim wirtschaftlichen Umbau des nachkommunistischen Mitteleuropa und Rußlands spielen. LaRouches Ideen rückten sich auch in den Bemühungen von Deutsche-Bank-Chef Alfred
Herrhausen aus, der auch einer der engsten Wirtschaftsberater von Kanzler
Kohl war. Herrhausen wurde im Dezember 1989 ermordet. Der bis heute nicht
aufgeklärte Mord wurde einer terroristischen Zelle der nichtexistenten
„dritten Generation“ der Rote Armee Fraktion (RAF) angelastet. Damals hatten LaRouche und andere britische Geheimdienstkreise beschuldigt, vor allem angesichts der vorausgegangenen wilden Kampagne Londons gegen Deutschland und der weit zurückreichenden britischen Erfahrungen bei der Erzeugung und Kontrolle terroristischer „Countergangs“, einschließlich nominell „linker“ Terrorzellen in Deutschland, die Bankiers und Industrielle von Walter Rathenau (1923) bis Jürgen Ponto (1977) und Hanns-Martin Schleyer (1977) ermordet hatten.

Antideutsche unter dem Union Jack

Die anhaltenden Parallelen zwischen dem Auftreten der Antideutschen und der
Politik der anglo-holländischen Oligarchie bis zum heutigen Tag sind kaum
zufällig. Umfangreiche Untersuchungen von Executive Intelligence Review
(EIR) und der LaRouche-Jugendbewegung (LYM) haben aufgedeckt, daß ein in
London konzentrierter Apparat mit engen Verbindungen zur transatlantischen
neokonservativen Bewegung die Ideologie und Aktivitäten der gewaltbereiten
Antideutschen bis ins einzelne kontrollieren.

Hinter den antideutschen Schlägertrupps und dem internationalen Netzwerk von
Denkfabriken, Intellektuellen und politischen Drahtziehern, das die
Operationen der Antideutschen unterstützen, steht die größere Absicht, das
wirkliche Deutschland in der Tradition der deutschen Klassik zu vernichten –
das Deutschland von Moses Mendelssohn, Gotthold Ephraim Lessing, Abraham
Kästner, Friedrich List, Friedrich Schiller, Johann Sebastian Bach und
Ludwig van Beethoven.

Mit dem Mittel der Kollektivschuld aller Deutschen für die Verbrechen
Hitlers und der Nazis versucht der von London gesteuerte Apparat davon
abzulenken, welche Rolle britische Bankiers wie Lord Robert Brand von Lazard
Brothers London und der Chef der Bank von England, Montagu Norman, bei der
Machtergreifung Hitlers gespielt haben. Ohne Rückendeckung durch den
britischen „Round Table“ und seine Verbündeten an der Wallstreet, wie
Averell Harriman, Prescott Bush, die Brüder Dulles von der Kanzlei Sullivan
und Cromwell sowie der französischen synarchistischen Bankierskreise (um
Lazard und die Banque Worms) hätte Hitler niemals die Macht ergreifen
können. Deutschland hätte sich dann in den 30er Jahren mit den Vereinigten
Staaten unter Präsident Franklin Delano Roosevelt zusammentun können, um
Amerika und Europa aus der Großen Depression und der fortbestehenden Plage
des anglo-holländischen Kolonialismus herauszuführen.

Die Antideutschen

Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) beschrieb in seinem Jahresbericht
2005 den antideutschen Flügel der größeren Autonomengruppierungen so:

„Eine Sonderrolle im Spektrum auch des gewaltbereiten Linksextremismus
nehmen Positionen ein, deren Ausgangspunkt die kompromißlose Ablehnung der
Existenzberechtigung einer deutschen Nation und daraus resultierend der
Kampf um die Abschaffung des deutschen Staates ist. Die Anhänger dieser
Ideologie – die so genannten Antideutschen – konnten sich in den letzten
Jahren stärker positionieren und trugen zu einer deutlichen Polarisierung im
linksextremistischen Gefüge bei. Der grundlegende Richtungsstreit trat im
Zusammenhang mit dem israelisch-palästinensischen Konflikt und der
Intervention der USA und ihrer Verbündeten im Irak wieder in den
Vordergrund… Die ,Antideutschen‘ unterstellen eine den Deutschen
innewohnende Anlage zur Nationenbildung, die automatisch zur Vernichtung
anderer Ethnien führe. Sie vertreten die Überzeugung, die Bundesrepublik
habe die nationalsozialistische Vergangenheit weder aufgearbeitet noch
bewältigt, sondern nur verdrängt, und phantasieren eine als Demokratie
getarnte Neuauflage des Dritten Reiches herbei.“

„Oberstes Gebot zur Vermeidung eines neuerlichen Holocaust sei daher“, so
das BfV, „die Auflösung des deutschen Volkes in eine multikulturelle
Gesellschaft. ,Antideutsche‘ fordern unbedingte Solidarität mit dem Staat
Israel und befürworten alle Maßnahmen, die dessen Bestand als Refugium für
die Überlebenden des nationalsozialistischen Holocaust sichern und Gefahren
von ihm abwenden. Dazu gehört auch der Krieg der USA und ihrer Verbündeten
gegen den Irak, der in den Augen traditioneller Linksextremisten eine
imperialistische Aggression darstellt. So finden sich bei Demonstrationen
des ,antideutschen‘ Spektrums häufig israelische, amerikanische und
britische Nationalfahnen; typisch sind Parolen und Transparente wie ,USA –
Antifa‘, ,Stalingrad ’43 – Wir danken der Roten Armee!‘ und ,Bomber Harris –
do it again!‘.

Die ,antideutschen‘ Positionen provozierten im linksextremistischen Spektrum
eine ideologische Konfrontation von ungewöhnlicher Schärfe. Die
Auseinandersetzungen vor allem in einschlägigen Internet-Portalen sind
häufig haßerfüllt. In der Praxis führte dieser Konflikt bereits zur
Auflösung auch langjährig bestehender Gruppenzusammenhänge bis hin zu
tätlichen Übergriffen bei Veranstaltungen und Demonstrationen.“

Der BfV-Bericht enthält auch eine allgemeine Warnung: „Innerhalb der
autonomen Szene haben sich einzelne Strukturen verfestigt, die bei ihren
Anschlägen die Grenze zu terroristischem Gewalthandeln überschreiten.“

Der Bericht fährt fort: „Angehörige solcher klandestinen Kleingruppen führen
nach außen hin ein unauffälliges Leben. Sie hinterlassen bei ihren Aktionen
kaum auswertbare Spuren und verwenden in der Regel zum Schutz vor
Strafverfolgung in Taterklärungen wechselnde oder keine Aktionsnamen
(,no-name‘-Militanz). Einige Gruppierungen operieren allerdings unter
gleichbleibendem ,Markennamen‘, um Kontinuität zum Ausdruck zu bringen sowie
erkennbar und ,ansprechbar‘ zu sein.“

Der BfV-Bericht ist zwar eine genaue, zutreffende Momentaufnahme der
Antideutschen und ihrer Rolle innerhalb der autonomen, prototerroristischen
linken Szene in Deutschland und unterstreicht auch die Besorgnis der
Bundesregierung über den wachsenden Einfluß der Antideutschen, doch
übersieht er einige der wichtigsten und aufschlußreichsten Merkmale der
gesamten Struktur.

Bei den Untersuchungen von EIR und LYM ergab sich bereits im Mai 2005 eine
erste wichtige Spur, als ein offener Brief aus dem „antideutschen Lager“ an
die Führung der IG Metall verbreitet wurde. Darin wurde die
Metallgewerkschaft wegen ihrer Kritik ausländischer Hedgefonds angegriffen,
die die Überreste der deutschen Stahlindustrie übernehmen und ausschlachten
wollten. Der Brief warf der Gewerkschaft Antisemitismus vor, weil sie es
gewagt habe, das internationale Finanzkapital anzugreifen. „Es mag
heutzutage wieder beliebt werden, so zu tun, als sei ein ,internationales‘
,Finanzkapital‘ für die Krise verantwortlich, während ein ,produktives
Kapital‘ freundlicherweise Arbeitsplätze schaffe. Bei den Nazis hieß das
dann ,raffendes‘ bzw. ,schaffendes‘ Kapital. Letzteres stand für die
,deutsche Arbeit‘, ersteres für die ,jüdische Nicht-Arbeit‘. Diese Trennung
ist daher nicht nur haarsträubender Unsinn, sondern auch eindeutig
antisemitisch.“

Der Brief prangerte auch die in der Arbeiterbewegung verankerten Ideen an,
die der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder und der damalige
SPD-Vorsitzende Franz Müntefering vertraten. Diese hätten im April 2005
ausländische Beteiligungsgesellschaften mit „Heuschrecken“ verglichen, die
Firmen übernehmen, finanziell ausschlachten und schließen, wodurch Tausende
Beschäftigte arbeitslos würden.

Die 26 Unterzeichner des offenen Briefs an die IG-Metall waren
augenscheinlich deutsche Gewerkschaftsfunktionäre, mit einer Ausnahme: dem
amerikanischen Hochschullehrer Andrei Markovits, Professor am Karl Deutsch
Collegiate für vergleichende Politik und Deutschstudien an der Universität
von Michigan in Ann Arbor.

Markovits, Goldhagen und Herf

Markovits‘ Name auf dem Brief der Antideutschen eröffnet eine ganz neue
Ebene. Der aus Rumänien stammende amerikanische Professor, ein großer
Anhänger der Rockband Grateful Dead, ist ein führender Ideologe der
Antideutschen-Bewegung. Als Mitglied einer eng verflochtenen Gruppe, die
unter den Holocaust-Experten eine abweichende Minderheit ausmachen und
regelmäßig nach Deutschland reisen, verbreitete Markovits seit Anfang der
80er Jahre radikale akademische Propaganda für die kollektive Verurteilung
der Deutschen als kulturelle Antisemiten. Zu seinen engsten Mitarbeitern
gehören Prof. Daniel Goldhagen von der Harvard-Universität und Prof. Jeffrey
Herf von der Universität Maryland.

Einige von Markovits Hetzschriften erschienen in deutscher Übersetzung im
Konkret Literatur Verlag, Hamburg, in dem auch das Magazin Konkret
veröffentlicht wird. Konkret hat historisch als Organ der Antifa und der
Antideutschen die gesamte „Neue Linke“ von der 68er Generation bis heute
geprägt. Ulrike Meinhof, früher selbst Konkret-Redakteurin und Ehefrau des
Konkret-Herausgebers Klaus Rainer Röhl, verließ 1968 sowohl Konkret als auch
ihren Mann, um sich der Baader-Meinhof-Bande/Rote Armee Fraktion
anzuschließen.

Zwei von Markovits‘ Arbeitspapieren – Twin Brothers: European Anti-Semitism
and Anti-Americanism (dt: „Zwillingsbrüder. Über europäischen Antisemitismus
und Antiamerikanismus“) und European Anti-Americanism (and Anti-Semitism):
Ever Present though Always Denied („Europäischer Antiamerikanismus (und
Antisemitismus): Stets präsent, doch stets geleugnet“) – werden häufig als
ideologische Schlüsseldokumente der Antideutschen zitiert. Bemerkenswert
ist, daß Markovits‘ „Zwillingsbrüder“-Studie auf der Internetseite des
Jerusalemer Zentrums für Öffentliche Angelegenheiten beworben wird, einer
rechten, an Jabotinsky orientierten Denkfabrik, die von Dore Gold, Israels
Botschafter in den Vereinigten Staaten während der Regierung des
Likud-Mannes Benjamin Netanjahu, geleitet wird. Manfred Gerstenfeld,
Vorsitzender des Board of Fellows des Zentrums, hat Markovits häufig für die
Webseite des Zentrums interviewt.

Markovits‘ jüngstes Propaganda-Machwerk von 2006 heißt: Uncouth Nation: Why
Europe Dislikes America („Ungehobelte Nation: Warum Europa Amerika nicht
mag“). Seine Schriften und Vorträge ähneln, wie die seines alten Kumpans
Jeffrey Herf von der Univerität Maryland, dem noch verleumderischeren Buch
ihres langjährigen Verbündeten und Kollegen am Harvard-Zentrum für
Europäische Studien, Daniel Goldhagen. Goldhagens Doktorarbeit an der
Harvard-Universität aus dem Jahr 1996 wurde von Alfred A. Knopf unter dem
Titel Hitler’s Willing Executioners: Ordinary Germans and the Holocaust (dt:
„Hitlers willige Vollstrecker. Ganz gewöhnliche Deutsche und der Holocaust“,
Wolf Jobst Siedler Verlag, Berlin 1996) veröffentlicht.

In völliger Verkennung der deutschen Geschichte behauptete Goldhagen, daß
die überwiegende Mehrheit der Deutschen glühende Antisemiten gewesen seien,
die jede Gelegenheit nutzen würden, die Juden auszulöschen. Er bezeichnete
den deutschen Antisemitismus als „eliminatorischen Antisemitismus“ und
behauptete ohne jeden historischen Beleg, kulturell seien die Deutschen
schon seit dem Mittelalter antisemitisch gewesen. Antisemitismus, schrieb
Goldhagen, sei während des gesamten 19. und 20. Jahrhunderts ein Axiom der
deutschen Kultur geblieben, und seine prägnante Version in Deutschland
während der Nazizeit lediglich eine betontere, intensivere und
ausführlichere Form eines allgemein akzeptierten Grundmodells.

Goldhagen behauptete sogar, das deutsche Volk habe die Machtübernahme der
Nazis begrüßt. Die Revolution der Nazis sei eine ungewöhnliche Revolution
gewesen, weil sie ungeachtet der Repression der politischen Linken in den
ersten Jahren ohne massiven Zwang und Gewaltanwendung verwirklicht worden
sei. Die Revolution hätte in erster Linie aus einer Veränderung des
Bewußtseins und der Einschärfung eines neuen Ethos bestanden. Im großen und
ganzen sei es eine friedliche Revolution gewesen, in die sich das deutsche
Volk willig gefügt habe. Insgesamt sei die Revolution der Nazis
innenpolitisch einvernehmlich erfolgt.

Goldhagens Buch erzeugte einen Sturm der Entrüstung auch von seiten seriöser
Holocaust-Forscher, die Goldhagen wie auch Harvard vorwarfen, die
geschichtliche Grundwahrheiten ignoriert zu haben. In einem höchst
ungewöhnlichen Schritt veranstaltete das amerikanische Holocaust-Museum in
Washington am 8. April 1996, nur wenige Wochen nach Erscheinen von Hitlers
willige Vollstrecker, eine Debatte zwischen Goldhagen und sieben bekannten
Historikern, die alle ausführlich über den Holocaust geschrieben hatten. Der
australische Historiker Konrad Kweit beklagte die Tatsache, daß „sich nur
die, die extreme Ansichten vertreten, einen Namen machen können“, und fügte
hinzu: „Ich distanziere mich von Goldhagens These, die trotz des
Medienrummels von Knopf wertlos ist.“ Yehuda Baer von der Hebräischen
Universität in Jerusalem verurteilte Goldhagens „deutschfeindlichen
Rassismus“, konzentrierte seinen Ärger jedoch mehr auf die Universität
Harvard, die die Dissertation angenommen hatte: „Man läßt so eine Studie
nicht zu…, die die deutsche Geschichte völlig mißachtet und die Opposition
(gegen Hitler) ignoriert“.

Persönlichkeiten aus aller Welt verwarfen Goldhagens Machwerk; so
bezeichnete der große jüdische Geiger Yehudi Menuhin am 18. April 1996 im
deutschen Fernsehen Goldhagens Buch als „Beleidigung“, für die der Autor
„sich schämen sollte“. Die Historikerin Hella Pick, Biographin des
österreichischen Nazijägers Simon Wiesenthal, attackierte das Buch in einer
Besprechung im Londoner Guardian als „häufig bösartig“, angehäuft mit
„groben Entstellungen“ und als ein „Übermaß an peinlichem Psychogeschwätz“.

Goldhagen blieb von den scharfen Angriffen unbeeindruckt. Zusammen mit
Markovits und Herf setzte er seinen Propagandafeldzug gegen Deutschland fort
und förderte gezielt die Netzwerke der Antideutschen, die sich längst das
Thema von den Deutschen als unbelehrbare Antisemiten zueigen gemacht hatten.
Schon 1990 hatte Jürgen Elsässer im Magazin Arbeiterkampf des
Kommunistischen Bundes (KB) in Hamburg einen Artikel mit der Überschrift
„Warum die Linke antideutsch sein muß“ veröffentlicht. Elsässer wechselte
dann zu Konkret, als das Hamburger Magazin das Projekt der Antideutschen
voll zu unterstützen begann. In den letzten Jahren änderte Elsässer
allerdings seine Meinung und schrieb ein Buch mit dem Titel Angriff der
Heuschrecken: Zerstörung der Nationen und globaler Krieg, worin er das
Argument der Antideutschen verriß, Angriffe auf Hedgefonds oder Spekulanten
dürften nicht toleriert werden, weil sie nur einen Vorwand für
Anti-Semitismus darstellten.

Um ein vollständigeres Bild von dem Apparat hinter den Antideutschen und dem
Zusammenspiel der verschiedenen Netzwerke dahinter zu bekommen, werfe man am
besten einen Blick auf die Ereignisse des 8. und 9. Mai 1999, als die
Heinrich-Böll-Stiftung, eine gemeinnützige Einrichtung der Partei Bündnis
90/Die Grünen, zu einer außergewöhnlichen Veranstaltung nach Potsdam
eingeladen hatte. Organisator des Treffens war Ralf Fücks, Vorsitzender der
Stiftung und führender Propagandist der Antideutschen, der später schrieb,
die Deutschen verfügten über die „besonders verbreitete Tradition einer
antisemitisch gefärbten Kritik gegenüber dem éFinanzkapital‘ und der
éPlutokratie'“.

Auf der Konferenz mit dem Thema „Die Goldhagen-Debatte: Bilanz und
Perspektiven“ versammelten sich die meisten der führenden Ideologen des
Antideutschen-Projekts, darunter Goldhagen, Fücks, Markovits und ein Dutzend
weniger bekannter Aktivisten, um ihre zusammengeschusterte Version der
deutschen Geschichte und Kultur zu untermauern und für die Idee zu werben,
daß mit dem damaligen Krieg im Kosovo ein neuer internationaler
Präzedenzfall entstanden sei. Goldhagen selbst verkündete in seiner
Grundsatzrede, jede Nation, die als Unterdrücker auftrete, verspiele ihr
Recht auf Souveränität und Selbstbestimmung. Goldhagen behauptete, es dauere
mehrere Generationen, bis die Menschen soweit umerzogen seien, daß sie ihre
„dominierenden Anschauungen allmählich umgestalten“ könnten. Deshalb machte
er sich für eine „deutsche Lösung für den Balkan“ stark – eine praktisch
permanente Besatzung durch die NATO. „Um den Völkermord zu beenden“,
forderte er, „muß die NATO Serbien besiegen, besetzen und umerziehen“.
Tatsächlich entpuppte sich Goldhagen damit als offener Befürworter einer
anglo-amerikanischen imperialen Unterwerfung.

Zu den übrigen Sprechern auf der zweitägigen Konferenz gehörte der
knallharte antideutsche Aktivist Matthias Küntzel. Der frühere
außenpolitische Berater der Fraktion der Grünen im Bundestag (1984 bis 88)
wandelte sich nach 1989 zum „Experten“ für europäischen und muslimischen
Antisemitismus und zum frühen Verfechter der Idee des „Islamo-Faschismus“
mit zahlreichen Veröffentlichungen über dieses Thema. 1997, zwei Jahre bevor
er zusammen mit Fücks die Veranstaltung in Potsdam organisierte, trug
Küntzel mit einem Buch mit dem Titel Goldhagen und die deutsche Linke oder
Die Gegenwart des Holocaust dazu bei, die Kontroverse um Goldhagens Buch
noch einmal anzuheizen. Das Buch erschien im Berliner Verlag Elefanten
Press, einer Tochter des Bertelsmann Verlags. 2002 veröffentlichte Küntzel
das Buch Jihad und Judenhaß: Über den neuen antijüdischen Krieg, das seitdem
zur „Bibel“ der antideutschen Sippschaft wurde und vom Verlag Telos Press
übersetzt und in diesem Jahr in den USA veröffentlicht werden soll. Als
nominell linksintellektuelles Journal verteidigt Telos seit kurzem den
Kronjuristen der Nazis Carl Schmitt.

Küntzel schloß sich Goldhagens Aufruf für ein NATO-Mandat über Serbien an
und polemisierte auf der Potsdamer Konferenz über „Milosevics willige
Vollstrecker? Goldhagen, Deutschland und der Kosovo-Krieg“. 2004 wurde
Küntzel als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Vidal Sassoon Center für
Studien des Antisemitismus an der Hebräischen Universität in Jerusalem
angeheuert.

Andrei Markovits rühmte auf dem Potsdamer Treffen den Konkret-Verlag, weil
dieser seine Untersuchungen über den zunehmenden Antisemitismus und
Antiamerikanismus in Europa unterstützt habe. Er stellte sich hinter
Goldhagens Anwürfe gegen die deutsche Kultur und bezeichnete den
Antisemitismus als eine paneuropäische Krankheit, die mit dem Holocaust in
Deutschland ausgebrochen sei, da „Deutschland schon vor dem Krieg eine
politische Kultur und ein vorherrschendes Selbstverständnis als
éBlutnation'“ gehabt hätte.

Der vielleicht widerwärtigste Sprecher bei der Potsdamer Konferenz war Lars
Rensmann, ein Schützling von Markovits von der Universität Michigan, der
auch ständiges Mitglied beim Moses-Mendelssohn-Zentrum an der Universität
Potsdam ist. Im unverständlichen Kauderwelsch der Frankfurter Schule ging
Rensmann mit dem Betrug von der deutschen Kollektivschuld hausieren und
erzählte den Zuhörern: „Das Abstrakt-Allgemeine, die universellen Prinzipien
bürgerlicher Vergesellschaftung, sind zu begreifen als Eigenschaft des
Konkreten – der konkreten Ermordung von sechs Millionen Juden durch deutsche
Täter.“ Rensmann zitierte den Gründer der Frankfurter Schule, Theodor
Adorno: „Nationalismus geht, so Adorno, fast immer mit Antisemitismus
einher.“ Er verurteilte Nationalismus im allgemeinen und den deutschen
Nationalismus im besonderen und erklärte: „Bindend ist unter ihnen das
Bedürfnis nach einer kollektiv-narzißtischen Erhöhung durch eine positive
Identifikation mit der deutschen Nation.“ Er lobte Goldhagens Verurteilung
des „durchschnittlichen“ Deutschen und schloß: „Die deutschen Judenmörder
waren zumeist nicht autoritär-agressiv bzw. untertänig-konformistisch oder
antisemitisch bzw. verdrückt sadistisch gegenüber Juden, sondern beides.“

Um der Potsdamer Konferenz bleibenden Einfluß zu sichern, stellten
Markovits, Elsässer, Erich Später und Katrin Werlich (die letzteren beiden
sind von der Heinrich-Böll-Stiftung) sämtliche Konferenzunterlagen als Buch
zusammen, das 1999 bei Küntzels Verleger Elefanten Press unter dem Titel
„Die Fratze der eigenen Geschichte: Von der Goldhagen-Debatte zum
Jugoslawienkrieg“ veröffentlicht wurde.

Markovits‘ und Herfs „britischer Moment“

Auch wenn sie von den USA aus operieren, erweisen sich die antideutschen
Ideologen Markovits, Herf und Goldhagen bei gründlicherer Untersuchung als
führende Akteure eines von London ausgehenden „liberal-imperialen“
Apparates, der im Namen einer globalisierten Welt die USA und Deutschland
zerstören soll. Eine Kabale anglo-holländischer Privatbankiers will die
physischen Ressourcen der Welt unter ihre Kontrolle bekommen, was man auch
als neuaufgelegtes Globalisierungsmodells der britischen
Ostindiengesellschaft und des britischen Round Table kennt.

Die Antideutschen-Troika tritt als amerikanische Cheerleadergruppe zweier
britischer Initiativen auf, die auf den gleichen Talentschuppen von
Möchtegern-Imperialisten zurückgreift.

Das erste Projekt wurde im März 2005 von der Universität Cambridge aus
gestartet: die Henry Jackson Society (HJS). Den Namen bekam sie von dem
verstorbenen US-Senator Henry „Scoop“ Jackson (Demokrat aus dem Bundesstaat
Washington), dem politischen Schutzherrn und Paten der heutigen
amerikanischen Neokon-Bewegung. Die HJS versammelt eine Gruppe führender
britischer liberaler Imperialisten aus der Konservativen und der Labour
Party, neben anderen prominenten Figuren des britischen Establishments wie
Sir Richard Dearlove, dem unlängst zurückgetretenen Chef des MI6, der eine
zentrale Rolle bei der Manipulation von Geheimdienstinformationen spielte,
welche es der Regierung Bush ermöglichten, den Irakkrieg zu rechtfertigen.

Zu den anderen führenden Leuten in der Henry Jackson Society gehört der 13.
Lord Lothian, Michael Andrew Foster Jude Kerr (Michael Ancram). Kerr ist der
Enkelsohn von Philip Kerr, dem 11. Lord Lothian, der die britische
Round-Table-Gruppe leitete und tonangebend im hitlerfreundlichen Cliveden
Set war. Lord Lothian verkörperte die Fraktion der britischen Oligarchie,
die den Nazis in Deutschland zur Macht verhalf, um einen Vernichtungskrieg
zwischen Deutschland und der Sowjetunion zu inszenieren.

Zu den anderen nennenswerten Köpfen der HJS gehören: Lord Powell of
Bayswater, langjähriger Privatsekretär von Premierministerin Margaret
Thatcher und ihr Hauptberater für Außen- und Verteidigungspolitik; Dr. Irwin
Steltzer, die rechte Hand des anglo-australischen Medienmoguls Rupert
Murdoch; Dr. Jamie Shea, politischer Planungsdirektor des
Nato-Generalsekretärs; und Dr. Alan Mendoza, Kodirektor der HJS und
Präsident der Disraelian Union, einer Denkfabrik der Konservativen Partei.

Zu den internationalen Förderern der Henry Jackson Society gehören eine
Reihe amerikanischer Neokon-Imperialisten, darunter William Kristol, Robert
Kagan, Clifford May, Michael McFaul, Joshua Muravchik, Richard Perle und
James Woolsey. Woolsey, ehemaliger CIA-Direktor, ist derzeit
Vizevorsitzender des Committee on the Present Danger, einer Politikgruppe in
dritter Generation, die vom ehemaligen US-Außenminister George Shultz wieder
ins Leben gerufen wurde, um den Plänen der Bush-Cheney-Regierung für einen
permanenten Krieg den Rücken zu stärken.

Doch man täusche sich nicht: die Henry Jackson Society steht für die
Wiederbelebung des britischen Empire samt militärischem Interventionismus
und der Durchsetzung eines globalisierten Besitzkartells des weltweiten
Industrie- und Rohstoffreichtums. Nirgends wurde das deutlicher als bei der
Präsentation der strategischen Agenda der Henry Jackson Society im Juli
2006, eines 128-seitigen Buches mit dem unzweideutigen Titel The British
Moment.

HJS-Kodirektor Alan Mendoza schrieb über das Ereignis in einer
Pressemitteilung vom 23. Juli 2006: „Bei der Vorstellung des neuen
außenpolitischen Manifestes der Henry Jackson Society, The British Moment am
Donnerstag abend passierte etwas Komisches. Ein mit zweihundert Erlesenen
gefüllter Raum jubelte ekstatisch über die Aussicht, daß britische ethische
Interventionen im Ausland während des kommenden Jahrzehnts an Umfang und
Häufigkeit dramatisch zunehmen werden.“ In seinen Augen sei es die Mission
der britischen Regierung, egal ob Tory oder Labour, „liberale
Interventionisten, konservative Internationalisten, schlagkräftige Liberale
und Neokonservative auf einen permanenten politischen Konsens einzuschwören:
die Umsetzung demokratischer Geopolitik.“

Bezeichnend für diesen HJS-Vorstoß für die Wiederbelebung des britischen
Empire war die Tatsache, daß The British Moment von der Social Affairs Unit
vorbereitet wurde, einer Londoner Denkfabrik, die aus dem Institute of
Economic Affairs, dem britischen Zweig der Mont Pèlerin Gesellschaft
radikaler Freihandelsfanatiker, hervorgegangen ist. Gegründet von englischen
Schülern des österreichischen Freihandelsökonomen Friedrich von Hayek,
darunter Antony Fisher und Lord Harris of Highcross, entstanden in diesem
Apparat die Pläne für Thatchers Angriffe auf die britische Realwirtschaft,
einer Attacke, wie sie jetzt von dem hauptsächlich in den Offshore-Kolonien
der britischen Krone wie den Cayman Islands ansässigen weltweiten Netzwerk
von Hedgefonds und privaten Anlagefonds weitergeführt wird.

Eine weitere Intervention Londons, die sich mit der Henry Jackson Society
stark überlappt, ist das Euston-Manifest. Das Anfang 2006 veröffentlichte
Manifest wurde von einer Gruppe britischer Liberaler geschrieben, die sich
in einem Pub in Euston am Nordrand Londons versammelten. Zu der Gruppe
gehörte eine Reihe von HJS-Mitgliedern, die in das Dokument ihre eigenen
Vorstellungen für eine entschlossene neue außenpolitische Initiative auf der
Basis aktiven Eintretens für die „Förderung von Demokratie“ einfließen
ließen. Die 15 Punkte des Euston-Manifests proklamierten die Universalität
der westlichen liberalen Demokratie und das Recht, überall zur Beseitigung
undemokratischer Regime militärisch intervenieren zu können, da diese durch
ihr Verhalten ihr Recht auf Souveränität eingebüßt hätten. Zu den Autoren
des Euston-Manifestes gehören Norman Geras, Alan Johnson, Shalom Lappin,
Nick Cohen und Simon Pottinger.

Kurz nach der Veröffentlichung und Verbreitung des Manifestes über das
Internet verfaßte eine Gruppe gleichgesinnter amerikanischer Akademiker und
Aktivisten eine Unterstützungserklärung mit dem Titel „Amerikanischer
Liberalismus und das Euston-Manifest“. Zwei der Hauptverfasser waren Jeffrey
Herf und Andrei Markovits, des weiteren der Telos-Herausgeber Russell Berman
und der Mitherausgeber von The New Republic, Richard Just. Zu den ersten
Mitunterzeichnern gehörte auch Daniel Goldhagen.

Die „amerikanischen Liberalen“, die sich hinter das Euston-Manifest
stellten, bezeichneten sich selbst zwar als nichtkommunistische Linke, doch
zu der Gruppe gehörten auch einige wohlbekannte Neokons und Berater der
Bush-Cheney Regierung, darunter Eliot Cohen, Michael Ledeen und Barry Rubin
– allesamt Befürworter der „Bush-Doktrin“ eines Präventivkrieges  besonders
gegen den Islam. Andere Unterzeichner kamen vom Democratic Leadership
Council (DLC), dem Neokonflügel der Demokratischen Partei, inklusive dem
Verleger des The New Republic, Martin Peretz, dem Präsidenten des
Progressive Policy Institute (einer DLC-Denkfabrik) Will Marshall und Peter
Ross Range, Redakteur des DLC-Magazins Blueprint.

Der Neue Antisemitismus…

Der ideologische Leim, der all die scheinbar unzusammenhängenden Netzwerke
miteinander verbindet, ist die gemeinsame, hysterische Verteidigung des
anglo-holländischen Finanzsystems und dessen scheinbar schrankenlosen
Rechts, die Volkswirtschaften der Welt auszuplündern. Die erneuten Attacken
gegen den ehemaligen SPD-Vorsitzenden und jetzigen Vizekanzler Franz
Müntefering sowie die Eskalation gewalttätiger Angriffe gegen deutsche
Regierungsbeamte, die ein Durchgreifen gegen die Hedgefonds gefordert haben,
unterstreicht diese Verbindung.

Am 14. Februar 2007 veröffentlichte die Financial Times Deutschland einen
widerwärtigen Leitartikel mit dem Titel „Müntes Vermächtnis“, in dem es
hieß: „An der Wall Street hingegen wurden Münteferings Äußerungen als purer
Antisemitismus aufgefaßt, denn viele der Private-Equity-Firmen auf
Münteferings Hitliste hatten jüdische Namen.“ Die FTD warnte vor
„aufgebrachten“ Bankiers und drohte, Deutschland werde von internationalen
Banken wirtschaftlich geächtet, sollten die Bemerkungen über die
„Heuschrecken“ nicht zurückgenommen werden.

Etwa zur gleichen Zeit verübten antideutsche Hooligans in Hamburg einen
Brandanschlag auf den Privatwagen von Thomas Mirow, Staatssekretär und die
Nummer zwei im Bundesfinanzministerium, der sich ebenfalls für
Regulierungsmaßnahmen bei Privaten Beteiligungsgesellschaften und Hedgefonds
ausgesprochen hatte. Der Angriff auf Mirow rief Erinnerungen an die aus
London gesteuerte Anschlagswelle gegen führende Industrielle und
entwicklungsorientierte Bankiers im Nachkriegsdeutschland wie Herrhausen,
Ponto und Schleyer wach.

… und seine Wurzeln in der Frankfurter Schule

Der heutige Haß der Antideutschen auf Industriekapital (angemessener wäre
die Bezeichnung „Amerikanisches System der Politischen Ökonomie“, das im
Beginn des 19. Jahrhundert von Friedrich List nach Europa eingeführt worden
war) und Nationalempfinden wurzelt in Theodor Adornos und Max Horkheimers
Frankfurter Schule. Auf der Potsdamer Konferenz wurde Horkheimer von
Rensmann mit den Worten zitierte, Nationalismus ginge fast immer mit
Antisemitismus einher. Die Organisationen der Antideutschen verweisen
allesamt auf Adorno und Horkheimer als ihre intellektuellen Paten. In der
Tat ist die Ideologie der Antideutschen eine Neuauflage der Arbeiten von
Adorno und Horkheimer aus den 30er und 40er Jahren über „die jüdische
Frage“.

1941 schrieben Adorno und Horkheimer eine ihrer grundlegenden Schriften, die
Dialektik der Aufklärung. In dem Kapitel „Elemente des Antisemitismus“
entwickeln sie ihr wesentliches Argument, daß das Thema Antisemitismus sich
dazu eigne, die westliche Kultur und den Nationalstaat auseinanderzureißen.
Die Idee, daß das Thema Antisemitismus und im weiteren Sinne das Überleben
des Staates Israel das dringendste Thema der Nachkriegsgeschichte sei, ist
das mächtigste Axiom der Antideutschen-Ideologie, und es stammt direkt aus
den Federn von Adorno und Horkheimer.

1923 praktisch als Gemeinschaftsprojekt der Moskauer Komintern
(Kommunistische Internationale) und der britischen Fabian Society gegründet,
brachte das Institut für Sozialforschung der Universität Frankfurt – die
Frankfurter Schule – führende „neomarxistische“ und „Neofreudianische“
Ideologen wie Karl Korsch, Georg Lukacs, Theodor Adorno, Max Horkheimer,
Richard Sorge, Gerhard Eisler, Leo Löwenthal und Walter Benjamin und
verkommene Kulturikonen wie Bertold Brecht zusammen.

Nach der Erfahrung mit den gescheiterten „bolschewistischen“ Revolutionen in
Ungarn, Bayern und Berlin nach dem Ersten Weltkrieg brachen diese
marxistischen Dissidenten mit der Idee, die Arbeiterklasse werde sich von
ihren kapitalistischen Herren lossagen und eine kommunistische Revolution
anführen. Statt dessen forderten sie einen umfassenden kulturellen Angriff
auf die jüdisch-christlichen Werte und Institutionen des Westens – einen
Kulturkampf, um das Fundament des Nationalstaats zu zerstören. Während die
scheinbar „linken“ Intellektuellen der Frankfurter Schule ungezwungenen
Umgang mit den führenden Philosophen der Nationalsozialisten pflegten –  wie
zum Beispiel mit Martin Heidegger und Carl Schmitt (Hannah Arendt, die Diva
der Frankfurter Schule, war die Geliebte Martin Heideggers, und das noch zu
einer Zeit, als dieser von den Nazis als ihr Theoretiker gefeiert wurde und
stolz seine Parteimitgliedschaft zur Schau trug), stand nach Hitlers
Machtübernahme ihrem beruflichen Aufstieg der Umstand entgegen, daß die
meisten führenden Mitglieder der Frankfurter Schule Juden waren.

Im Einvernehmen mit der britischen Fabian Society verließ die Frankfurter
Schule Frankfurt, war dann zeitweise im Genfer Hauptsitz der International
Labor Organization (ILO) untergebracht, bevor sie sich ein
Vierteljahrhundert lang in den USA einnistete. Mit Hilfe amerikanischer
Gesinnungsgenossen wie John Dewey und Nicholas Murray Butler von der
Columbia-Universität wurden die Flüchtlinge der Frankfurter Schule auf
Universitäten überall in den USA verteilt. Einige gingen sogar nach
Hollywood, wo sich z.B. Theodor Adorno, der als Pianist aus dem Umkreis des
Atonalisten Arnold Schönberg kam, dem „britischen Kreis“ von
Kulturmanipulatoren anschloß, wozu Aldous Huxley, Christopher Isherwood,
W.H. Auden, Stephen Spender und der postmoderne Komponist Igor Strawinsky
gehörten.

Im Jahr 1944 jedoch heuerte das American Jewish Committee Max Horkheimer an,
um als Leiter einer neuen Forschungsabteilung eine fünfjährige Untersuchung
über die Ursprünge von Vorurteilen durchzuführen. In seinem Abschlußbericht,
Die autoritäre Persönlichkeit, wurden die Amerikaner als unbekehrbar und
autoritätsgläubig abgestempelt, deren Neigung zu wissenschaftlicher
Wahrheitssuche ein sicheres Zeichen für antisemitische Impulse sei.

1949 forderte John J. McCloy, der amerikanische Hochkommissar in
Deutschland, Adorno und Horkheimer auf, nach Deutschland zurückzukehren, um
ihre kulturellen Angriffe auf die Überreste deutschen Nationalgefühls
fortzusetzen. Jahrelang verfügte das Duo über absolute Verfügungsgewalt
darüber, welche „entnazifizierten“ Deutschen innerhalb der amerikanischen
Besatzungszone Posten in Regierung, Medien und Universitäten erhielten.
Unter amerikanischem Besatzungsrecht wurde das Institut für Sozialforschung
unweit seines alten Standorts wiedererrichtet. Horkheimer durfte unter der
mit McCloy ausgehandelten Bedingung in Deutschland bleiben, daß er seine
amerikanische Staatsbürgerschaft behielt.

McCloy personifizierte den radikalen Wandel in der amerikanischen Politik
nach Franklin Roosevelts Tod und dem Amtsantritt Harry Trumans. Roosevelts
Feinde an der Wallstreet kehrten mit aller Macht zurück, und viele der
führenden anglo-amerikanischen Bankiers, die zusammen mit den Londoner Round
Table Hitler an die Macht gebracht und die deutsche Aufrüstung für einen
Krieg gegen Rußland in die Wege geleitet hatten, gelangten nach dem Krieg in
Schlüsselpositionen bei den alliierten Besatzungsmächten. Wie in James
Stewart Martins Augenzeugenbericht, All Honorable Men, gut dokumentiert ist,
gaben Hitler-Unterstützer wie McCloy und General William Draper, Chef der
Wirtschaftsabteilung der US-Besatzungsregierung und vordem Vorsitzender der
Investmentgesellschaft Dillon Reed, in der US-Besatzungszone den Ton an und
stellten sicher, daß ihre eigenen Kriegsverbrechen verschwiegen wurden und
ihre Geschäftspartner aus der Zeit vor und während des Krieges wieder in
Machtpositionen kamen.

In diesem Zusammenhang arbeiteten Adorno, Horkheimer und weitere Personen
der Frankfurter Schule Seite an Seite mit der britischen Oligarchie, wie sie
von Lord Bertrand Russell verkörpert wurde, der in dem auf persönliche
Initiative Winston Churchills gegründeten „Entnazifizierungs-“ und
Umerziehungslager Wilton Park eine zentrale Rolle spielte. Zwischen Januar
1946 und Juni 1948 wurden im Westen Londons 4000 deutsche Kriegsgefangene
durch das Umerziehungsprogramm von Wilton Park geschleust. Zu den
wichtigsten Personen, die die „Umerziehung“ „demokratischer“ deutscher
Führungskräfte leitete, gehörten Lord Bertrand Russell, Lord William
Beveridge, Kanzler der London School of Economics (LSE), der die Umsiedlung
der Frankfurter Schule nach Amerika finanzierte, und Lady Astor, die in den
30er Jahre zum Hitler-freundlichen Cliveden Set gehörte.

Leiter von Wilton Park zu der Zeit war Sir Heinz Köppler, ein nach England
geflüchteter deutscher Jude, der in Oxford ausgebildet wurde und während des
Krieges im Political Intelligence Department des britischen
Außenministeriums arbeitete. Der halboffizielle Geschichtsschreiber des
Kriegsgefangenenprogramms von Wilton Park war Kingsley Martin, ein führendes
Mitglied der britischen Fabian Society und Herausgeber (1930-60) von The New
Statesman. Im April 1946 schrieb Martin ein Werbeheft für Wilton Park, worin
er von der „Universität der Gefangenen“ sprach. „Jeder Gefangene könnte
ausbrechen, wenn er es wollte“, schrieb Martin, „aber niemand tut es oder
wünscht es zu tun. Wilton Park entdeckt das, was der Kern eines neuen,
demokratischen Deutschlands werden könnte.“ Einer der ersten deutschen
Kriegsgefangenen, die in Wilton Park ankamen, war Willi Brundert, der
spätere Bürgermeister von Frankfurt, der öffentlich die Aufmunterung lobte,
„die Heinz Köppler und seine Mitarbeiter uns deutschen Kriegsgefangenen
gaben, indem er Minister der britischen Krone, führende Oppositionspolitiker
und Wirtschaftslenker wie Lord Beveridge zu uns kommen ließ, um mit uns zu
reden und zu diskutieren.“

Die Frankfurter Schule an der Elbe

Die wahren Früchte der „Umerziehungsmaßnahmen“ von Horkheimer, Adorno und
Wilton Park wurden erst später mit dem Aufkommen der „68er Bewegung“
sichtbar, d.h. bei den Nachkommen der traumatisierten deutschen
Kriegsgeneration, die die volle Wucht der anglo-amerikanischen
Psychokriegsführung in der Nachkriegszeit zu spüren bekommen hatten.

Das Beispiel der Zeitschrift Konkret, des heute führenden Organs der
antideutschen Szene, ist höchst aufschlußreich. Konkret wurde 1955 inmitten
der Nachkriegszeit gegründet, als Horkheimer, Adorno und der gesamte Apparat
der Frankfurter Schule vollständig in den Kulturkampf des Kongresses für
Kulturelle Freiheit (CCF) integriert wurden.

Zu Beginn war Konkret das Organ der Freien Deutschen Jugend (FDJ), der
kommunistischen Jugendorganisation; die SED subventionierte bis 1964 jede
Ausgabe von Konkret mit 40.000 Mark. Die Freie Deutsche Jugend war selbst
ein frühes, mit der Frankfurter Schule verbundenes Projekt; Walter Benjamin
war bereits in den 30er Jahren FDJ-Mitglied. Nach Hitlers Machtergreifung
mußte die FDJ Deutschland verlassen und überdauerte den Krieg in
Großbritannien. Ihre Rückkehr nach Deutschland und der Aufbau von
Organisationsstrukturen auch in den britischen, amerikanischen und
französischen Besatzungszonen hätte ohne Zustimmung der Besatzungsmächte
nicht stattfinden können, besonders weil die FDJ-Verbindungen zu den
ostdeutschen Kommunisten allgemein bekannt waren.

Konkret war ein integraler Teil des britisch-amerikanischen CCF-Projektes.
Während der CCF selbst hauptsächlich von der CIA finanziert wurde, lag die
konzeptionelle Kontrolle über den Kulturkampf in britischen Händen. Das
führende Organ des CCF, das Magazin Encounter, erschien in London und stand
unter gemeinsamer redaktioneller Kontrolle von Stephen Spender (britische
Fabian Society) und des jungen Irving Kristol, der später als
intellektueller Gründer der neokonservativen Bewegung in den USA hervortrat.
Bertrand Russell war einer von fünf Ehrenvorsitzenden des Kongresses, was
die Verbindungen des anglo-amerikanischen Projektes mit dem damals
auslaufenden Gehirnwäscheprogramm von Wilton Park unterstreicht.

Die zwei wichtigsten Organe des CCF in Deutschland waren Der Monat unter
redaktioneller Kontrolle des Amerikaners Melvin Lasky und Konkret. Konkret
füllte seine Seiten mit Artikeln führender Autoren der Frankfurter Schule
wie Adorno, Horkheimer und Herbert Marcuse sowie mit Schriften des
französischen Existentialisten Jean-Paul Sartre und Heinrich Bölls. Die
Stiftung der Grünen Partei trägt heute Bölls Namen, was nur die 50jährige
Intimbeziehung zwischen den Besatzungsmächten und der heutigen Generation
der deutschen Politik unterstreicht. Mehr noch, Ralf Fücks,
Antideutschen-Ideologe und Kopf der Heinrich-Böll-Stiftung, wird heute als
Vorstandsmitglied des Berliner Büros des American Jewish Committee geführt,
das während deren Zwischenaufenthaltes in Amerika über die Frankfurter
Schule wachte. In den letzten Jahren haben AJC und Heinrich-Böll-Stiftung
gemeinsame Veranstaltungen ausgerichtet, in denen das krude
Antideutschen-Märchen verbreitet wurde, daß jede Kritik an spekulativem
Kapital antisemitisch sei.

Konkret-Herausgeber Klaus Rainer Röhl und seine spätere Frau Ulrike Meinhof
waren Anfang der 50er Jahre in der von Bertrand Russell geführten „Ban the
Bomb“-Bewegung aktiv – von wo sie zweifellos in das anglo-amerikanische
CCF-Programm rekrutiert wurden. 1968 verließ Meinhof Röhl und siedelte von
Hamburg nach Berlin über, wo sie mithalf, die Flucht Andreas Baaders aus
einem deutschen Gefängnis zu inszenieren und anschließend die Rote Armee
Fraktion zu gründen.

1973 ging Konkret bankrott, und Röhl verkaufte das Blatt an Hermann L.
Gremliza, der für den Spiegel schrieb. Die Frage, woher Gremliza das Geld
nahm, um Konkret wieder herauszubringen, bleibt bis heute ein Rätsel, aber
unter Gremliza erholte sich das Magazin und wurde zu einem der führenden
Organe der von der Frankfurter Schule dominierten Neuen Linken.

Nach seinem spektakulären Austritt aus der SPD 1989 half Gremliza bei der
Entstehung der Antideutschen – als Protest darüber, daß
SPD-Bundestagsmitglieder zusammen mit konservativen Abgeordneten die
deutsche Nationalhymne sangen, als die Berliner Mauer fiel. Im Jahr 2000,
als der damalige israelische Premierminister Ariel Scharon an der Seite von
1.000 israelischen Polizisten und Soldaten auf den Tempelberg, eines der
größten islamischen Heiligtümer, stieg und damit die zweite Intifada
provozierte, unterstützte Gremliza diese Aktion in einem namentlich
unterzeichneten Artikel mit dem Titel „Israel: das letzte Opfer der neuen
Weltordnung“. Scharons Provokation bezeichnete er als „harmlosen
Touristenbesuch“ und lancierte eine höhnische Attacke auf den Islam und die
Sache der Gerechtigkeit für die Palästinenser: „Besonderheit beispielsweise
des Islam ist, daß jeder junge Gläubige, zur Keuschheit verpflichtet, als
Belohnung für ein Attentat, bei dem er sich zusammen mit einer großen Zahl
von Juden in die Luft sprengt, die Chance im Paradies hat, mit einem Dutzend
Jungfrauen zu schlafen.“ Ein Begleitartikel von Horst Pankow verurteilte die
Kritik an Scharons Tempelbergprovokation in den deutschen Medien als eine
„antijüdische Denunziationsallianz“.

Hamburg, im Herzen der britischen Besatzungszone, war immer ein Dreh- und
Angelpunkt deutschfeindlicher Umtriebe Londons. Hier gründete 1984 auch der
Erbe des Reemtsma-Tabakkonzerns, Jan Philipp Reemtsma, das Hamburger
Institut für Sozialforschung (HIS), auch als die „Frankfurter Schule an der
Elbe“ bekannt.

Ironischerweise war Reemtsma schon während des Dritten Reiches eine der
größten Zigarettenfabriken Deutschlands. Philipp F. Reemtsma wurde von
Hermann Göring in eine Reihe von Industriekommissionen berufen und zahlte
nach Kriegsende mehr als 10 Millionen Dollar an Reparationen, obwohl er nie
als Kriegsverbrecher angeklagt worden ist. Mitte der 50er war die Familie
wieder im Vollbesitz ihres Vermögens. 1982, nach dem Tode Philipp F.
Reemtsmas, überzeugte Jan Philipp seine Mutter, den Betrieb zu verkaufen (er
wurde letztlich von British Imperial Tobacco übernommen) und erlangte damit
ein enormes Vermögen, mit dem heute der Hamburger Kulturkampf finanziert
wird.

Das dem Frankfurter Institut für Sozialforschung nachempfundene HIS kaufte
das gesamte Archiv der Schriften Theodor Adornos und unterstützt seither die
Aktivitäten der Frankfurter Schule. 1996 veranstaltete das HIS eine
Wanderausstellung mit dem Titel „Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht
1941 bis 1944″, mit der eine Kampagne gestartet wurde, der Wehrmacht die
Verbrechen der Waffen-SS zuzuschreiben. Die Ausstellung war exakt in dem
Moment in zahlreichen deutschen Städten zu sehen, als Goldhagens Buch
Hitlers willige Vollstrecker erschien. Andrei Markovits war 1999 als
Gastredner eingeladen, als die Ausstellung in Saarbrücken eröffnet wurde.
Die Ausstellung wurde jedoch bald darauf abgebrochen, als herauskam, daß
wichtiges historisches Bildmaterial verfälscht worden war. Nach einer
Überprüfung durch eine Arbeitsgruppe von 16 Historikern wurde die
Ausstellung gründlich überarbeitet. Im November 2001 wiedereröffnet, trug
sie dann einer umfassenden Darstellung Rechnung, statt auf Sensationsgier zu
setzen.

Der Verlag des HIS, Hamburger Edition, veröffentlichte die deutsche Ausgabe
von Markovits‘ Buch Im Abseits. Fußball in der amerikanischen Sportkultur
von 2002. Konkret-Herausgeber Herman Gremliza veröffentlichte Markovits‘
Buch Amerika, dich haßt sich’s besser. Antiamerikanismus und Antisemitismus
in Europa über den Konkret Literatur Verlag.

Noch bezeichnender ist die Tatsache, daß ein drittes Hamburger Verlagshaus,
der Rotbuch-Verlag, ein Teil der Europäischen Verlagsanstalt (EVA), ein
weiteres von Markovits‘ antideutschen Propagandatraktaten veröffentlichte:
Grün schlägt rot. Die deutsche Linke nach 1945.

Die EVA wurde am 14. November 1946 mit einer Lizenz der britischen
Besatzungsregierung in Hamburg begründet, um Schriften über die
„Judenfrage“, Antifaschismus und Totalitarismus zu veröffentlichen. Bei EVA
fanden deutsche Sozialdemokraten Arbeit, die während des Krieges in London
im Exil waren und dort eng mit der britischen Fabian Society
zusammengearbeitet hatten.

Die EVA machte sich mit der Herausgabe von Arbeiten der Frankfurter Schule
und besonders Hannah Ahrendts einen Namen. 1978 wurde sie von dem
linksradikalen Rechtsanwalt Kurt Grönewold und seiner Frau Sabine
übernommen, die bis heute die Direktoren des Hauses sind. Kurt Grönewold
hatte zusammen mit Klaus Croissant und Hans Christian Ströbele
Baader-Meinhof-Terroristen verteidigt und geriet in den Verdacht, RAF-Leuten
bei einer Reihe spektakulärer Aktionen Beihilfe geleistet zu haben – etwa
bei der Entführung einer Lufthansa-Maschine, die dann von der GSG 9 in einer
dramatischen Rettungsaktion in Mogadischu, Uganda, befreit wurde. Grönewold
wurde 1977, kurz bevor er die EVA übernahm, von einem deutschen Gericht
wegen „Unterstützung einer kriminellen Vereinigung “ zu einer Haftstrafe von
zwei Jahren auf Bewährung verurteilt.

Unlängst veröffentlichte Grönewolds EVA ein Buch von Bettina Röhl, der
Tochter des früheren Konkret-Verlegers Klaus Rainer Röhl und seiner
damaligen Frau Ulrike Meinhof. In einem höchst aufschlußreichen Kapitel mit
dem Titel „CIA Meets KGB“ dokumentierte Frau Röhl die engen Beziehungen
zwischen ihrer Mutter und Hexi Hegewisch, der Tochter eines Hamburger
Reedereimagnaten, die eine führende Figur im linken Kulturemilieu,
Liebhaberin und schließlich Ehefrau des führenden CCF-Mannes Melvin Lasky
war.

Quelle

http://www.solidaritaet.com/neuesol/index.htm

2 Gedanken zu „Die Ursprünge der „Antideutschen“

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