Drei Friedensnobelpreisträger protestieren gegen Preisvergabe an EU

5.12.2012. Der südafrikanische Erzbischof Desmond Tutu (Friedensnobelpreis 1984), die nordirische Preisträgerin von 1976, Mairead Maguire, und der 1980 ausgezeichnete argentinische Menschenrechtsaktivist Adolfo Peréz Esquivel haben die Verleihung des Friedensnobelpreises an die Europäische Union (EU) in einem gemeinsamen Schreiben kritisiert und die Nobel-Stiftung aufgefordert, das Preisgeld von acht Mio. Kronen nicht an die EU auszuzahlen. „Die EU strebt nicht nach der Verwirklichung von Nobels globaler Friedensordnung ohne Militär“ und sei „eindeutig kein Vorkämpfer für den Frieden“, wie es Alfred Nobel in seinem Testament gefordert hatte, heißt es in dem Brief. (Kay Hanisch)