Dresden steht auf – mittlerweile 4000 demonstrieren diesmal gegen Islamisierung

Dresden, 17.11.2014 // Facebookseite von PEGIDA

Über 4000 Demonstranten gegen Islamisierung: Dresden entwickelt sich zum Zentrum des Bürgerprotestes

Es war die fünfte Montagsdemonstration in Folge, und jede war größer als die vorhergehende: In Dresden zogen gestern über 4.000 Menschen durch die Innenstadt und folgten damit einem Aufruf von PEGIDA (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes). In der Vorwoche waren es 1.500 gewesen, im Oktober noch unter 1.000.

Der Protest verläuft immer diszipliniert und ruhig: Eine politisch gemäßigte Auftaktrede, dann ein Marsch in völliger Ruhe durch die Innenstadt, und am Schluss aus vielen tausend Kehlen der Ruf “Wir sind das Volk”, immer wieder. Es gibt keine Transparente, vereinzelt Deutschland-Fahnen, keine rechtsradikalen Parolen. Die Veranstalter sind überparteilich und nicht als Radikalinskis bekannt, legen Wert auf die Abgrenzung zur NPD und ähnlichen Gruppierungen. Das Grundprofil ist nicht anti-Islam, sondern gegen den radikalen Islamismus; Bezugspunkt ist eine regulierte Einwanderungspolitik nach kanadischem Vorbild. Visuell und habituell ist dieser Protest dem 1989er Aufbruch bisher am nächsten, näher als die friedensbewegten Montagsdemonstrationen im Frühjahr/Frühsommer, näher auch als die Demos von HoGeSa. (Hier ist der Bericht der Bild-Lokalausgabe Dresden. )

Die Koalition der Gutmenschen findet kein Rezept gegen PEGIDA. Obwohl gestern alle Stadtratsparteien (inklusive der AfD) zu einer Gegenaktion aufriefen, beteiligten sich nur 650 Menschen daran. Die Polizei verhinderte Störversuche der Antifa.

Die Kräfteverhältnisse in der Elbestadt sind damit eindeutig: Die gesellschaftliche Mitte und große Teile des Bürgertums stehen hinter dem Protest! Bemerkenswert ist auch, dass zeitgleich am Montag in drei weiteren Dresdner Stadtteilen Bürgerproteste mit mehreren hundert Teilnehmern stattfanden, anlässlich von Bezirksratsversammlungen über die Asylpolitik bzw. neue Asylbewerberheime.

Die überregionale Presse verschweigt diese Entwicklung aus Angst, dass der Funke auf andere Großstädte, besonders im Osten, überspringen könnte. Die Angst ist berechtigt: Die Probleme mit der unverantwortlichen Asylpolitik sind überall dieselben. Die Sachsen haben die Nase im Wind und trauen sich was – wie vor 25 Jahren.

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