Ehrenamt hält fit!

Publiziert am 18 Oktober, 2013 von Silke Bauerfeind

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Etwas mehr als ein Drittel aller Bundesbürger engagiert sich in seiner Freizeit ehrenamtlich. Eine der aktivsten Gruppen sind mit circa 35 Prozent junge Menschen zwischen 14 und 24 Jahren, dicht gefolgt von der Seniorengruppe ab 65 Jahren mit 33 Prozent. Selbst in der Altersgruppe ab 75 Jahren engagiert sich noch jeder fünfte.

Je nach Zeitkontingent und persönlichem Interesse sind den Gestaltungsmöglichkeiten und dem Einsatzgebiet kaum Grenzen gesetzt. So reicht der Einsatz von Babysitterdiensten, Kinder- und Jugendarbeit, Unterstützung behinderter Menschen, integrativen und inklusiven Projekten, Natur- und Tierschutz, Engagement in Sport- und Musikvereinen bis hin zur Telefonseelsorge, Einkaufservice und vielem mehr.
Auch die Motive sind vielfältig: Menschen engagieren sich zum Beispiel aus einem Gemeinschaftsgefühl, ideellem oder religiösem Antrieb heraus, aus der Überzeugung, Erfahrungen und Kompetenzen weitergeben zu können, oder um konkret praktische Hilfe in gemeinnützigen Vereinen und Organisationen zu leisten. Dabei entsteht als wertvoller Nebeneffekt ein Generationen übergreifendes Miteinander, das ermöglicht, Vorurteile ab- und Verständnis füreinander aufzubauen.

Und obendrein haben amerikanische und kanadische Forscher festgestellt, dass ehrenamtliches Engagement die Gesundheit und das Wohlbefinden fördern. In verschiedenen Studien schnitten die aktiven Testgruppen zum Beispiel bei Cholesterin-  und Entzündungs-, sowie Blutdruckwerten deutlich besser ab. Demnach hätten sie ein viel geringeres Risiko, Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu bekommen. Warum das so ist, mag an einem gewissen Maß an zusätzlicher körperlicher Bewegung, geistiger Beweglichkeit und aktiver Lebensgestaltung liegen. Außerdem rauben ehrenamtliche Aktivitäten gewöhnlich nicht Kraft für den normalen Alltag,  sondern tragen – im Gegenteil! – insgesamt zu größerer Aktivität und Ausdauer bei. Eigenes Wohlbefinden fördern auch das Gefühl von Sinnstiftung, Freude, Glück, Selbstverwirklichung und die Gewissheit, dass der Einsatz für andere gesellschaftliche und persönliche Anerkennung findet – wenn auch oft eher stillschweigend und in kleinen Gesten, die dafür umso wertvoller sind.

Wer sich spätestens jetzt unbedingt engagieren möchte, aber noch nicht so genau weiß, wie und wann und wo überhaupt, kann sich zum Beispiel an den Bundesfreiwilligendienst wenden, der den Zivildienst quasi abgelöst hat. Informationen dazu gibt es hier: bundesfreiwilligendienst.de.
Meistens existieren direkt innerhalb der eigenen Gemeinde Einsatzmöglichkeiten – einfach mal nachfragen bei Vereinen und Verbänden!

Viel Freude und noch etliche gesunde Jahre!

 

Quellen: n-tv.deepochtimes.degute-nachrichten.com.de