Entfesselte Egomanen

Entfesselte Egomanen

Geschrieben am 13. Juni 2013

In einer unheiligen Allianz haben 68er und Turbokapitalisten den übersteigerten Individualismus zum Leitbild der Gesellschaft gemacht. Der Mensch wird dadurch nicht freier, sondern einsamer.

Von Jürgen Elsässer

Im Fernsehen, im Kino, in den Zeitungen wird seit einigen Jahren im fröhlichen Gleichklang dieselbe Melodie intoniert: Individualismus ist die höchste Tugend und jede Form von Kollektivität steht unter Faschismusverdacht. Familie gilt als die Brutstätte von Neurosen, Psychosen und autoritären Charakteren; Religion und Kirche sind Synonyme für Abtreibungsverbot und Fundamentalismus; Vereine haben meist einen Stammtisch und sind auch sonst mega-out; Gewerkschaften wollen alle in Tarifverträge zwingen. Der wirklich freie Mensch, so die Botschaft, ist hip, wechselt ständig sein Aktiendepot, seinen Lebensabschnittspartner und seine sexuelle Orientierung.

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