EU winkt Staatshilfen für Peugeot durch

Die Bürgschaften der französischen Regierung für den PSA-Konzern in Höhe von 7 Milliarden Euro werden nachträglich von der EU genehmigt. Die deutschen Autobauer werden dadurch benachteiligt.

Barroso und van Rompuy wissen, wie man Merkel etwas ärgern kann - man stützt einfach mal die französische Autoindustrie (Foto: Consilium).

Barroso und Van Rompuy wissen, wie man Merkel etwas ärgern kann – man stützt einfach mal die französische Autoindustrie (Foto: Consilium).

Der zweitgrößte europäische Autobauer PSA Peugeot Citroen wird von der Politik weiter künstlich am Leben erhalten. Dies geht letztlich zu Lasten der deutschen Autobauer. Denn die notwendige Marktbereinigung in der Automobilindustrie wird weiter verhindert.

Die EU werde die Hilfen der französischen Regierung für die Banksparte von PSA genehmigen, zitiert format.at drei Personen, die mit den Vorgängen vertraut sind. Damit bekäme Frankreich die Erlaubnis, für Peugeot-Anleihen im Umfang von 7 Milliarden Euro zu bürgen. Die Entscheidung der EU solle bekanntgegeben werden, noch bevor das Unternehmen Ende Juli seine Halbjahreszahlen veröffentlicht.

Die Verhandlungen auf EU-Ebene konzentrierten sich mehr auf den Sanierungsplan von Peugeot, der auch die Schließung eines französischen Werks und die Streichung von 11.200 Stellen umfasse, sagte einer der Insider. Der Umfang der Hilfen sei kaum thematisiert worden.

Veröffentlicht: 25.07.13, 23:24 Zum Weiterlesen: