Ex-SPD-Abgeordnete kassierten Schmiergelder in Millionenhöhe von Rüstungskonzern

Kampfpanzer vom Typ Leopard 2Kampfpanzer vom Typ Leopard 2 – 19. Mai 2014Berlin (Fars News/Zeit/Irib)

Zwei ehemalige SPD-Abgeordnete sollen bei einem Panzerdeal mit Griechenland Schmiergelder in Höhe von mehr als fünf Millionen Euro erhalten haben.

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtete, sind an zwei ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete vom Rüstungskonzern Krauss-Maffei Wegmann (KMW) Honorare in Höhe von mehr als fünf Millionen Euro geflossen sein. Es besteht der Verdacht, dass es sich dabei um Schmiergeldzahlungen im Zusammenhang mit Geschäften des Münchner Rüstungskonzerns in Griechenland gehandelt haben könnte. Das Blatt beruft sich dabei auf Ergebnisse einer internen Untersuchung zu zwei Panzergeschäften, die KMW selbst in Auftrag gegeben haben soll. Das Geld soll demnach heimlich von 2000 bis 2005 an die Beratungsgesellschaft der beiden früheren SPD-Bundestagsabgeordneten Dagmar Luuk und Heinz-Alfred Steiner gezahlt worden sein. KMW hatte dem Bericht zufolge im vergangenen Jahrzehnt für fast zwei Milliarden Euro Leopard-2-Panzer und Panzerhaubitzen nach Griechenland verkauft. Die Anbahnung und der Abschluss der Panzer-Deals fallen demnach vor allem in jene Jahre, in denen laut der Untersuchung die Ex-Abgeordneten Luuk und Steiner über eine Firma namens BfS das Millionen-Honorar von KMW bekommen hätten.