Für bessere Zusammenarbeit: Wiesbaden erhält Abhörzentrum für die NSA

Der US-Geheimdienst will in Wiesbaden ein neues Abhörzentrum errichten, sagte der Präsident des BND. Damit kann der NSA seine Arbeit noch effizienter machen. Indes bestätigte die Bundesregierung nämlich, dass es noch ein zweites Prism-Programm für ein NATO-Programm gibt. Gewusst habe man davon jedoch nichts.

Deutschland und die USA verbindet der Bundesregierung eine lange Tradition der Zusammenarbeit. Da liegt der Bau eines neuen NSA-Abhörzentrums nahe (Foto: Flickr/cliff1066™)

Deutschland und die USA verbindet der Bundesregierung eine lange Tradition der Zusammenarbeit. Da liegt der Bau eines neuen NSA-Abhörzentrums nahe (Foto: Flickr/cliff1066™)

Am Mittwoch befasste sich der Innenausschuss des Bundestages erneut mit dem Thema NSA  und Prism. Dort sagte Präsident des Bundesnachrichtendienstes, Gerhard Schindler, dass die NSA tatsächlich in Wiesbaden ein neues Abhörzentrum errichtet.

Schindler soll sowohl die Präsenz der NSA als auch die Ausbaupläne für das neue Abhörzentrum in Wiesbaden bestätigt haben, berichtet die Mitteldeutsche Zeitung unter Berufung auf Ausschuss-Mitglieder.

Damit können „unsere amerikanischen Freunde“ noch besser arbeiten und vielleicht erleichtert dies auch die Kommunikation mit der Bundesregierung. Angesichts der Aussagen Merkels und Friedrichs in den vergangenen Wochen ist es gut möglich, dass diese von dem neuen Abhörzentrum noch nichts wussten. So, wie scheinbar auch bezüglich der Einspeisung von Informationen in das Prism-Programm durch die Bundeswehr.

Veröffentlicht: 18.07.13, 10:35 Zum Weiterlesen: