Gustl Mollath – ein sonderbarer Fall oder doch ein Musterbeispiel?

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Irgendetwas ist skurril am Fall Gustl Mollath, finden Sie nicht auch? Die weitgreifenden öffentlichen Debatten und insbesondere die unterschwelligen Botschaften, die den Eindruck erwecken, es gäbe eindeutige Kriterien, anhand denen zwischen vermeintlich Gesunden und ,,psychisch Kranken” zu unterscheiden wäre.

Ja, Gustl Mollath sei möglicherweise einer von diesen seltenen Fällen, bei denen ein ,,Normaler” zu Unrecht in die Maschinerie des psychiatrischen Zwangsapparates gelangte und nun aufgrund eines Systemfehlers hinter Schloss und Riegel sitzt. Doch nein, Gustl Mollath ist kein Einzelfall, sondern das typische Schema einer psychiatrischen Einweisung:

Eine Person, die von Außenstehenden als nicht glaubwürdig eingestuft wurde, einer von  Unzähligen als ,,unzurechnungsfähig” abgestempelten Menschen, der für seine Rechte kämpft und dabei das Glück hatte, dass sich seine Erlebnisse belegbar und für die Mehrheit der Menschen plausibel erklären lassen. Was ansonsten um Menschen herum passiert, die etwas Ähnliches erleben und nicht beweisen können, weil sie 1. sowieso niemand unvoreingenommen anhört und 2., weil sich manche Dinge im Leben einfach nicht

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