Gut gelobt ist halb kritisiert oder warum Wertschätzung und Lob sich gegenseitig ausschließen

sklaven2Veröffentlicht am März 1, 2014 von

Das Lob will sagen: »Du bist richtig. Wenn du dich so verhältst, dann bekommst du meine Anerkennung dafür.« Im selben Atemzug teilt es zwischen den Zeilen jedoch auch mit: »Wenn Du nicht so wärst, wärst Du falsch und dann entziehe ich dir meine Anerkennung wieder.«
Tadel: extrinsisches Antreiben mittels Angst/Gewalt

Kritik = Lob + Tadel

Die beiden Pole der Kritik sind Lob und Tadel.

Die Botschaft des Tadels lautet: »Du bist falsch. Ich möchte, dass du dich/dein Verhalten änderst, sonst … [Drohung Ihrer Wahl]«

Das Lob will sagen: »Du bist richtig. Wenn du dich so verhältst, dann bekommst du meine Anerkennung dafür.« Im selben Atemzug teilt es zwischen den Zeilen jedoch auch mit: »Wenn Du nicht so wärst, wärst Du falsch und dann entziehe ich dir meine Anerkennung wieder.«

Nun haben Sie vielleicht einmal in einem Kommunikationsseminar von »konstruktiver Kritik« gehört. Die sei doch in Ordnung, sagen Sie? Dieser Euphemismus löst bei mir spontane Sphinkterkontraktionen aus, als hätte man mir ein Glas Essig zu trinken angeboten. Denn egal, wie nett man sie verpackt, Kritik ist immer manipulativer Natur. Lob und Tadel mögen bei der Hundeerziehung ganz gut funktionieren, doch wer sie auf Menschen anwendet, zahlt einen Preis dafür.

Kritisieren Sie Ihre/n Partner/in, bezahlen Sie mit Distanz. Kritik kann niemals Nähe erzeugen.

Kritisieren Sie Ihre Untergebenen, zahlen Sie dafür mit dem Verlust des Engagements Ihrer Mitarbeiter. Das Beste, was Sie erwarten können, ist eine Horde gut dressierter Affen.

Fundstelle über : http://faszinationmensch.com