Heimliche Bodenreform: Spekulanten kaufen im großen Stil deutsches Ackerland

Die Boden-Preise sind in den vergangenen Jahren in vielen Regionen Deutschlands regelrecht explodiert. Investoren sehen die Flächen als gewinnbringende Anlage. Kleinbauern können sich den Kauf oder die Pacht hingegen nicht mehr leisten.

Landbesitz unterliegt auch in Deutschland einer immer stärkeren Konzentration. (Foto: Flickr/thskyt)

Landbesitz unterliegt auch in Deutschland einer immer stärkeren Konzentration. (Foto: Flickr/thskyt)

In Deutschland werden Bauern als Grundeigentümer zusehends von institutionellen Investoren verdrängt. In einigen Regionen wurden bereits bis zu 30 Prozent der verfügbaren landwirtschaftlichen Flächen von diesen Kapitalgebern übernommen.

Das geht aus einer aktuellen Studie der Kleinbauernbewegung La Via Campesina und des Netzwerks „Hands-off the Land“ hervor. Anhand von elf europäischen Ländern schildern die Autoren darin, wie die traditionelle Landwirtschaft durch die Konzentration des Landbesitzes und die Investitionstätigkeit von Spekulanten bedroht wird. Die Landkonzentration sei heute auch in Europa mit den Dimensionen in Brasilien, Kolumbien oder den Philippinen vergleichbar.

Veröffentlicht: 21.07.13, 23:51 Zum Weiterlesen:

2 Gedanken zu „Heimliche Bodenreform: Spekulanten kaufen im großen Stil deutsches Ackerland

  1. Pingback: Heimliche Bodenreform: Spekulanten kaufen im großen Stil deutsches Ackerland | Der Honigmann sagt...

  2. Wie kann das angehen, dass deutsche Politiker seit Genehmigung der Biogasanlagen in Deutschland immer noch keine Quotierung der Flächen vorgenommen hat? Wozu brauchen wir
    dann eigentlich noch Politiker?

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