Hurra, der Euro ist gerettet

(Satire aus) Der erste Monat des Jahres 2012 ist vorüber, die Lage scheinbar unverändert. Unsere Regierung rettet die Welt, während das eigene Volk in der Wahrnehmung hinter allem zurücksteht. Beispiel: Bloß keine Steuern senken, bloß keinen Mindestlohn – aber Geld für alle möglichen Multikulti – Gutmenschaktionen und natürlich den Euro. Letzterer ist alternativlos. Hängt an diesem doch Wohl und Wehe Europas und das der ganzen Welt, besser: der ganzen Bankenwelt. Dass der Kahn trotzaller Bemühungen am Absaufen ist, beweisen die Statistiken ausgerechnet der Banken, die es beim Crash als erste aus dem Weg kegeln wird.
Nachfolgend eine Aufstellung der Societe Generale, die wegen wirtschaftlicher Schräglage schon mal die Zeitungen füllte.

Schuldenbilanz 2012

auslaufende Schulden Neuverschuldung neuer Kreditbedarf
Italien 342 39 381
Spanien 172 58 230
Irland 9 14 22
Portugal 31 8 39
Griechenland 21 15 36
Deutschland 247 29 274
Frankreich 332 94 425
Niederlande 82 17 100
Belgien 74 13 86
Finnland 18 -1 17
Kern-Eu 1.328 286 1.611
EURO-Peripherie 547 133 707
Gesamt 1.875 419 2.318

Das heißt im Klartext, Europa braucht 419 Milliarden neues Geld zusätzlich als geplant – und das bei rückläufigen Wachstumsraten der Wirtschaft. Für zusätzliche 419.000.000.000.000 € Milliarden werden wieder Zinsen und Zinseszinsen fällig. So eine „Wasser zu Wein Vermehrung“ schafft nur eine schneller getaktete Druckmaschine. Rein ökonomisch betrachtet ist das der Weg in die Hochinflation. Immer mehr Eurozettel für immer weniger Waren – und natürlich Zins und Zinseszins …
Griechenland kann sich daher beruhigt nach hinten lehnen, man wird immer wieder neu gedrucktes Geld nach Athen karren. Die Spardiskussion führt mittlerweile zu einer zunehmend antideutschen Einstellung der griechischen Bürger. Die dortige Presse hat den wahren Feind Griechenlands ausgemacht – Deutschland. Man paradiert in SA und SS Uniformen, verbrennt deutsche Fahnen und schwenkt Hakenkreuzfahnen. Die Bilder werden in der Systempresse verniedlichend
heruntergespielt, die Wirklichkeit kann man nur übers Internet erfahren. Da ist unsere Systempresse erstaunlich freimütig.
Mich wundert, wie der deutsche Michel diese Demütigungen und Verleumdungen der Griechen so hinnimmt. Es ist unglaublich, wie unverschämt in der Öffentlichkeit über die Hilfszahlungen geschmäht wird. Natürlich gehen die meisten Euro wieder an die Geberländer zurück – als Zinsen für die geliehenen Gelder. Nur geht das Geld nicht nach Deutschland und Co., sondern an die Bank of England, JP Morgen, Societe Generale und andere. Das müssten die Griechen begreifen, genauso wie die Deutschen – damit sie endlich begreifen für wen sie zahlen, bzw. bürgen.