In der EU wächst die Sorge vor der Rückkehr von Syrien-Kämpfern

25. Jan. 2014Athen (AFP/IRIB)

Angesichts von mehr als 2000 Syrien-Kämpfern aus Europa wächst in der EU die Sorge vor der Rückkehr radikalisierter Extremisten.

„Wir wollen vor allem nicht, dass sie zurückkommen und dann hier kampferprobt Anschläge begehen“, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière am Freitag in Athen.

Der EU-Anti-Terrorbeauftragte Gilles de Kerchove warnte, dass bereits nur wenige Entschlossene eine große Bedrohung darstellten. De Kerchove beziffert die Zahl der Bürger der EU-Staaten, die in den syrischen Krieg ziehen, auf derzeit mehr als 2000.

Allein aus Deutschland waren es vergangenes Jahr rund 270 meist junge Männer, wie de Maizière sagte, der gestern in Athen mit seinen EU-Kollegen über das Problem beriet. Auch Frankreich, Belgien und Großbritannien melden jeweils mehrere hundert Extremisten.

De Maizière zufolge ist die Zahl der Menschen aus Europa, die in das über die Türkei zu erreichende Syrien reisen, weitaus höher als die der Extremisten, die sich in Terrorcamps in Afghanistan oder Pakistan ausbilden lassen wollen.