Innenminister Friedrich: Besonders der Osten benötige ausländische Fachkräfte

„Mich treibt schon um, dass in einigen Landstrichen Ostdeutschlands Neonazis auftrumpfen und zivilgesellschaftliches Leben bewusst für ihre Zwecke unterwandern“, sagte Friedrich dem „Tagesspiegel“. „Das dürfen wir nicht zulassen“, forderte er.

Friedrich verwies auch darauf, dass Ausländerfeindlichkeit ein Hindernis auf dem Weg zur ökonomischen Weiterentwicklung sei. „Allen muss klar sein, dass wir uns als exportorientiertes Land Ausländerfeindlichkeit überhaupt nicht leisten können“, sagte der Minister. „Wenn wir unsere Waren überall in der Welt verkaufen wollen, müssen wir uns auch gegenüber an unserem Land interessierten Menschen offen zeigen.“ Gerade in Ostdeutschland mache sich der demografische Wandel besonders bemerkbar und da würden ausländische Fachkräfte benötigt. „In Südeuropa, zum Beispiel Spanien gibt es viele junge Menschen, die dort keine Arbeit finden. In Deutschland aber brauchen wir mehr motivierte junge Leute. Je mehr in die neuen Länder kommen, um dort zu studieren und zu arbeiten, umso mehr Firmen siedeln sich dort an, die ihre Fachkräfte gleich von den Universitäten holen“, so Friedrich weiter.

Herr Friedrich ihresgleichen hat den Osten, aber auch den Rest Europas, durch entsprechende Politik, wirtschaftlich ausbluten lassen, so dass beispielsweise junge Menschen den Osten des Landes verlassen mussten und müssen, um überhaupt noch Arbeit zu finden. Die, die das nicht tun oder getan haben, beschimpfen Sie noch als unmotiviert. Jetzt wollen Sie die europäische Arbeitslosigkeit auf Ostdeutschland verteilen und dadurch Fremdenfeindlichkeit und kommunale Handlungsunfähigkeit beschleunigen. Herr Friedrich tun Sie uns doch bitte den Gefallen und gehen mal nachts, im tiefsten Osten, ohne Geleitschutz  auf die Straße – ich bin mir sicher, jeder Ausländer kommt weiter – ohne Sie, dann sowieso. (Norman Knuth)