inzinierte Demokratiebewegung zerlegt sich selber

zwei Vorstandsmitglieder der Piraten-Partei treten zurück

Nach den ständigen Querelen, Peinlich- und Unzulänglichkeiten ist nicht nur die Wählergunst der, zuerst noch als Protestbewegung wahrgenommenen, Piraten-Partei stetig rückläufig. Nun lichten sich auch die Vorstandsreihen.

Quelle: AFP „Ich halte es inzwischen schlicht nicht mehr aus“, erklärte Schrade in seinem Blog. „Ich habe lange mit mir gekämpft und versucht, diesen Schritt zu vermeiden.“ Er erhob schwere Vorwürfe gegen den politischen Geschäftsführer Johannes Ponader. Dieser sei „absolut nicht teamfähig“ und behindere durch „Alleingänge“ die Vorstandsarbeit. „Ich würde mir wünschen, dass Johannes seine Konsequenzen aus der regelmäßig von allen Kollegen vorgebrachten Kritik zieht“, fügte Schrade hinzu. Auch Julia Schramm kündigte an, ihren Vorstandsposten sofort niederzulegen und sich nach dem Parteitag ganz aus der Parteiarbeit zurückzuziehen. Schramm steht in der Kritik, weil sie ihr Buch mit dem Titel „Klick mich“ nicht frei verfügbar ins Netz stellte. Ihr Verlag hatte mit Schramms Zustimmung eine kostenlose Kopie des Buches im Internet sperren lassen. Für Kritiker war das ein Widerspruch zum Programm der Partei, da sich die Piraten für ein Recht auf kostenlose Kopien von Musik und Büchern einsetzen.

Die Piraten-Partei hat mit Bernd Schlömer, Regierungsdirektor der Bundeswehr, mittlerweile einen offenkundig systemimmanenten Bundesvorsitzenden, der sich wie zum Beweis auch schon mit dem obersten Bilderberger Henry Kissinger im Axel-Springer-Haus traf und wurde damals unter anderen von einem Aaron König, welcher später auch die ebenfalls nicht-alternative und Israel-getreue Partei die Freiheit mit ins Leben rief, mitbegründet. Auch dieser gehört er mittlerweile nicht mehr an. Auftrag erfüllt! (Norman Knuth)