Jederzeit frische Blätter vom eigenen Moringabaum ernten

moringa_baum 2Allgemeines:

Moringa oleifera wächst am besten unter voller Sonne unter 500 Meter über dem
Meeresspiegel. Er verträgt die unterschiedlichsten Bodenbeschaffenheiten, am liebsten
einen neutralen bis leicht sauren (PH 6,3 – 7,0) und gut drainierten, sandigen oder
lehmigen Boden. Die minimale jährliche Niederschlagsmenge sollte bei 250 mm liegen
und 3 000 mm nicht überschreiten. Nasse Böden und Staunässe fördert die Wurzelfäule
und der Baum stirbt ab. In Gebieten mit starken Regen pflanzt man ihn auf kleine
vorbereitete Hügel, damit das Wasser schnell abtrocknen kann. Durch seine lange
Pfahlwurzel übersteht er längere Dürreperioden. Am wohlsten fühlt er sich zwischen
25 – 35 Grad Celsius, wobei er bis zu 48 Grad im Schatten überlebt und bei minimal 10
Grad überwintert werden kann. Die Samen haben keine Vegetationsruhe und können
ganzjährig gepflanzt werden. Je nach Region blühen und tragen Moringa-Bäume Samen
das ganze Jahr über. Im ersten Jahr wächst er ca. 5 Meter, kann bereits blühen und
Samen tragen. Wenn der Moringa-Baum nicht geschnitten wird, erreicht er sehr schnell
eine Höhe von 12 Metern und einen Stammdurchmesser von
30 cm. Deshalb sollte er immer wieder auf einen Meter zurück geschnitten werden. Nach
dem Schnitt erholt sich der Baum sehr schnell. Der Schnitt fördert auch einen buschigen
Wachstum und höhere Erträge, man kann somit auch leichter ernten. In den ersten
3 Jahren trägt der Baum jährlich ca. 400 – 600 Samen, von einem ausgewachsenen
Baum kann man bis zu 3 000 bis 5 000 Samen ernten. Da der Moringa vollkommen
anspruchslos wächst (Luftstickstoffsammler), ist die Zugabe von Dünger normalerweise
nicht notwendig. Etwas Gülle oder Kompost um den Baum herum (dazu dient ein Graben
von 15 cm tiefe 10 cm Durchmesser) kann den Ertrag steigern. Die Anwendung von
Stallmist (7,5 kg) und Ammoniumsulfat (0,37 kg) kann den Ertrag ums 3-fache steigern.

Ernte:

Die Hülsen für den Verzehr sollten, wenn die Schoten noch jung sind, geerntet werden. (ca.
1 cm Durchmesser). Für Saatgut oder für Samen zur Ölgewinnung verwendet man die
älteren Schoten, die bereits am Baum trocken und braun geworden sind. Manchmal ist es
notwendig vor der Ernte die Zweige zu stützen, damit sie durch die vielen Schoten nicht
abbrechen. Die Samen lagert man an einem trockenen und schattigen Ort in
luftdurchlässigen Säcken. Junge Blätter sind für frische Speisen (Salat, Gemüse besser
geeignet), ältere Blätter trocknet man und macht Pulver daraus. Dabei werden nur die
Blätter ohne Stiele verwendet. Wenn man die Blätter zu Pulver verarbeitet, können die
kleineren Stiele mit verwendet werden.
Verschiedene Rezepte und Verwendungen vom Moringa finden Sie in regelmäßigen
Abständen aktualisiert im Internet unter

http://www.peters.moringagarden.eu