Kongo: UNO sabotiert Friedensprozeß und hindert Rebellen an Gesprächsteilnahme

4.1.2012. Das Sanktionskomitee der UN hat ein Reise- und Finanztransaktionsverbot über die Bewegung des 23. März (M23), eine in der Demokratischen Republik Kongo kämpfende Rebellenbewegung verhängt, das Regime von Präsident Joseph Kabila, dessen verlotterte Truppen weitaus schlimmere und zahlreichere Verbrechen begehen als die M23, aber ungeschoren gelassen, womit die UNO keine neutrale Instanz mehr ist, sondern sich eindeutig auf die Seite der kongolesischen Regierung schlägt. Mit dem Reiseverbot verhindert die UNO aber, daß die M23-Spitze um ihren politischen „Präsidenten“ Jean-Marie Runiga zu den Friedensgesprächen ins benachbarte Uganda reisen kann, obwohl sie sich in der ganzen Zeit der Kämpfe gesprächsbereit zeigte – die UNO sabotiert damit den Versöhnungsprozeß im Kongo. (Kay Hanisch)