Kritik an Limburger Bischof wird immer heftiger

AFPKostenexplosion beim Bau der Bischofsresidenz

Nach der Kostenexplosion beim Bau der Limburger Bischofsresidenz wird die Kritik an Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst immer heftiger. Die Steigerung der Kosten könne er sich nur so erklären, "dass der Bischof von Limburg entweder ein raffinierter Betrüger oder krank ist", sagte das Mitglied des Vermögensverwaltungsrates des Bischöflichen Stuhls, Jochen Riebel, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Ein "normal denkender Mensch" veranlasse solche Ausgaben nicht

AFP – Nach der Kostenexplosion beim Bau der Limburger Bischofsresidenz wird die Kritik an Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst immer heftiger. Die Steigerung der Kosten könne er sich nur so erklären, „dass der Bischof von Limburg entweder ein raffinierter Betrüger oder krank ist“, sagte das Mitglied des Vermögensverwaltungsrates des Bischöflichen Stuhls, Jochen Riebel, der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Ein „normal denkender Mensch“ veranlasse solche Ausgaben nicht.

Die Kosten für das gesamte Bauvorhaben in Limburg stiegen nach Bistumsangaben auf 31 Millionen Euro. Ursprünglich war ein einstelliger Millionenbetrag veranschlagt worden. Nach Bekanntwerden dieser Kostenexplosion wurden zahlreiche Rücktrittsforderungen gegen den Bischof laut. Tebartz-van Elst äußerte sich bislang nicht öffentlich dazu.

Riebel wies Vorwürfe gegen den Vermögensverwaltungsrat zurück, vorher nicht genauer nach den Kosten gefragt zu haben. Das Gremium habe „keine Nachforschungspflicht, sondern der Bischof hat die Pflicht, uns alles vorzulegen, was nötig ist“, sagte Riebel der „FAZ“. Das sei erst am Montag passiert. Zu den Konsequenzen für Tebartz-van Elst sagte er: „Wenn der Bischof ein Ehrenmann wäre, wäre die Entscheidung klar.“

Der Münsteraner Kirchenrechtler Thomas Schüller forderte Papst Franziskus auf, eine Amtsenthebung gegen Tebartz-van Elst einzuleiten. „Der Bischof wird vermutlich an seinem Stuhl kleben, da gibt es nur noch einen Weg: die Amtsenthebung durch den Papst“, sagte Schüller dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ vom Mittwoch. Tebartz-van Elst bezeichnete er als „unfähig, uneinsichtig und offensichtlich krank“.