Kürbis erfährt gegenwärtig ein Comeback, gesund und schmackhaft!

kuerbisDer Kürbis erfährt gegenwärtig ein kulinarisches Comeback und das ist gut so. Er kann mit extrem viel Beta-Carotin aufwarten, mit vier B-Vitaminen, mit Vitamin E, A, C und einem hervorragenden Natrium-Kalium-Verhältnis. Auch Magnesium, Kalzium, Eisen, Phosphor und Kieselsäure gehören zu seinen Inhaltsstoffen. Kürbis entwässert sehr mild und neutralisiert im Körper den Säureüberschuss. Seine harntreibende Wirkung ist weit bekannt. Bei Nierenleiden hilft das Kürbisfleisch, aber auch das Kauen der Kürbiskerne. Gleichzeitig ist Kürbis wegen seiner mehrfach ungesättigten Fettsäuren wertvoll. Damit schützt das Gemüse vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Hier ist ein Rezept, welches auch Anfänger nicht überfordert. Nehmen Sie es mit den Mengen nicht zu genau. Je nach Festigkeit des Kürbis brauchen Sie mehr oder weniger Flüssigkeit. Fangen Sie lieber mit zu wenig an. Gemüsebrühe, Wein oder auch einfach Wasser können Sie immer noch nachgießen.

Zutaten:
etwa 500 Gramm Kürbis (oder mehr)
2 kleine Zwiebeln
50 Gramm Butter
½ Liter Gemüsebrühe
100 Milliliter Weißwein
200 Milliliter Creme fraiche
Salz, Pfeffer, Ingwer und Cayennepfeffer
Schlagsahne und frische Kräuter zum Garnieren

So einfach geht’s

Den Kürbis würfeln und die Zwiebeln klein schneiden. Die Zwiebeln in einem großen Topf in der Butter leicht bräunen und den Kürbis dazugeben. Anschließend die Gemüsebrühe aufgießen und alles bei kleiner Hitze kochen, bis der Kürbis weich ist. Erst jetzt den Wein zugeben und noch etwa fünf Minuten kochen. Nun das Creme fraiche dazu und mit den Gewürzen abschmecken. Sie können Ingwerpulver oder auch frisch geriebenen Ingwer verwenden. Zuletzt wird die Kürbissuppe püriert oder durch ein Sieb gestrichen.
Zum Garnieren geben Sie auf jeden Teller einen Teelöffel geschlagene Sahne und einige frische Kräuter. Gut eignet sich Zitronenmelisse. Sie können aber auch einfach einige Blättchen Petersilie nehmen.
Dieses Rezept für Kürbissuppe können Sie mit Knoblauch oder mit weiteren Gemüsen variieren. Kochen Sie zum Beispiel eine Stange Lauch (Porree) mit dazu. Oder geben Sie in die fertige Kürbissuppe Krabben. So wird aus dem einfachen Gericht eine festliche Vorspeise.
Auflauf mit Kürbis und Birnen
Dieser Kürbisauflauf ist nicht mehr ganz auf die Schnelle gemacht und ist nur eine Variante von vielen Möglichkeiten, Kürbis in der Küche zu verwenden. Ich muss zugeben, dass ich es selbst noch nicht ausprobiert habe. Es ist aus einem sehr alten Kochbuch und soll hier für alle, die nach einem neuen Rezept suchen, veröffentlicht sein.
Zutaten:
1 Kilogramm Birnen
330 Gramm Mehl und 15 Gramm Hefe
25 Gramm Margarine
150 Milliliter Milch
150 Gramm Zucker
2,5 Kilogramm Kürbis
3 Eier
Zimt und Butterflöckchen
Zubereitung:
Legen Sie eine eingefettete Auflaufform mit den gewaschenen, entkernten und in Spalten geschnittenen Birnen aus. Bereiten Sie aus 250 Gramm Mehl, Hefe, Margarine, Milch und etwas Zucker einen Hefeteig zu und geben Sie diesen über die Birnen.
Der Kürbis wird gekocht. Über einem Tuch lassen Sie die Flüssigkeit ablaufen. Daraus, aus dem Eigelb, dem restlichen Mehl und Zucker mischen Sie ein Mus. Heben Sie darunter den aus den drei Eiweiß geschlagenen Eischnee. Über den Hefeteig kommt nun eine dicke Schicht Ihres Kürbismus.
Zuletzt streuen Sie etwas Zimt darüber und einige Butterflöckchen, bevor das Ganze etwa 50 Minuten bei Mittelhitze gebacken wird.

Kürbis – Ein beerenstarkes Gemüse

Herbstzeit ist Kürbiszeit. Seine vielen Gesichter zeigt das Gemüse nicht nur als Dekoration zu Halloween, sondern auch auf dem Teller. Vor allem der dünnhäutige, orangefarbene Hokkaidokürbis erfreut sich grosser kulinarischer Beliebtheit. Dabei zählt der Kürbis mit inzwischen etwa 800 Arten zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt. Neben dem kräftig-süsslichen Hokkaido sind der gerippte Muskatkürbis mit Muskat-Aroma, der birnenförmige Early Butternut mit seinem süsslich-nussigen Geschmack und der schwergewichtige Gelbe Zentner die bekanntesten Mitglieder dieser botanischen Beeren-Familie. Ihr Gewicht reicht von etwa 50 g (Zierkürbisse) bis zu 600 kg (Rekordkürbisse).

Aus dem aromatischen Fruchtfleisch der Speisekürbisse lassen sich nicht nur leckere Gerichte wie Suppen, Aufläufe, Chutneys, Kuchen und Marmeladen zubereiten. Ihre Kerne sind zudem eine gesunde Knabberalternative zu Chips und Co. Aus ihrem Öl wird das hochwertige Kürbiskernöl gewonnen. Ob Fruchtfleisch, Kerne oder Öl, der Kürbis strotzt nur so vor Vitalstoffen. Vor allem seine Antioxidantien machen das Gemüse zum aktiven Schutzschild gegen Zivilisationskrankheiten. Studien haben die präventive und lindernde Wirkungskraft von Kürbissen beispielweise für Entzündungs- und Infektionskrankheiten, Krebs, Nierensteine, Hautkrankheiten und Depressionen bestätigt. Gute Gründe, um die Kürbis-Saison in vollen Zügen auszukosten!

Kürbis – Gegen Diabetes, freie Radikale und schwindende Sehkraft

Das kalorienarme Kürbisfleisch (ca. 26 kcal/100 g) schmeckt nicht nur gut, es liefert auch jede Menge sättigende Ballaststoffe, die unsere Verdauung und das Abnehmen unterstützen, Giftstoffe ausleiten und den Blutzuckerspiegel ausgleichen. Für Diabetiker ist das Gemüse deshalb eine äussert nützliche Wahl. Bereits im Jahr 2007 zeigte eine Studie der East China Normal University, dass Kürbisse zur Erneuerung von geschädigten Bauchspeicheldrüsenzellen anregen. Die beteiligten Wissenschaftler kamen zu dem Schluss, dass Kürbisextrakt sowohl Vorstufen von Typ-2-Diabetes als auch einem diagnostizierten Diabetes bei Menschen entgegenwirkt. Ähnliche Ergebnisse erzielte eine japanische Studie von 2009. Ein Forschungsteam der Iwate Universität bestätigte die Effektivität von Kürbiskonzentrat für eine verbesserte Glukosetoleranz und Insulinresistenz. Nicht zuletzt liefert der Kürbis nützliche Enzyme zur Entlastung der Bauchspeicheldrüse bei einer niedrigen glykämischen Last (GL) von 2.

Mindestens genauso wertvoll ist der Zellschutz von Beta-Carotin. Das intensive Orange des Hokkaido-Fruchtfleischs macht den grossen Anteil dieses Antioxidans am deutlichsten. Bei Beta-Carotin handelt es sich um einen natürlichen Farbstoff aus der Gruppe der Carotinoide, der aufgrund seiner antioxidativen Eigenschaften als Abwehrstoff gegen freie Radikale agiert und somit als aktiver Zellschutz und Entzündungshemmer betrachtet werden kann. So ist Beta-Carotin sowohl in der Lage potentielle Krebszellen zu neutralisieren als auch durch die Sonne und durch die natürliche Alterung geschädigte Hautzellen zu regenerieren. Durch seine immunstärkende Wirkung verringert das Antioxidans zugleich das Risiko für chronische Erkrankungen.

In unserem Organismus wird Beta-Carotin schliesslich in Vitamin A umgewandelt. Dieser Nährstoff ist für die Sehkraft von ausserordentlicher Bedeutung. Der hohe Gehalt an Beta-Carotin als Vorstoffe für das Vitamin A in Kürbissen erklärt die Beobachtungen von Forschern der Colorado State University, denen zufolge das Gemüse selbst eine altersbedingte Makuladegeneration (AMD) aufhalten könne. Die Netzhautschädigung führt anderenfalls zur starken Sehbehinderung bis hin zur Erblindung.

Kürbiskerne – Herzgesunde Gute-Laune-Knabberei

Kürbiskerne sind wie das Tüpfelchen auf dem i. Knackig und nussig toppen sie Salate, selbst gebackene Brote, Suppen und eignen sich bestens als energiespendender Snack. Ihre gesündesten Attribute sind die ungesättigten Fettsäuren. Sie enthalten insbesondere essentielle Omega-3-Fettsäuren (Alpha-Linolensäure), die laut Studien der University of MarylandHerz-Kreislauf-Erkrankungen und Risikofaktoren wie Bluthochdruck abwenden. Die sekundären Pflanzenstoffe (Phytosterole) der Kürbiskerne sollen ausserdem gezielt das „böse“ LDL-Cholesterin senken. Die Aminosäure Tryptophan (oder: L-Tryptophan) gilt ausserdem als Stimmungsheber. Sie ist an der Produktion des Glückshormons Serotonin beteiligt und somit ein vorbeugendes Antidepressivum aus der Natur. Schon eine Handvoll Kürbiskerne am Tag soll unser Gemüt positiv beeinflussen.

Kürbiskernöl – Aktiv gegen Männer- und Frauenleiden

Aus den rohen oder gerösteten Kürbiskernen wird das hochwertige Kürbiskernöl gewonnen, das nicht nur unsere Geschmacksknospen ölt, sondern auch gesundheitlich mit essentiellen Fettsäuren und den Vitaminen E, A und K punktet. Während die Ölsäure als einfach ungesättigte Fettsäure die Cholesterinwerte senkt und damit das Herz und die Leber schützt, bringt die zweifach ungesättigte Linolsäure einerseits unser Gehirn auf Touren und hält andererseits unsere Haut geschmeidig.

Untersuchungen der taiwanesischen National Cheng Kung University aus dem Jahr 2006 demonstrierten ausserdem die Heilkraft von Kürbiskernöl bei einer vergrösserten Prostata. Das Fachblatt Urology International berichtete von Tests mit Laborratten, bei denen Kürbiskernöl vergrösserte Prostatadrüsen wieder schrumpfen liess. Als aktiver Wirkstoff in Kürbiskernöl wird das Steroid Delta-7-Sterol vermutet, welches das Steroidhormon Dihydrotestosteron (DHT) blocken soll, das sowohl für Prostatavergrösserungen als auch für Haarausfall bei Männern mitverantwortlich ist. Das in Kürbiskernöl enthaltene Beta-Sitosterol trägt ebenfalls zur gesunden Prostata bei, indem es ein Enzym hemmt, das Testosteron in DHT umwandelt. Zur unterstützenden Behandlung wird dreimal täglich ein Teelöffel kaltgepresstes Kürbiskernöl empfohlen.

Eine neuere Studie der University of the West Indies in Kingston, Jamaica, welche in der Mai-Ausgabe 2011 des Fachblatts Climacteric erschien, untersuchte Kürbiskernöl auf seinen möglichen Nutzen für frauenspezifische Beschwerden hin. Tatsächlich stellte sich bei postmenopausalen Probandinnen infolge einer 12-tägigen Behandlung mit 2 g Kürbiskernöl eine blutdrucksenkende Wirkung ein. Darüber hinaus konnten erhöhte „gute“ HDL-Cholesterin-Werte nachgewiesen werden, die den Abtransport von überschüssigem Cholesterin aus dem Gewebe fördern und den Cholesterinstoffwechsel in Balance halten.

Der Kürbis in der Küche

Sind Sie auf den Geschmack gekommen? Probieren Sie eine wärmende Kürbiscremesuppe mit gerösteten Kürbiskernen und aromatischem Kürbiskernöl als Vollendung dieses dreifach gesunden Gemüses an einem gemütlichen Herbsttag! Die leichte Schärfe des verwendeten Ingwers bringt Ihr Immunsystem zusätzlich auf Zack. Alternative können Sie zu Curry-Pulver greifen.

Vegane Kürbiscremesuppe mit steirischem Kürbiskernöl und gerösteten Kürbiskernen

Zutaten für 4 Personen:

  • 400 g Hokkaidokürbis
  • 2-3 Schalotten
  • 20 g Ingwer
  • 600 ml Gemüsebrühe
  • 2 EL Rapsöl
  • 100 g Kokosmilch
  • 30 g Kürbiskerne
  • 3-4 EL Kürbiskernöl
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung:
Den Kürbis waschen, entkernen und würfeln. Schalotten und Ingwer schälen und in dünne Scheiben schneiden. Kürbisstücke, Schalotten und Ingwer für 3 bis 4 Minuten in heissem Rapsöl anschwitzen. Jetzt mit der Gemüsebrühe aufgiessen und ca. 20 Minuten lang bei mittlerer Hitze zugedeckt köcheln lassen.

In der Zwischenzeit die Kürbiskerne in einer Pfanne ohne Fett rösten. Die Kokosmilch unter die Kürbissuppe rühren, pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die fertige Suppe in tiefe Teller füllen, mit Kürbiskernöl beträufeln und mit den gerösteten Kürbiskernen bestreuen. Guten Appetit!