Leuchtende Straßen – die Straßenbeleuchtung der Zukunft?

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Publiziert am 30 Oktober, 2013 bei Gute Nachrichten

Der Stadtrat von Cambridge, England, hat einen interessanten Modelversuch genehmigt: Man hat einige historische Wege in der Innenstadt von Cambridge mit einen Spezialbelag versehen lassen, der ultraviolette Partikel enthält, die sich tagsüber mit Licht “aufladen” und bei Einbruch der Dunkelheit blau zu leuchten beginnen.

Bild-Quelle: ProTeqSurfacing (Video screen captures)

Die Technologie trägt den schönen Namen “Starpath”, zu Deutsch “Sternenpfad”. Starpath absorbiert tagsüber Licht und taucht den Weg bei Dunkelheit in ein künstliches, blaues Licht. Die Hersteller von Starpath haben sich zum Ziel gesetzt, damit eines Tages die üblichen Straßenlaternen ersetzen zu können. Das würde den Gemeinden Einsparungen beim Stromverbrauch bringen und ganz nebenbei schont man natürliche Ressourcen.

Aktuell probiert man die Technologie in Christ`s Pieces, einem großen Park in der Innenstadt vom Cambridge, aus. Der Stadtrat von Cambridge hat in der Zwischenzeit signalisiert, dass man auch andere Wege und Straßen in der Stadt mit diesem Belag ausrüsten will. Stadträtin Andrea Reiner, zuständig für die öffentlichen Plätze in Cambridge, sagt: “Das ist ein interessanter Vorschlag der Herstellerfirma, die uns gefragt hat, ob der Stadtrat mit einem Feldversuch zur weiteren Erforschung einverstanden wäre. Wenn wir uns entscheiden, Wege in der Stadt damit zu belegen, möchten wir die Balance zwischen dem Vorteil der größeren Sicherheit gegenüber dem Erhalt des historischen Charakters unserer offenen Plätze gewahrt wissen.”

Die Entwicklung von Starpath stammt von der Firma Pro-Tec Surfacing aus der englischen Universitätsstadt Surrey. Man streut Leuchtpartikel auf eine ganz normale Wegoberfläche und sprüht anschließend einen Schutzfilm darüber. Die Firma versichert, dass man verschiedene Leuchtfarben aufbringen kann. Das kann dann auch zur besseren Orientierung bei Nacht genutzt werden.

Der Chef von Pro-Tec Surfacing, Hamish Scott sagt: “Stadtverwaltungen geben erhebliche Summen aus, um die Oberfläche von Gehwegen zu erneuern, wenn deren Lebensdauer erfüllt ist. Unser Produkt ist kostengünstig, schnell aufzubringen, es hat eine Antirutsch-Oberfläche und der Kunde hat die Wahl zwischen verschiedenen Größen und Farbkombinationen. Weiterhin ist die Oberfläche umweltfreundlich und angenehm ästhetisch.” Und er ergänzt: “Heutzutage mit den steigenden Energiekosten und den Kraftwerken, die abgeschaltet werden, sollte am Ende des Weges eine Alternative zur Verfügung stehen.”

Man darf gespannt sein, wie sich der Modellversuch in Cambridge bewährt.

 

Quellen: telegraph.co.ukpro-teqsurfacing.comGute Nachrichten