„Lügenpresse“: gewaltätig unterdrückte Pegida-Demonstrationen gar Übergriffe auf Unbeteiligte

„Lügenpresse“ zum Unwort des Jahres gekürt

© REUTERS/ Fabrizio Bensch

„Islamisierung des Abendlandes“, „Islam-Rabatt“, „besorgte Bürger“ – aus diesen und rund weiteren 700 Begriffen verschiedener Art wurde jetzt „Lügenpresse“ zum Unwort des Jahres in Deutschland gekürt.

„Das Wort „Lügenpresse“ ist es geworden, weil wir relativ viele Ausdrücke aus dem Feld „Pegida“ hatten“, sagt Nina Janich in einem Interview mit Sputnik-Korrespondentin Jana Hermanovskaja.

Die Professorin für Germanistische Linguistik unterrichtet an der TU Darmstadt. Sie war in diesem Jahr eine der insgesamt vier Akademiker, die das Unwort des Jahres auswählten. Janich erklärt, warum sich die Jury-Mitglieder einig waren, Begriffe, die das Wort Islam beinhalten, nicht zum Unwort zu küren: „Mit dem Wort ‚Lügenpresse‘ wollen wir zeigen, dass wir uns nicht dem Missverständnis aussetzen, die Terroranschläge in Paris verharmlosen zu wollen, wenn wir ‚Islamisierung des Abendlandes‘ oder ähnliche Ausdrücke gewählt hätten.“

„Lügenpresse“: Das Unwort des Jahres gekürt
© Foto: www.unwortdesjahres.net – „Lügenpresse“: Das Unwort des Jahres gekürt

Mit der Wahl des jährlichen Unwortes soll auf die Sprachsensibilität aufmerksam gemacht werden. Frau Janich kommentiert: „Der diesjährige Begriff ist nationalistisch stark vorbelastet. Und wenn man Lügenpresse wissentlich auch so verwendet, dann ist das eine Anlehnung an extremistisches Gedankengut. Lügenpresse wird gerne von den Pegida-Demonstranten gegen die Medien allgemein verwendet, und unterstellt, dass es keinerlei differenzierte Berichterstattung in unseren Medien gäbe.“

Schon seit einigen Wochen haben Beobachter der Dresdner Pegida Demonstrationen den Eindruck, dass die Teilnehmerzahlen nach unten manipuliert werden, seit die Beteiligung eine fünfstellige Zahl erreicht hat. Tatsächlich ist die Teilnehmerzahl ein Politikum. Die Mainstreampresse und die Politnomenklatura verschanzen sich seit einigen Tagen hinter einer nicht näher zu verifizierenden Zahl von Gegendemonstranten Deutschlandweit. Diese betrage angeblich 100.000. Die Dresdner Oberbügermeisterin Helma Orosz (CDU) und der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) haben am Wochenende vor der letzten Pegida-Demo den Schlagerkönig Roland Kaiser (62) aufgeboten, um für ihre Zwecke in Dresden Massen auf die Straße zu bekommen. Bislang ist eine Bestätigung der Polizei zu der von den Veranstaltern behaupteten Teilnehmerzahl von 35.000 ausgeblieben.

+++ Eine ausführliche Reportage über Pegida finden Sie in COMPACT 1/2015. +++

Der krampfhafte Versuch, die Gesamtdemonstranten in Deutschland gegen die Dresdner Pegida aufzurechnen ist deswegen lächerlich, weil in fast allen anderen Städten Schlägerbanden den Bürgerprotest unterbinden. Teilweise kam es bei «Gegendemonstrationen» auch zu Gewaltexessen gegen unbeteiligte Bürger. Dies wird aus München und Hannover gemeldet. Daher können die «Aufmärsche» der Politiker nicht in Rechnung gestellt werden. Die Verantwortlichen scheinen das auch zu wissen und versuchen daher die Dresdner Zahlen zu minimieren.

Den Vogel schoss das frühere Zentralorgan der SED, das Neue Deutschland, ab. Der Berliner Soziologe Dieter Rucht (ein in die Jahre gekommener Westdeutscher) wollte dem Phänomen Pegida wissenschaftlich auf den Grund gehen. Mit 35 Mitarbeitern von Berliner Universitäten und der Technischen Universität Chemnitz zählte er noch mal nach und förderte die «beruhigende» Teilnehmerzahl von nur 18.400 zu Tage. Außer dem Neuen Deutschland verbreitete kein anderes Printmedium die von Rucht ermittelte Zahl. Der Vorgang erinnerte irgendwie an Siegesmeldungen von der Produktionsfront in der untergegangenen DDR nach denen im Staat der Arbeiter und Bauern Wohlstand und Zufriedenheit herrschte. Am 11. November 1989 fielen die Lebenslügen der DDR in sich zusammen. Schon Winston Churchill wusste über Statistiken zu berichten, dass er nur solchen vertrauen würde, die er zuvor selbst gefälscht habe.

Am kommenden Montag wird sich erweisen, ob die Zahl der Pegida Demonstranten in Dresden weiter wächst und eine Zahl erreicht, die politische Konsequenzen nach sich zieht. Der Spiegel hat derweil eine Studie der TU Dresden verbreitet, nach der der typische Pegida – Demonstrant gut gebildet ist und aus der oberen Mittelschicht kommt.

Empörend: Stadt Leipzig wollte Mohammed-Karikaturen verbieten!

10410520_10202850109128436_9125383888521220667_n12. Januar 2015 – Elsässers Blog

Aber das Verbot ist wieder aufgehoben. Legida darf die Karikaturen heute Abend zeigen. Ein Sieg der Meinungsfreiheit über das Zurückweichen vor dem Terror!

Ein unglaublicher Vorgang: Die Stadt Leipzig wollte verbieten, dass bei der heutigen Demonstration “Leipzig gegen die Islamisierung des Abendlandes” (Legida) Mohammed-Karikaturen mitgeführt werden! In der ganzen Welt wurden dieses Wochenende aus Solidarität mit Charlie Hebdo die Mohammed-Karikaturen des Blattes auf großen Plakaten gezeigt. Aber der Lepziger SPD-OB wollte das verbieten! Ein schöneres Geschenk für die Terroristen, die die Meinungsfreiheit zerschießen wollen, ist kaum vorstellbar! DAS ist die Grundrechte-Einschränkung, die viele nach dem Terror befürchtet haben – ein Zurückweichen vor der Islamisierung, ihren Mordgesellen und ihren Hintermännern!

Der Leipziger Vorstoß steht nicht allein: OB Jung orientiert sich offensichtlich am Vorbild der angloamerikanischen Leitmedien, die ebenfalls so feige waren, in den letzten Tagen bei einer Wiedergabe der Charlie-Karikaturen die Aussage zu verpixeln. Die Zeitungen in Kontinentaleuropa haben das großteils nicht gemacht, immerhin! Aber in Leipzig ist die Yankee-Herrschaft offensichtlich besonders stark.

Ich bin normaler Weise kein Freund von Religionsschmähungen, und so hält es auch COMPACT. Aber selbstverständlich haben andere das Recht, das anders zu halten, und dieses Recht darf nicht preisgegeben werden. Deswegen seht Ihr oben auch ein Charlie-Titelbild – in dem übrigens deutlich wird, dass das Blatt neben dem Islam auch das Judentum (und in vielen anderen Ausgaben das Christentum) auf die Schippe nahm.

COMPACT steht für den “Mut zur Wahrheit”! Wir lassen uns keine Vorschriften machen: nicht vom Zionismus, nicht vom Islamismus, nicht von den Yankee-Besatzern! Deutschland muss souverän werden, die Deutschen müssen sagen dürfen, was sie denken – und das in all ihrer Unterschiedlichkeit! COMPACT – das Magazin für Souveränität!

(Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen? Dann abonnieren Sie COMPACT, da gibt es mehr davon!)

(P.S. Das Karikaturen-Verbot ist laut Leipziger Volkszeitung, Meldung von 13.07 Uhr, wieder aufgehoben worden.)