Massentierhaltung: Nordrhein-Westfalen achtet weniger auf seine Bürger als Bayern

Der Einsatz von großen Mengen Antibiotika in der Massentierhaltung führt zur Entwicklung von resistenten Bakterien. Das wird zusehends zum Problem für den Menschen. Besonders in Gebieten mit intensiver Massentierhaltung wird die Belastung immer größer, kritisieren der BUND und die Grünen. Dabei zeigt sich ein deutliches Nord-Süd-Gefälle in Deutschland.

In der Tierhaltung eingesetzte Antibiotika lassen Bakterien immun werden – auch gegen die Therapie beim Menschen. (Foto: Flickr/NIAID)

In der Tierhaltung eingesetzte Antibiotika lassen Bakterien immun werden – auch gegen die Therapie beim Menschen. (Foto: Flickr/NIAID)

Die Umweltschützer beziehen sich auf erstmals vorliegende Daten der an Tierärzte abgegebenen Mengen an Antibiotika. Sie erlaubt auch eine regionale Zuordnung der vertriebenen Mengen nach den ersten beiden Postleitzahlen. Insgesamt wurden demnach im Jahr 2011 rund 1.706 Tonnen Antibiotika für den Veterinärbereich abgegeben.

Nach den vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit ausgewerteten Zahlen wird allein in Landkreisen mit der Postleitzahl 49 etwa ein Drittel der gesamten Antibiotikamenge verabreicht. Dies sind Hochburgen der Massentierhaltung wie Osnabrück, Münster oder Vechta.

Veröffentlicht: 01.08.13, 02:10 Zum Weiterlesen: