neues Detail zur Verfassungsschutzabteilung NSU

Dieses brachte jetzt Martina Renner, die Innenexpertin der Linksfraktion im Thüringer Landtag und Mitglied des Thüringer Untersuchungsausschusses ans Tageslicht. Dem Internetportal der Tageszeitung „Die Welt“ teilte sie mit, dass der damalige Thüringer Polizist Sven T. NSU-Mitglieder mit Polizeiinternas versorgte. Jeweils ein V-Mann des Kölner Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV), sowie des Militärischen Abschirmdienstes (MAD) hatten demnach unabhängig voneinander über die engen Kontakte des Polizisten in das Milieu Bericht erstattet.

In Folge dieser Berichte wurde T. nicht etwa aus dem Dienst entlassen, nein er stieg zuerst in das Landeskriminalamt auf und wurde dort mit der Verfolgung von Drogendelikten betraut, um dann später gar zum Thüringer Verfassungsschutz abgeordnet zu werden. Dort hat der ominöse Beamte sogar V-Leute geführt, die vorgelegten Organigramme seien jedoch weitgehend geschwärzt, so dass nicht erkennbar sei in welchem Bereich und mit welchen Mitteln diese V-Leute eingesetzt wurden, so Renner weiter. Kurz nach dem angeblichen Selbstmord der mutmaßlichen NSU-Terroristen Böhnhardt und Mundlos, wurde Sven T. den Akten zufolge aus dem Verfassungsschutz abgezogen und zur Polizeidirektion Erfurt versetzt. (Norman Knuth)

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