Paraguay: Wahlmanipulation und Sieg der Rechten

29.4.2013. Nach einem unfairen Wahlkampf, in dem sich die privaten TV-Sender und der staatliche Sender TV-Publica weigerten, die Wahlwerbespots linker Parteien auszustrahlen um so daß Wahlergebnis im Vorfeld zu beeinflussen, hat erwartungsgemäß der Kandidat der rechtskonservativen Colorado-Partei, der in den Drogenhandel verstrickte Unternehmer und Ex-Militär Horacio Cartes mit 46% die Präsidentschaftswahlen in Paraguay gewonnen. Sein stärkster Herausforderer von der rechtsliberalen PLRA, Efraín Alegre, kam auf 37%, der beliebte TV-Moderator Mario Ferreiro von der Mitte-Links-Partei Alianza Pais erhielt 6% und Anibal Carillo, der Kandidat der Linkspartei Frente Guasu, die vom 2012 gestürzten Ex-Präsidenten Fernando Lugo unterstützt wurde, bekam 3,3%, während die übrigen Kandidaten unter 2% blieben. (Kay Hanisch)