Sind naturverbundene Projekte durch Eliten dem Untergang geweiht, Findhorn?

findhornAngefangen hat die magische Story von Findhorn ganz unspektakulär im Jahre 1963. Auf einem Feriencampingplatz am Rande eines schottischen Dorfes stellten Eileen und Peter Caddy mit ihren vier Söhnen ihren Wohnwagen auf. Peter Caddy hatte kurz zuvor seinen Arbeitsplatz als Manager eines Vier-Sterne-Golfhotels verloren und suchte nun für die Familie eine neue Bleibe. Das Terrain des Campingplatzes war eine strandnahe Ödnis mit sandigem Boden und kargem pflanzlichem Bewuchs, mit ständigen Windböen und einem aggressiven Fluglärm, der von dem angrenzenden Fliegerhorst der Britischen Luftwaffe herüberdröhnte. Aber trotz dieser widrigen äußeren Umstände waren sich Eileen und Peter Caddy gewiss, dass dieser Platz an der Findhorn Bay – 14 m Wohnraum auf unfruchtbarem Land – der richtige Ort für ihr neues Heim sei. Eileen Caddy ist mit der Fähigkeit begabt, eine zarte Innere Stimme zu hören, die sie als Gottes Stimme versteht. Im Dezember 1963 vernahm sie die Weisung:

»I want you to look upon this place as a permanent home and know that all the effort that is put into it will bear an abundance of fruit, not only material fruit but spiritual fruit as well. Remember, this is a vast work. Peter will need the help and cooperation of each one of you to bring it about on all levels. It is only when you seek that you find; therefore, never sit back and expect anything to fall into your lap.«

Mit Eileen und Peter war noch eine weitere Person: Dorothy McLean. Auch sie ist ein außergewöhnlicher Mensch, denn Dorothy McLean vermag mit Naturgeistern zu kommunizieren. Sie konnte zu Pflanzendevas, den geistigen Wesen im Leben der Pflanzen, einen Kontakt herstellen und von ihnen z.B. Anweisungen empfangen, was der Mensch tun müsse, um den Pflanzen zu Wohlergehen und optimalem Wuchs zu verhelfen. Die Kommunikationsökologin Barbara Mettler-von Meibom beschreibt das Zusammenwirken dieser Akteure wie folgt:

 

Diese drei Menschen mit ihren je unterschiedlichen Fähigkeiten – das spirituelle Medium Eileen, die Vertraute der Pflanzenwelt Dorothy und der tatkräftige Umsetzer und Macher Peter – sollten fortan in eines der erstaunlichsten Experimente auf diesem Globus eintreten, das allen Einzelheiten dokumentiert ist … Im Zusammenwirken mit den Pflanzendevas einen Garten Eden auf sandigem, unfruchtbarem Boden zu schaffen. Angeleitet von Eileens Innerer Stimme und im Detail unterwiesen von Dorothy McLean wurden sie aufgefordert zu zeigen, was möglich sei, wenn Mensch und Natur in größter Achtsamkeit und wechselseitigem Respekt miteinander kooperieren.«

So pflanzten sie Kohl in einem windgeschützten Bereich dicht neben dem Wohnwagen. Peter Caddy versuchte, den sandigen Boden mit Pferdemist fruchtbar zu machen. Das Gedeihen von bis zu 40 Pfund schweren Kohlköpfen, das sich schon kurz darauf einstellte, konnten diese Düngungsversuche jedoch nicht allein erklären. Auf anfängliche Anfragen, was der Grund für den prächtigen Wuchs selbst zu ungewöhnlichen Jahreszeiten sei, bot Peter Caddy zwar den Pferdedünger als Erklärung an. Doch mit der Zeit wurde immer offensichtlicher, dass Dünger nicht der maßgebliche Grund für Erfolge dieser Dimension sein konnte. Prachtvoller und prachtvoller wuchsen mehr und mehr Pflanzen.

Der Ruf des Wunders von Findhorn nahm seinen Lauf. Immer mehr Menschen hörten von den außerordentlichen Erträgen. Sie kamen, staunten, fragten nach den wahren Ursachen. Längst waren auch die Medien aufmerksam geworden. Biologen und Agrarwissenschaftler erschienen auf dem Gelände und entnahmen Bodenproben. Erklären konnten sie jedoch nur, dass ein derartiger Pflanzenwuchs wissenschaftlich nicht zu verstehen sei. Und so lüftete Peter Caddy schließlich das Geheimnis auf einer Pressekonferenz: Es ist das Ausführen des Willen Gottes und das Kommunizieren, Kooperieren, ja Harmonieren mit dem Naturreich, mit den Pflanzen, Tieren und Menschen.

Viele von jenen, die daraufhin nach Findhorn strömten, sind geblieben und schlossen sich der kleinen Familie an. Im Glauben daran, dass die Menschheit in den Ausdehnungsprozess eines globalen Bewusstseins eingebunden sei, der zu neuen Zivilisationsmustern mit spiritueller Ausrichtung führe, entwickelte sich eine Gemeinschaft, die auch heute noch lebendig pulsiert. Seit ihrer Gründung hat sie vielfältige Entwicklungsstadien und Transformationsprozesse durchlaufen; sie sind wohldokumentiert nach zu verfolgen. Bis heute beständig beibehalten hat sie ihren Charakter als eine Vereinigung von Menschen, die sich und ihre äußere Mitwelt in einer spirituellen Gemeinschaft zu verstehen und verorten suchen. Sorgsam und mit viel Bedacht stellen sie die spirituelle Verbundenheit allen Seins und Werdens ins Zentrum ihres Lebens. Sie erstreben neue Wege mit erfüllenden Beziehungen, einem Klima der Ehrlichkeit und Liebe und Bewusstheit für alles, was sie sagen und tun. Die wundersame Entfaltung der Pflanzen zeigt die Potentiale, die entstehen, sobald es gelingt, die Mitwelt mit inniger Zuwendung und achtsamer Pflege zu behandeln. Wenn wir im Umgang mit uns und unserer Mitwelt spirituell von einem Geist der Liebe erfüllt sind, werden unglaubliche Entwicklungen möglich – das war und ist die Botschaft von Findhorn.

DIAMRULW

Ist das noch Findhorn, was die Findhorn-Foundation daraus gemacht hat?

findhorn2