SEPA-Umstellung: Neuer Bürokratie-Irrsinn gegen den Mittelstand

 |  Veröffentlicht: 20.06.13, 00:05

Die deutschen Mittelstands-Unternehmen ignorieren das von den Banken verordnete SEPA-Verfahren. Dieses erweist sich als extrem kompliziert. Vor allem kleinen Handwerker wird eine sinnlose Bürokratie auferlegt. Hilfe von den Banken gibt es keine – man wird auf Flyer verwiesen, die man sich doch bitte durchlesen solle. Die Banken brauchen offenbar den Crash, um zu erkennen, dass sie dienen und nicht herrschen sollen.

Die Umstellung auf das SEPA-System macht nicht nur das Merken umständlicher Zahlencodes notwendig. Auch hohe Kosten und Probleme bei Zahlungsabwicklungen sind zu erwarten. (Foto: Flickr/Peter van Lancker)

Die Umstellung auf das SEPA-System macht nicht nur das Merken umständlicher Zahlencodes notwendig. Auch hohe Kosten und Probleme bei Zahlungsabwicklungen sind zu erwarten. (Foto: Flickr/Peter van Lancker)

Die verpflichtende Einführung des SEPA-Überweisungsverfahrens bereitet vielen Firmen große Probleme. Die Unternehmen müssen den neuen Standard spätestens mit 1. Februar nächsten Jahres eingeführt haben, haben damit aber noch nicht begonnen -weil sie nicht wissen, was zu tun ist.

Die Banken, die dieses System aus weiß Gott welchem Grund eingeführt haben, erweisen sich als unwillig zu helfen: Bittet man etwa bei der Deutschen Bank um ein aufklärendes Gespräch, zeigt sich der Geschäftskunden-Betreuer unwirsch und sagt, dafür habe man nun beim besten Willen keine Zeit. Man möge sich einen Flyer nehmen und nachlesen, was zu tun ist.

So einfach wollen es sich die Banken machen: Sie sagen, SEPA hat die EU eingeführt, damit haben wir nichts zu tun. Der Kunde soll sich selbst drum kümmern.

Wenn es aber ans Bailouten geht, sind die Banken auf einmal die besten Freunde der EU.

Zum Weiterlesen:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/06/20/sepa-umstellung-neuer-buerokratie-irrsinn-gegen-den-mittelstand/

Ein Gedanke zu „SEPA-Umstellung: Neuer Bürokratie-Irrsinn gegen den Mittelstand

  1. Ist nur die Vorstufe, um EUweit das Bargeld abzuschaffen, ergo kein Bargeld, Kein Schwarzgeld. Macht Sinn aber nicht beim Brötchenholen under Bratwurstessen auf dem Volksfest. Ausserdem werden dann Kinder kontrolliert wieviel sie in den Ferien hinzuverdienen oder Taschengeld bekommen, das heisst, wir werden durchsichtiger. Ausserdem haben die Banken damit die Verantwortung und Kosten für irrtümliche Falschbuchungen auf die Kunden abgewälzt und das bei einer europaweit älterwerdendenen Bevölkerung.

Kommentare sind geschlossen.