Staat und Kirche in Deutschland

skIn Deutschland ist das Verhältnis von Staat und Kirchen vertraglich geregelt: Für die katholische Kirche durch Konkordate, also staatliche Verträge mit dem Vatikan, für die evangelischen Kirchen gelten Kirchenverträge.

Symbolbild Staat Kirche

In Deutschland geht die Trennung von Staat und Kirche bei gleichzeitiger Regelung ihres Verhältnisses auf den sogenannten Kulturkampf in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück: Im Rheinland und in Baden stießen Bestrebungen, hoheitliche und Bildungsaufgaben von der katholischen Kirche in staatliche Zuständigkeit zu überführen, auf erbitterten Widerstand klerikaler und konservativer Kreise. Auch in Preußen mit einer mehrheitlich protestantischen Bevölkerung formierte sich konservativer Widerstand gegen Bestrebungen zur Trennung von Staat und Kirche, etwa im Streit um die Einführung der Zivilehe und die staatliche Schulaufsicht.

Eingrenzung kirchlicher Macht

Otto von Bismarck war von von 1871 bis 1890 deutscher ReichskanzlerOtto von Bismarck

Nach der Gründung des von Preußen dominierten Deutschen Reiches 1871 ging Reichskanzler Otto von Bismarck mit harten Gesetzen gegen das bis dahin unangetastete Primat von Kirche und Religion über Staat, Wissenschaft und Bildung vor. Der innenpolitische Widerstand gegen die Trennung von Staat und Kirche organisierte sich in und im Umfeld der konservativ-klerikalen Zentrumspartei.

Außenpolitisch brach das Deutsche Reich 1872 die diplomatischen Beziehungen zum Vatikan ab, die erst 1882 wieder aufgenommen wurden. Nach intensiven Verhandlungen wurden einige der Bismarckschen Gesetze bis 1887 zwar entschärft, die begonnene Trennung von Staat und Kirche aber blieb bestehen.

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Anmerkung der Redaktion!
Über dieses Machtverhältnis lohnt es sich mal tiefer zu forschen, was das Konkordat und so weiter angeht.
Bildet Euch dann erst eine Meinung, egal was ihr bisher geglaubt oder gewusst, bzw zu glauben gewusst habt.