Städtische Grünflächen helfen beim Glücklichsein

indexViel Grün durch Parks, Gärten und andere Bereiche in städtischen Gebieten können das Wohlbefinden und die Lebensqualität der Menschen bereichern und verbessern. Dies fanden nun Wissenschaftler der University of Exeter durch eine Langzeitstudie heraus.
Mehr Grünflächen tragen zur psychischen Heilung bei.
Es wurden 5.000 britische Haushalte über einen Zeitraum von 17 Jahren analysiert. Die Erkenntnis, dass mehr Grün positive Auswirkungen auf die Menschen habe, könnte Stadtplanern zukünftig helfen und Auswirkungen auf die Gesellschaft haben. Genaue Details dazu wurden im Fachmagazin Psychological Science vor kurzem veröffentlicht. Für ihre Aufzeichnungen werteten die Forscher internationale Daten von 1991 bis 2008 aus, für die rund 10.000 Erwachsene begleitet wurden, als sie immer wieder umzogen. Die Probanden wurden mehrfach dazu befragt, ihre psychische Gesundheit zu beurteilen und darüber Auskunft zu geben, damit die Wissenschaftler den Auswirkungen von mehr Grünflächen auf den Grund  kommen können.
Mathew White und dessen Kollegen vom European Centre for the Environment and Human Health , ein Institut der Universität in Exeter, bekamen weniger Berichte über psychischen Stress und mehr über eine höhere Lebenszufriedenheit, von den Menschen, die in einer Umgebung mit mehr Pflanzen lebten. Diese positiven Effekte blieben auch dann erhalten, als sich verschiedene Veränderungen des Familienlebens, der psychischen Gesundheit, des Einkommens, der Arbeitsstelle und der Art des Wohnens berücksichtigt wurden.
DSC02257“Es hat sich gezeigt, dass das Leben in der Stadt in einem Bereich, der relativ grün ist, eine deutlich positive Auswirkung auf das Wohlbefinden hat”, sagt White. Auch Faktoren, die zur Lebenszufriedenheit beitragen, wurden ebenfalls berücksichtigt und zeigten, dass das Leben in einem grüneren Umfeld deutliche Auswirkungen mit sich bringt. Laut White seien die Folgen eventuell für eine einzelne Person nur gering, für die ganze Gesellschaft könnten sie jedoch große Veränderungen mit sich bringen. Der Wissenschaftler erläutert: “Diese Studie könnte für Psychologen, die öffentliche Gesundheit und Stadtplaner von Wichtigkeit sein, die mehr über die Auswirkungen der Urbanisierung auf die Gesundheit der Bevölkerung und ihr Wohlbefinden wissen wollten”.
Ein Umzug ins Grüne dürfte demnach nie verkehrt sein. Genauso wenig, wie Grünflächen in die Städte zu bringen. Was der Luft nicht schadet, tut auch dem Menschen gut.

Quelle: pressetext.com