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Jubelt die Kanzlerin, muss auch das Volk jubeln. Das Foto zeigt Angela Merkel mit ihrem damaligen Freund Uli Hoeneß. (Foto: dpa)

Jubelt die Kanzlerin, muss auch das Volk jubeln. Das Foto zeigt Angela Merkel mit ihrem damaligen Freund Uli Hoeneß. (Foto: dpa)

Bahnhofs-Umbau: Stadt bezahlt Asylbewerbern 1,05 Euro fürs Kofferschleppen

In der Stadt Schwäbisch Gmünd in Baden-Württemberg haben Asylwerber am Bahnhof ankommenden Passagieren beim Kofferschleppen geholfen – für einen Stundenlohn von 1,05 Euro. Nun will die Deutsche Bahn stattdessen eigene Mitarbeiter dafür einsetzen.

Die Situation für Asylanten in Deutschland ist äußerst schwierig. Erst im Juni waren in München 50 Asylbewerber in den Hungerstreik getreten, um die Anerkennung ihrer Asylanträge durchzusetzen (Foto: Screenshot DWN).

Die Situation für Asylanten in Deutschland ist äußerst schwierig. Erst im Juni waren in München 50 Asylbewerber in den Hungerstreik getreten, um die Anerkennung ihrer Asylanträge durchzusetzen (Foto: Screenshot DWN).

Eine umstrittene Initiative der Stadt Schwäbisch Gmünd führt zu einem neuen Aufflammen der Debatte um das Arbeitsrecht für Asylsuchende in Deutschland. Weil der städtische Bahnhof umgebaut wird und währenddessen keine Aufzüge für die Bahnkunden zur Verfügung stehen, fragte die Stadt kurzerhand im Asylheim nach Freiwilligen, die für Kost und einen Stundenlohn von 1,05 Euro beim Kofferschleppen helfen sollten.

Die Deutsche Bahn reagierte am Mittwoch auf die lauter werdende Kritik und zog sich „aus der Initiative der Stadt Schwäbisch Gmünd“ zurück, wie es in einer Pressemitteilung hieß. Die konkreten Beschäftigungsbedingungen seien der Deutschen Bahn erst jetzt bekannt geworden. Arbeitsverhältnisse zu diesen Konditionen könne die Bahn jedoch nicht unterstützen. Ein Sprecher sagte den Deutschen Wirtschafts Nachrichten, die Stadt hätte ursprünglich von „Sozialdiensten“ gesprochen. Seit Donnerstag stellt die Deutsche Bahn nun eigene Mitarbeiter  für die Trägertätigkeiten ab – zum tariflichen Regellohn.

Veröffentlicht: 25.07.13, 23:36 Zum Weiterlesen: