Tag-Archiv | Atommüll

Brunsbüttel: Verrostete Atommüll-Behälter entdeckt

Bereits 2012 waren erste Fässer mit Korrosionsschäden gefunden worden. Die darauffolgende Inspektion führt noch mehr zutage. (Foto: Vattenfall/dpa)

Bereits 2012 waren erste Fässer mit Korrosionsschäden gefunden worden. Die darauffolgende Inspektion führt noch mehr zutage. (Foto: Vattenfall/dpa)

Atomkraft – Warten auf das Endlager

Im Kernkraftwerk Brunsbüttel tauchten 18 Atommüll-Fässer mit Korrosions-Schäden auf. Die Hüllen einiger Fässer sind teilweise durchgerostet. Der Betreiber Vattenfall will die Fässer nun sicher bergen.

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Koalition kapituliert vor der Atomindustrie

Atominformelles.deBild: www.informelles.de  |  26.11.13

CDU und SPD werden die Energie-Konzerne nicht verpflichten, die Kosten für den Abtransport von Atom-Müll zu übernehmen. Damit drohen dem Steuerzahler neue Lasten.

Die Idee, einen politisch kontrollierten Fonds zur Finanzierung der Abrisskosten für Atomkraftwerke einzurichten, ist in den Koalitionsverhandlungen fallengelassen worden. Die SPD hat sich damit offenbar mit ihrer Forderung nicht gegen die Union durchsetzen können. In dem Koalitions-Vertrag heißt es nun lediglich: „Über die Realisierung der rechtlichen Verpflichtungen der Energieversorgungsunternehmen wird die Bundesregierung mit diesen Gesprächen führen.“

Die Atom-Konzerne haben damit die Möglichkeit, dem Steuerzahler über einige Tricks die gesamten Kosten für die Entsorgung aufzuhalsen (mehr hier).

Hinzu kommen Milliarden-Risiken wegen des Atomausstiegs: Die Konzerne können über Investitionsschutz-Abkommen vom Steuerzahler Entschädigungen erhalten.

Standortauswahlgesetz: taktische Variante – bleibt Gorleben Endlager?

gorleben

Die AKW-Politik setzt ihren ungebremst rücksichtslosen Kurs fort, vor allem was eine generelle Dialogbereitschaft gegenüber der Bevölkerung anbelangt. Inzwischen eroberten all jene Streiter die heißbegehrten Bundestagssitze, nämlich die Grünen, die noch vor ein paar Jahrzehnten gegen die Atom-Lobby per Demonstrationen zu Felde gezogen waren, um zusammen mit den anderen neoliberalen Parteien am 28. Juni das Standortwahlgesetz zu beschließen. Klingt angenehm kompromißbereit, doch entpuppt sich am Ende doch um eine taktische Variante, so daß Gorleben Endlager bleibt?

NABU erleichtert – hingegen das Volk draußen vor der Tür

Während NABU-Präsident Olaf Tschimpke tatsächlich sich völlig erleichtert äußerte, “die Gefahr, Gorleben  als endgültigen Standort für Atommüll zu zementieren, wäre damit gebannt und eine ergebnisoffene Suche würde wahrscheinlicher”, sollte dennoch erhebliche Skepsis verweilen, zumal einige Hintertürchen versteckt im Gesetz sich verbergen. Zumindest hakte Ulf Sieberg, der NABU-Energieexperte folgerichtig nach, in dem er betonte, die Bevölkerung müsse an den Entscheidungsprozessen zu möglichen Standorten angemessen beteiligt werden.

Zum Weiterlesen:

http://www.buergerstimme.com/Design2/2013-07/standortauswahlgesetz-taktische-variante-bleibt-gorleben-endlager/