Tag-Archiv | Auslandseinsatz

Deutsche Bundeswehr bleibt mit bis zu 850 Soldaten in Afghanistan

Bundeswehrsoldaten im Distrikt von Charrah Darreh nahe Kundus auf Patrouille Foto: dpaBundeswehrsoldaten im Distrikt von Charrah Darreh nahe Kundus auf Patrouille Foto: dpa

Berlin 18. November 2014 (dpa/nd/IRIB)

Auch nach dem Ende ihres umstrittenen Kampfeinsatzes in Afghanistan soll die Bundeswehr mit bis zu 850 Soldaten in Afghanistan bleiben.

Das sieht der Mandatsentwurf für die neue Ausbildungs- und Unterstützungsmission »Resolute Support« (Entschlossene Unterstützung) ab dem 1. Januar 2015 vor, auf den sich die Staatssekretäre der zuständigen Ressorts am Montagabend verständigt haben.An diesem Mittwoch will das Kabinett ihn beschließen. Dann muss im Dezember noch der Bundestag zustimmen. Die Obergrenze für die Truppenstärke liegt etwas höher, als die bisher vorgesehenen 600 bis 800 Soldaten. Derzeit sind noch 1.520 deutsche Soldaten am Hindukusch. Die Bundeswehr ist seit 13 Jahren in Afghanistan stationiert. Zeitweise waren bis zu 5.350 deutsche Soldaten dort.Am 31. Dezember endet der NATO-Kampfeinsatz. Nach dem Mandatstext, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, besteht die künftige Hauptaufgabe der Bundeswehr zwar in der Ausbildung, Unterstützung und Beratung der afghanischen Streitkräfte. Die deutschen Soldaten sollen aber auch für die Sicherung, den Schutz und gegebenenfalls die Evakuierung militärischer und ziviler Kräfte eingesetzt werden können. Eine Verwicklung in Gefechte ist also weiterhin möglich.

Bundeswehr erwägt Entsendung von 200 bewaffneten Soldaten in die Ukraine

Bundeswehr erwägt Entsendung von 200 Soldaten in die Ukraine – Zeitung

STIMME RUSSLANDS Die Bundeswehr erwägt laut der „Bild-Zeitung“ die Entsendung von 200 Soldaten, die die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) bei der Überwachung des Waffenstillstands in der Ostukraine absichern sollen.

Laut diesem Plan werden 150 Soldaten „das Krisengebiet mit Drohnen überwachen“. 50 Soldaten sind „für den Schutz“ der OSZE-Beobachtermission vorgesehen.

„Wie der Waffenstillstand überwacht wird, muss jetzt die OSZE entscheiden“, schreibt das Blatt. „Wenn deutsche Drohnen dabei eingesetzt werden, stehen die Fallschirmjäger bereit.“

„Sie würden mit OSZE-Emblem, aber unter Waffen die Mission begleiten“, heißt es in dem Beitrag. „Das Verteidigungsministerium geht davon aus, dass ein Bundeswehr-Einsatz in der Ostukraine mit bewaffneten Truppen vom Bundestag gebilligt werden müsste.“

Unter Vermittlung Russlands und der OSZE hatten die Konfliktseiten am 5. September eine Waffenruhe ausgehandelt. Die Seiten werfen sich indessen gegenseitig Verletzungen des Waffenstillstands vor. Regelmäßig kommt es zu Schusswechseln im Raum des Flughafens von Donezk. Wie die Volksmilizen behaupten, werden von dort aus Wohnviertel der Stadt beschossen. Die Volkswehr müsse dieses Feuer erwidern.