Tag-Archiv | Deutsche Bahn

Hetzjagt: Medien veröffentlichen Wohnhaus und Telefon-Nummer von GDL-Chef Weselsky

Beispiellose Hetzjagd: Die Bild fordert die Leser auf, dem Gewerkschaftsführer Weselsky die Meinung zu "geigen", der Focus veröffentlicht Bilder vom Wohnhaus Weselskys. (Foto: dpa)Beispiellose Hetzjagd: Die Bild fordert die Leser auf, dem Gewerkschaftsführer Weselsky die Meinung zu „geigen“, der Focus veröffentlicht Bilder vom Wohnhaus Weselskys. (Foto: dpa)

Medien – „Geigen Sie ihm Ihre Meinung“

Die Bild-Zeitung fordert die Leser auf, dem Gewerkschaftsführer die Meinung zu „geigen“ und veröffentlicht seine Büro-Telefonnummer. Der Focus bringt ein Foto vom Wohnhaus Weselskys und vom Klingelschild, auf dem steht: „Fam. Weselsky“. Es muss diesen Medien ziemlich schlecht gehen, wenn sie zu solchen Mitteln greifen.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten  |

Einkommensvergleich Lokomotivführer in Europa

Einkommensvergleich Lokomotivführer in Europa

Ronald Pofalla bekommt Vorstands-Posten bei der Deutschen Bahn

Merkel-Vertraute de Maizière und Ronald Pofalla: Als Dank für treue Dienste in der Partei wird für den ehemaligen Kanzleramtsminister und NSA-Terminator Pofalla nun der dringend notwendige Posten eines Chef-Lobbyisten beim Staatsunternehmen Deutsche Bahn geschaffen. (Foto: dpa)

Merkel-Vertraute de Maizière und Ronald Pofalla: Als Dank für treue Dienste in der Partei wird für den ehemaligen Kanzleramtsminister und NSA-Terminator Pofalla nun der dringend notwendige Posten eines Chef-Lobbyisten beim Staatsunternehmen Deutsche Bahn geschaffen. (Foto: dpa)

Staats-Karriere – Fahr lieber mit der Bundesbahn

Treue zu Angela Merkel lohnt sich: Obwohl NSA-Terminator Ronald Pofalla noch nie in seinem Leben in einem großen Unternehmen gearbeitet hat, soll er nun Vorstand bei der Deutschen Bahn werden. Für ihn wird ein neues Ressort als Cheflobbyist geschaffen. Als Qualifikation bringt Pofalla seine Mitgliedschaften beim Technischen Hilfswerk Geldern und bei der DLRG Weeze mit.

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Bahn-Chaos: Essen kämpft gegen Einsturz-Gefahr wegen alter Stollen

Ein Blick auf die Anzeigentafel am Hauptbahnhof Essen zeigt: Die Nerven der Fahrgäste werden die nächsten Wochen stark strapaziert. (Foto: dpa)Ein Blick auf die Anzeigentafel am Hauptbahnhof Essen zeigt: Die Nerven der Fahrgäste werden die nächsten Wochen stark strapaziert. (Foto: dpa)

Bahnverkehr – Folgen des Bergbaus

Die Fernbahn in Essen ist durch den Essener Stollen gefährdet: Durch den Bergbau gibt es unter dem Bahndamm Hohlräume. Das Chaos ist ausgebrochen. Die Anfahrten von ICE und IC nach Bochum, Mühlheim und Essen werden in dieser Zeit vollständig storniert.

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Nach Bahn-Chaos in Mainz: Personal-Mangel bedroht bundesweiten Bahnverkehr

 |  Veröffentlicht: 09.08.13, 08:25  |  Aktualisiert: 09.08.13, 09:01  |  29 Kommentare

Seit gut einer Woche kommt es in Mainz zu zahlreichen Ausfällen von Regionalzügen. Die Deutsche Bahn spricht von einem vorübergehenden Personalmangel: Urlaub und Krankheitsfälle. Ob sich die Situation im September entspannen werde, konnte die Bahn nicht versprechen. Doch Mainz ist kein Einzelfall. Allein für den Service rund um die Stellwerke fehlen bundesweit mindestens 1.000 Mitarbeiter.

In der Rhein-Main-Region ist Zugfahren derzeit keine Freude. Nicht etwa wegen ausgefallener Klimaanlagen, sondern vielmehr aufgrund ständig ausfallender Züge. Seit einer Woche kommt es tagtäglich zu Ausfällen von Regionalzügen. Und einen Fernverkehr gibt es quasi nicht mehr. Der Grund: Es herrscht Personalmangel im Stellwerk des Mainzer Hauptbahnhofes. Von 18 Mitarbeitern sollen drei bis Mitte August im Urlaub und vier krank sein. Einfach Mitarbeiter von anderen Stellwerken abzuziehen, geht aufgrund der dreimonatigen Einarbeitungszeit nicht.

Am Donnerstag äußerte sich der Vorstandschef der DB Netz AG zu dem Chaos in Mainz. „Es gibt derzeit keine stabile Aussage darüber, wie sich die Situation über den August hinaus entwickelt“, sagte Frank Sennhenn und entschuldigte sich bei einer Pressekonferenz in Mainz.  „Wir laufen Gefahr, einen Imageschaden zu erleiden“, zitiert ihn die Rhein-Zeitung. Ein deutlich eingedämmter Ersatzfahrplan soll nun helfen. Der verkehr über Mainz soll so stark reduziert werden, dass die verbliebenen Mitarbeiter des Stellwerks ihn bewältigen können.

Der hohe Krankenstand als Ursache für die immensen Probleme in Mainz ist dem Chef der Bahngewerkschaft EVG, Alexander Kirchner, zufolge eine Ausrede. Tatsächlich wären gravierende Personalprobleme die Ursache. Mainz sei dabei kein Einzelfall, heißt es in einer Mitteilung der Gewerkschaft. „Die Personaldecke ist mittlerweile so knapp, dass es künftig auch auf anderen Strecken immer wieder mal zu Zugausfällen aufgrund von Personalmangel kommen kann“, so Kirchner.

Allein bei den Fahrdienstleistern fehlen nach Schätzungen der Gewerkschaft bundesweit mindestens 1.000 Mitarbeiter. Aus diesem Grund seien zwischenzeitlich gut eine Millionen Überstunden aufgelaufen, die nicht abgebaut werden könnten, so die Gewerkschaft. „Es fehlt an allen Ecken und Kanten an Personal, nicht nur bei den Fahrdienstleitern“, sagte Kirchner.

Der Personalmangel dürfte in der nächsten Zeit jedoch kaum behoben werden können. Im ersten halben Jahr musste das Unternehmen einen deutlichen Gewinneinbruch hinnehmen. Die starke ausländische Konkurrenz macht der Deutschen Bahn zu schaffen – immer mehr staatliche Aufträge gehen dem Unternehmen verloren (hier).

Bahnhofs-Umbau: Stadt bezahlt Asylbewerbern 1,05 Euro fürs Kofferschleppen

In der Stadt Schwäbisch Gmünd in Baden-Württemberg haben Asylwerber am Bahnhof ankommenden Passagieren beim Kofferschleppen geholfen – für einen Stundenlohn von 1,05 Euro. Nun will die Deutsche Bahn stattdessen eigene Mitarbeiter dafür einsetzen.

Die Situation für Asylanten in Deutschland ist äußerst schwierig. Erst im Juni waren in München 50 Asylbewerber in den Hungerstreik getreten, um die Anerkennung ihrer Asylanträge durchzusetzen (Foto: Screenshot DWN).

Die Situation für Asylanten in Deutschland ist äußerst schwierig. Erst im Juni waren in München 50 Asylbewerber in den Hungerstreik getreten, um die Anerkennung ihrer Asylanträge durchzusetzen (Foto: Screenshot DWN).

Eine umstrittene Initiative der Stadt Schwäbisch Gmünd führt zu einem neuen Aufflammen der Debatte um das Arbeitsrecht für Asylsuchende in Deutschland. Weil der städtische Bahnhof umgebaut wird und währenddessen keine Aufzüge für die Bahnkunden zur Verfügung stehen, fragte die Stadt kurzerhand im Asylheim nach Freiwilligen, die für Kost und einen Stundenlohn von 1,05 Euro beim Kofferschleppen helfen sollten.

Die Deutsche Bahn reagierte am Mittwoch auf die lauter werdende Kritik und zog sich „aus der Initiative der Stadt Schwäbisch Gmünd“ zurück, wie es in einer Pressemitteilung hieß. Die konkreten Beschäftigungsbedingungen seien der Deutschen Bahn erst jetzt bekannt geworden. Arbeitsverhältnisse zu diesen Konditionen könne die Bahn jedoch nicht unterstützen. Ein Sprecher sagte den Deutschen Wirtschafts Nachrichten, die Stadt hätte ursprünglich von „Sozialdiensten“ gesprochen. Seit Donnerstag stellt die Deutsche Bahn nun eigene Mitarbeiter  für die Trägertätigkeiten ab – zum tariflichen Regellohn.

Veröffentlicht: 25.07.13, 23:36 Zum Weiterlesen: