Tag-Archiv | Einkommen

Vom Millionär zum Tellerwäscher: Mittelstand schrumpft rasant um 6,5% – Aufstieg kaum noch möglich

In Deutschland und in Amerika gilt: Einmal oben, immer oben. Die Eliten sichern sich ab, ein Aufstieg aus einer unteren Schicht ist kaum noch möglich. (Foto: dpa)In Deutschland und in Amerika gilt: Einmal oben, immer oben. Die Eliten sichern sich ab, ein Aufstieg aus einer unteren Schicht ist kaum noch möglich. (Foto: dpa)

Die Eliten mauern: Aufstieg aus einer unteren Schicht kaum möglich

Die ungerechte Gesellschaft – Die Mittelschicht schrumpft seit Jahren in allen entwickelten Volkswirtschaften. In Deutschland hat sich ihr Anteil innerhalb von 13 Jahren um 5,5 Million auf 47,3 Millionen verringert. Dies ist das Ergebnis einer ungerechten Verteilung von Einkommen und Vermögen: Die Reichen werden reicher, und in der Mitte gibt es kaum Aufstiegsmöglichkeiten.

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Deutschland: Kluft zwischen Arm und Reich nimmt zu

Die Kluft zwischen Arm und Reich nimmt seit 20 Jahren kontinuierlich zu. Dies ist das Ergebnis einer Studie des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung. Grund dafür ist die ungerechte Besteuerung und die "Flexibilisierung des Arbeitsmarktes". (Flickr/dirk.olbertz)Die Kluft zwischen Arm und Reich nimmt seit 20 Jahren kontinuierlich zu. Dies ist das Ergebnis einer Studie des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung. Grund dafür ist die ungerechte Besteuerung und die „Flexibilisierung des Arbeitsmarktes“. (Flickr/dirk.olbertz)

Zwischen Altersarmut und Überschuldung – Eine Studie des IMK kommt zu dem Schluss, dass die Einkommensunterschiede seit der Wiedervereinigung stark angestiegen sind. Die Zahl der Beschäftigten auf Teilzeitbasis oder in Zeitarbeit stiegt seit 1991 . Die Zahl der Mini-Jobber nahm rapide zu. Die Folgen sind Altersarmut und Überschuldung.

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Hohe Mietpreise lassen tatsächliche Armut um das Dreifache ansteigen

Steigende Mieten führen dazu, dass sich die Grenzen der Armut verschieben. Die Tatsächliche Armut dürfte drei Mal höher liegen, als sie in offiziellen Statistiken ausgewiesen wird. In Ballungszentren steht nicht genug Wohnraum zur Verfügung.

Plattenbauten bieten günstigen Wohnraum. Dennoch machen steigende Mieten Familien zu schaffen. (Foto: Flickr/rp72)Plattenbauten bieten günstigen Wohnraum. Dennoch machen steigende Mieten Familien zu schaffen. (Foto: Flickr/rp72)

Einer Studie der Bertelsmann-Stiftung zufolge haben einkommensschwache Familien in vielen größeren Städten weniger Geld zur Verfügung als Hartz-IV-Haushalte. Die Tatsächliche Armut sei „fast drei Mal so hoch“, sagte Anette Stein von der Bertelsmann-Stiftung den Deutschen Wirtschafts Nachrichten. Derzeit gebe „es 4,6 Prozent Hartz-IV-Empfänger“ (SGB-II Bezieher). Aber 16,9 Prozent lebten an der Grenze zur Armut und sind damit akut armutsgefährdet. Dieser Umstand gelte bereits, ohne die gestiegenen Mietpreise der letzten Jahr in Betracht gezogen zu haben.

Werden die Mieten von den Einnahmen der armutsgefährdeten Bevölkerung in Deutschland in Abzug gebracht, „gilt für mehr als jede Zweite Kommune, dass das verfügbare Einkommen von Familien unter Hartz-IV-Niveau fällt“, so Stein.

veröffentlicht: 22.07.13, 23:43 Zum Weiterlesen: