Tag-Archiv | Frankfurter Rundschau

Der Aggregatzustand des Journalismus

Zeitungen_mb_in_de_Medien_715x475Kann es sein, dass am Internet  Zeitungssterben  weder die Anzeigenkrise noch das Internet schuld sind – sondern die Journalisten und Verleger selber?
Sterben die Zeitungen? Überlebt der Journalismus? Das fragen sich die Leute jetzt wieder. Im vergangenen Herbst meldete die Frankfurter Rundschau Insolvenz an. Dann wurde die Financial Times Deutschlandeingestellt. Jetzt meldet Springer unter anderem den Verkauf des Hamburger Abendblatts. Der demografische und der digitale Wandel sind schuld, heißt es. Weniger Menschen lesen weniger auf Papier. Das ist die kurze Begründung für einen epochalen Kulturwandel – denn das wäre es ja, wenn die Institution Zeitung verschwände, an die wir uns schon gewöhnt haben. Das wäre also die Evolution, ein sozusagen natürlicher Vorgang, an dem sich kaum etwas ändern ließe. Ich glaube das nicht. Es ist kein natürlicher, sondern ein menschengemachter Wandel. Wenn die Zeitungen sterben, dann vor allem, weil die Journalisten und Verleger versäumt haben, früh und aktiv in den sich seit Langem abzeichnenden Wandel einzugreifen. Weiterlesen

FDP-Minister: Obama soll Friedensnobelpreis zurückgeben und Europa Edward Snowden Asyl gewähren

11.7.2013. Der hessische Justizminister Jörg Uwe Hahn (FDP) hat in einem Beitrag für die „Frankfurter Rundschau“ gefordert, daß die Europäische Union dem US-Dissidenten Edward Snowden, der ein geheimes Spionagenetz des US-Regimes in Europa aufgedeckt hat, Asyl vor der politischen Verfolgung in seiner Heimat gewähren soll. Gleichzeitig forderte Hahn, daß der US-Machthaber Barack Obama seinen Friedensnobelpreis wegen der ausufernden Überwachung und dem Weiterbetreiben des Folterlagers Guantanamo Bay zurückgeben sollte – allerdings offensichtlich nicht wegen der Kriege in Afghanistan, Pakistan, Syrien, Irak und Libyen, die Obama losgetreten bzw. weiter fortgeführt hat. (Kay Hanisch)