Tag-Archiv | Geopolitik

Gaslieferungen in die Ukraine gestartet

Eine Gas-Verteilerstation des RWE-Konzerns   (Foto:  REUTERS)  Eine Gas-Verteilerstation des RWE-Konzerns (Foto: REUTERS)

15. April 2014Essen (Handelsblatt/Stimme Russlands/Irib)

Am Dienstag ist mit Reservelieferungen von deutschem Gas über Polen in die Ukraine begonnen worden.

Der Essener Energiekonzern RWE startete heute als erster europäischer Versorger Gaslieferungen an die Ukraine. Die Tochter RWE Supply & Trading habe am Dienstag Lieferungen an die staatliche Gasgesellschaft Naftogaz of Ukraine aufgenommen, teilte RWE am mit. Das Gas fließe über Polen in das osteuropäische Land. „Das Gas stammt aus unserem Gesamtportfolio“, sagte eine RWE-Sprecherin.Ein bereits 2012 für fünf Jahre geschlossener Rahmenvertrag ermögliche die Lieferung, teilte RWE weiter mit. Dieser erlaube grundsätzlich die Lieferung von bis zu zehn Milliarden Kubikmeter Erdgas jährlich. Der Gesamtverbrauch in der Ukraine liegt bei rund 55 Milliarden Kibikmetern. Die Lieferungen orientierten sich am europäischen Großmarktpreis einschließlich der Transportkosten in die Ukraine.Die Ukraine hatte erklärt, ihre Energieversorgung mit Hilfe deutscher und französischer Unternehmen sichern zu wollen. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte angekündigt, dass Russland die ehemalige Sowjetrepublik künftig nur noch gegen Vorauszahlung mit Erdgas beliefern und notfalls die Versorgung drosseln werde.

Unterstützerverein der Hisbollah verboten

De Maiziere geht gegen Hisbollah - Unterstützer vor. De Maiziere geht gegen Hisbollah – Unterstützer vor.

8. April 2014Berlin (dpa/IRIB)

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat einen Unterstützerverein der libanesischen Hisbollah in Deutschland verboten.
Büros und Immobilien des in Essen ansässigen Waisenkinderprojekts Libanon e.V. wurden am Dienstagmorgen durchsucht, teilte das Innenministerium mit. Dabei wurden Bargeld, Akten und andere Unterlagen sichergestellt. Zwei Konten über zusammen 60 000 Euro wurden gesperrt. Festnahmen gab es nicht. Rund 150 Polizisten waren in Baden-Württemberg, Berlin, Bremen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz im Einsatz. Ermittelt wurde in diesem Zusammenhang seit 2009. Zur Begründung hieß es, der Verein habe mit rund 3,3 Millionen Euro die Shahid-Stiftung («Märtyrer-Stiftung») unterstützt, die ihrerseits die Hisbollah finanziere. Hisbollah hat darauf noch nicht reagiert.

US-Sanktionsgesetz soll Hisbollah finanziell austrocknen

US-Militär will neue Atomwaffen in Deutschland stationieren

Die B 61-Raketen, die mit neuen Nuklear-Sprengköpfen ausgestattet werden sollen. (Foto: United States Department of Defense, SSGT Phil Schmitten)Die B 61-Raketen, die mit neuen Nuklear-Sprengköpfen ausgestattet werden sollen. (Foto: United States Department of Defense, SSGT Phil Schmitten)

Nato – Sicherheits-Bedenken bei alten B 61

Die für Atomwaffen zuständige US-Behörde plant, eine neue Generation von Nuklear-Waffen in Deutschland zu stationieren. Damit das Budget genehmigt wird, spricht die Behörde von der Ablöse von alten Waffen und Sicherheits-Verbesserungen. Tatsächlich geht es in dem Papier jedoch darum, aus alten Bomben moderne Lenkwaffen zu machen. Die bundesdeutsche Zustimmung zu diesen dann auch in Deutschland gelagerten Atomwaffen ist nicht vorgesehen.

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