Tag-Archiv | Handel

Deutsches Business fordert Russland und EU zu Verhandlungen auf

Eckhard Cordes

STIMME RUSSLANDS Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft (OADW) fordert Russland und die Europäische Union auf, auf beiderseitige Sanktionen zu verzichten und Verhandlungen miteinander durchzuführen. Das erklärte der Vorsitzende des OADW, Eckhard Cordes, als er die von der Russischen Föderation beschlossenen Einschränkungen für die Einfuhr westlicher Agrarerzeugnisse in das Land kommentierte.

„Die Wirtschaftssanktionen der EU und die Antwortmaßnahmen der Russischen Föderation werden die ohnehin angespannte wirtschaftliche Situation zuspitzen“, stellte er fest. Nach Cordes’ Ansicht würden im Falle einer Fortführung des Handelskonfliktes zwischen der EU und Russland Tausende von Arbeitsplätzen in der Bundesrepublik und in der Russischen Föderation gefährdet werden.

Freihandelsabkommen TTIP: Hormon-Fleisch erobert die Märkte

Die Zulässigkeit von Wachstumshormonen verschafft den US-Fleischproduzenten massive Kostenvorteile. (Foto: dpa)Die Zulässigkeit von Wachstumshormonen verschafft den US-Fleischproduzenten massive Kostenvorteile. (Foto: dpa)

Billige Nahrung durch Freihandel

Im Rahmen des Freihandelsabkommens TTIP kommt Hormonfleisch voraussichtlich auch nach Europa. Denn die USA erlauben den Einsatz von Wachstumshormonen. Dadurch ist die Fleischproduktion dort deutlich billiger. Der Deutsche Bauernverband fürchtet den zusätzlichen Wettbewerbsdruck für die heimische Produktion.

  |

Die Kaurimuschel, eine besondere Währung, vor vielen Jahren

kauri2Wenn man von der Kaurimuschel redet, denkt man nicht unbedingt sofort an das Museum der Belgischen Nationalbank. Und dennoch besitzt das Museum neben seiner beachtlichen Münz- und Banknotensammlung auch eine breite Palette von Warengeld, bei der die Kaurimuscheln einen breiten Platz einnehmen.

Schon vor unserem Zeitalter dienten diese Muscheln als Zahlungs­mittel, und ihr Besitz war ein untrügliches Zeichen für Reichtum und Macht. Sie behielten diesen Status bis zum 20. Jahrhundert. Alle Merkmale, die man von einer Währung erwartet, nämlich Solidität, leichte Handhabung, Teilbarkeit und die Tatsache, dass sie leicht zu erkennen ist, weisen diese kleinen Muscheln auf, deren beiden Hauptarten cypraea moneta und cypraea annulus heißen. Im Vergleich zu Lebensmitteln, die per Definition verderblich sind, oder zu Federn, die von Ungeziefer befallen werden können, sind sie leicht zu handhaben; außerdem sind sie klein und so man kann sie leicht bei sich tragen.

Darüber hinaus sind sie durch ihre Form und ihr schönes Aussehen vor Fälschungen geschützt. Und schließlich haben sie praktisch alle dieselbe Form und dieselbe Größe, sodass man sie nur zählen oder wiegen musste, um den Wert einer Zahlung zu bestimmen. Sie waren meist zu einem Armband oder einer Halskette aufgefädelt oder zu größeren Einheiten zusammengefasst. So wurden auf dem Markt von Bengalen große Transaktionen mit Kaurimuschelkörben beglichen. Jeder Korb enthielt rund 12 000 Muscheln. Die Form der Kaurimuschel machte sie außerdem zu einem Fruchtbarkeitssymbol, was sie für manche Völker umso wertvoller machte.
Weiterlesen

Deutsche Unternehmen wollen keine Lehrlinge mehr ausbilden

BAA-ZeitdeBild: Zeit.de

Fachkräfte – Schlechte Aussichten bremsen

In Deutschland ist die berufliche Ausbildung auf den niedrigsten Stand seit der Einheit gesunken. Diese Entwicklung könnte auf eine Verschärfung der Krise hindeuten.

  |