Tag-Archiv | Inflation

Löhne und Lohnentwicklung weit unter internationalem Schnitt – Gewerkschaften abgemeldet

LOHN IV

Konjunktur – Angst vor Deflation

Deutschland: Die Gewerkschaften spielen bei den Löhnen keine Rolle mehr

Die Mehrheit der deutschen Arbeitnehmer beziehen Löhne, die nicht mehr von den Gewerkschaften mitverhandelt wurden. Das Ergebnis: Die deutsche Löhne liegen weit unter dem internationalen Durchschnitt. Die Produktivität ist dagegen dramatisch gestiegen. Nun fordert sogar die Bundesbank Lohnerhöhungen.

moderne Sklaverei: Deutschland Vorreiter Europas

Ein Arbeiter entnimmt im ThyssenKrupp-Stahlwerk in Duisburg an einer Öffnung eines Hochofens eine Stahlprobe. (Foto: dpa)

Ein Arbeiter entnimmt im ThyssenKrupp-Stahlwerk in Duisburg an einer Öffnung eines Hochofens eine Stahlprobe. (Foto: dpa)

Deutschland schafft seine Arbeiter ab. Der Niedriglohnsektor boomt in kaum einem europäischen Land so wie in Deutschland. Von einer sozialen Marktwirtschaft kann nicht mehr die Rede sein. Die deutschen Arbeiter bezahlen den Preis für die hemmungslose Globalisierung.

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Karlsruhe überlässt Klage gegen die EZB dem Europäischen Gerichtshof

Die deutschen Verfassungsrichter nehmen an, dass die EZB ihre Befugnisse überschritten habe, überlassen die Entscheidung aber dem EuGH. (Foto: dpa)

Die deutschen Verfassungsrichter nehmen an, dass die EZB ihre Befugnisse überschritten habe, überlassen die Entscheidung aber dem EuGH. (Foto: dpa)

Verfassungs-Gericht Verfahren wegen Staatsanleihen

Über den Krisenkurs der EZB in der Eurokrise muss der Europäische Gerichtshof entscheiden. Das Bundesverfassungsgericht setzt das entsprechende Verfahren aus. In dem Verfahren geht es darum, ob die EZB unbegrenzt Staatsanleihen der Krisenländern kaufen darf.

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Inflation: Lebensmittel-Preise explodieren

Die Preise für Äpfel stiegen im vergangenen Jahr um 15 Prozent. Kartoffeln wurden sogar 29 Prozent teurer. (Foto: dpa)

Die Preise für Äpfel stiegen im vergangenen Jahr um 15 Prozent. Kartoffeln wurden sogar 29 Prozent teurer. (Foto: dpa)

Lebensmittel verteuerten sich 2013 um 4,4 Prozent – so stark wie seit fünf Jahren nicht mehr. Für Kartoffeln zahlten die Deutschen 29 Prozent mehr als im Vorjahr. Die große weltweite Nachfrage wird die Lebensmittelpreise auch in den kommenden Jahren massiv in die Höhe treiben.

16. Januar 2014 –

Ausbeutung – Zinsabsprachen zwischen Versicherungsunternehmen

Die niedrigen Zinsen lassen das Kapital der Kunden bei jedem zweiten Abschluss einer neuen Lebensversicherung schrumpfen. (Foto: dpa)

Die niedrigen Zinsen lassen das Kapital der Kunden bei jedem zweiten Abschluss einer neuen Lebensversicherung schrumpfen. (Foto: dpa)

Versicherungen – Kleine Versicherer in Not

Ende für den Garantie-Zins: Versicherungen wollen keine Kunden mehr

Kleine Versicherer sprechen sich für eine Senkung des Garantiezinses von Lebensversicherungen auf 1,25 Prozent aus. Sie haben Schwierigkeiten, die hohen Zinsen aus den Altverträgen im Niedrigzinsumfeld zu erwirtschaften. Eine erneute Absenkung lässt das Kapital der Kunden bei Neuverträgen schrumpfen.

8. Januar 2014 –

Trotz sprudelnder Einnahmen: Kommunen schreiben rote Zahlen

Die Bürger zahlen deutlich mehr Steuern, doch die Kommunen kommen mit dem Geld nicht hin. (Foto: dpa)Die Bürger zahlen deutlich mehr Steuern, doch die Kommunen kommen mit dem Geld nicht hin. (Foto: dpa)

Staatsfinanzen – Mehr Ausgaben für Soziales

In den ersten drei Quartalen verzeichneten die deutschen Städte und Gemeinden ein Defizit von 1,4 Milliarden Euro. Zwar legten die Einnahmen um 4,5 Prozent zu. Doch noch stärker stiegen die Ausgaben für Sozialleistungen und Personal.

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EU kritisiert Befreiungen deutscher Unternehmen von der Öko-Umlage

Deutschland plant die Entlastung energieintensiver Unternehmen um 5,1 Milliarden Euro. (Foto: dpa)Deutschland plant die Entlastung energieintensiver Unternehmen um 5,1 Milliarden Euro. (Foto: dpa)

Energie – Verfahren noch dieses Jahr

Im kommenden Jahr sollen 2.700 Unternehmen in Deutschland von der Öko-Umlage befreit werden. Das sind 20 Prozent mehr als noch 2013. Die EU-Kommission kritisiert die Entlastungen. Noch vor Weihnachten soll ein Beihilfeverfahren gegen Deutschland eingeleitet werden.

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Spekulanten verdrängen Bauern von den Äckern in Deutschland

Ein Mähdrescher erntet Getreide bei Altenburg in Thüringen. Die Preise für Ackerland in Deutschland explodieren. Für die Bauern wird es eng. (Foto: dpa)Ein Mähdrescher erntet Getreide bei Altenburg in Thüringen. Die Preise für Ackerland in Deutschland explodieren. Für die Bauern wird es eng. (Foto: dpa)

Landwirtschaft – 45 Prozent Preisanstieg

Die Preise für landwirtschaftliche Nutzflächen sind seit 2008 um 50 Prozent gestiegen. Investoren suchen sichere Anlagemöglichkeiten für das derzeit billige Geld. Um die Preisexplosion zu stoppen, wollen Union und SPD den Kauf von Ackerland beschränken.

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SPAM- oder doch nicht?

quasimodo_whippedIch stell den link hier ein- ohne Wertung- entscheidet selbst. Stimmungsmache? Werbung? Angstmache???? Wie dem auch sei: jeder hat selbst Hirn, Herz und Bauch ……nutzt die Werkzeuge und zieht Schlüsse.

Diese Seite gilt als SPAM. Also ich sehe eher ZDF, ARD, BILD und Co. als Spam an. Die Infos und Inhalte finde ich wertvoll- weitere Dienste nutzen muß man nicht. Selbstverantwortliches Handeln 🙂

Gute Zusammenstellung von Infos. Nur meine Meinung 😉

Laßt euch nicht abschrecken 😉

Von Gerhard Schneider  informationsservice@info.experto.de

http://info.experto.de/red.php?r=6627083160655454&lid=283604&ln=3

Narrenschiff, Schiff ahoi!

Federlein

Teures Prestige: Kosten bei Berliner Stadtschloss explodieren

Sobald man etwas vom Stadtschloss sieht, werden auch mehr Spendengelder fließen, erwartet der Bauherr. (Foto: Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum / Franco Stella)Sobald man etwas vom Stadtschloss sieht, werden auch mehr Spendengelder fließen, erwartet der Bauherr. (Foto: Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum / Franco Stella)

Groß-Projekte – Spender dringend gesucht

Der Wiederaufbau des Hohenzollern-Sitzes im Berliner Zentrum könnte teurer werden, als derzeit angenommen. Zudem reichen die bisherigen Spendengelder bei Weitem nicht aus. Dem Steuerzahler drohen Mehrbelastungen in Milliardenhöhe.

  | , 02:51 Uhr

Inflation: Lebensmittel-Preise in Deutschland steigen rasant

Butterpreis explodiert: +30% im September. (Foto: dpa)Butterpreis explodiert: +30% im September. (Foto: dpa)

Deutschland – Auch Strom wird teurer

Im September sind die Preise für Lebensmittel um über vier Prozent angestiegen und auch der teure Strom macht sich in den Taschen der deutschen Steuerzahler bemerkbar. 11,5 Prozent mehr kostete der Strom im September, die Preise für Butter stiegen um fast 30 Prozent.

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Deutlich höhere Sozialbeiträge ab nächstem Jahr

AFPBeitragsbemessungsgrenzen werden angehoben

Auf Arbeitnehmer und Arbeitgeber kommen offenbar im nächsten Jahr deutlich höhere Sozialabgaben zu: Die Beitragsbemessungsgrenzen in der Sozialversicherung soll angehoben werden

AFP – Auf Arbeitnehmer und Arbeitgeber kommen offenbar im nächsten Jahr deutlich höhere Sozialabgaben zu: Die Beitragsbemessungsgrenzen in der Sozialversicherung soll angehoben werden

Auf Arbeitnehmer und Arbeitgeber kommen offenbar im nächsten Jahr deutlich höhere Sozialabgaben zu. Die schwarz-gelbe Bundesregierung wolle in ihrer Kabinettsitzung nächste Woche eine deutliche Anhebung der Beitragsbemessungsgrenzen in der Sozialversicherung beschließen, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“. Eine höhere Belastung entstehe so für alle Arbeitnehmer, die derzeit mehr als 3937,50 Euro brutto pro Monat verdienten.

Die Höhe des Einkommens, bis zu dem Sozialabgaben gezahlt werden müssen, ist durch die Beitragsbemessungsgrenze gedeckelt. Diese Grenzen sind von der Einkommensentwicklung abhängig und werden jährlich angepasst. Die Regierung berechnet den Anstieg anhand einer festgelegten Formel. Laut Beschlussvorlage für eine entsprechende Verordnung des Kabinetts würden die Bemessungsgrenzen im kommenden Jahr kräftig steigen, meldete die „Süddeutsche Zeitung“.

Die in Westdeutschland fälligen Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung sollen 2014 demnach bis zu einem monatlichen Bruttoeinkommen von 5950 Euro erhoben werden. Das seien 150 Euro mehr als bisher. In Ostdeutschland würden die Grenzen um hundert Euro auf 5000 Euro steigen. Ähnlich sehe es bei der Kranken- und Pflegeversicherung aus, in denen eine andere Beitragsbemessungsgrenze für das gesamte Bundesgebiet gilt: Diese solle laut der Kabinettsvorlage um 112,50 Euro auf 4050 Euro ansteigen.

Lohnerhöhung als Illusion: Inflation, Schulden und Steuern fressen alles auf

Die Gewerkschaften handeln im Arbeitskampf höhere Tariflöhne für die Mitarbeiter aus. Nach Abzug von Steuern und inflationsbereinigt bleibt davon nicht viel übrig. (Foto: dpa)Die Gewerkschaften handeln im Arbeitskampf höhere Tariflöhne für die Mitarbeiter aus. Nach Abzug von Steuern und inflationsbereinigt bleibt davon nicht viel übrig. (Foto: dpa)

Steuern – Nominallohn – ein Trauerspiel

Für die Deutschen sind Brutto-Lohnerhöhungen kein gutes Geschäft: Steuern, Staatsschulden und Inflation nehmen ihnen das Geld wieder weg. Ein Index belegt, dass den Arbeitnehmern von den Lohnsteigerungen in den vergangenen Jahren nichts geblieben ist.

  | , 15:25 Uhr |

Vertrauen in die Banken verloren: Deutsche sparen weniger

Während der Bankenkrise 1931 gab es eine regelrechten Bankrun. Tausende Menschen standen in Schlangen und versuchten, ihr Geld zu retten. Mit dem Bail-in-Regeln der EU fürchten die Sparer, nicht rechtzeitig an ihr Geld zu kommen. (Foto: dpa)Während der Bankenkrise 1931 gab es eine regelrechten Bankrun. Tausende Menschen standen in Schlangen und versuchten, ihr Geld zu retten. Mit dem Bail-in-Regeln der EU fürchten die Sparer, nicht rechtzeitig an ihr Geld zu kommen. (Foto: dpa)

Geldanlage – Das Ende einer deutschen Tugend

In den vergangenen sechs Monaten haben die Deutschen deutlich weniger gespart. Jeder fünfte Deutsche spart überhaupt nicht mehr. Und wenn gespart wird, dann dort, wo man das Geld schnell wieder zurückholen kann.

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Schäuble leidet unter massivem Realitätsverlust

„Die Zustimmung der Deutschen zum Euro ist in den drei Krisenjahren kontinuierlich gestiegen“, sagte Finanzminister Schäuble. Denn dank des Euro seien die Preise so stabil wie niemals zuvor. (Foto: dpa)„Die Zustimmung der Deutschen zum Euro ist in den drei Krisenjahren kontinuierlich gestiegen“, sagte Finanzminister Schäuble. Denn dank des Euro seien die Preise so stabil wie niemals zuvor. (Foto: dpa) Foto: Stephanie Pilick/dpa

Das Wort zum Sonntag – Wolfgang Schäuble ist überzeugt, dass die fortgesetzte Euro-Rettung der Wunsch aller Deutschen sei. Euro-Skeptiker gäbe es in Deutschland nicht. Die Krise habe bewirkt, dass die Deutschen die Einheitswährung zu schätzen gelernt hätten. Wer an dieser Wahrheit zweifelt, ist ein Demagoge.

  | , 01:27 Uhr

Europäische Zentralbank setzt Enteignung der deutschen Sparer fort

Mario Draghi bei der Verlesung der Zahlen, die den deutschen Sparern nicht gefallen dürften.Mario Draghi bei der Verlesung der Zahlen, die den deutschen Sparern nicht gefallen dürften.

EZB und Bank of England haben am Donnerstag bekanntgegeben, ihre historisch tiefen Leitzinssätze beizubehalten. Damit hat sich in der EZB die Italien-Fraktion durchgesetzt. Die deutschen Sparer werden durch diese Entscheidung weiter um Milliarden erleichtert.

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Weil der Euro gerettet wird: Lufthansa-Mitarbeiter müssen um Betriebsrente bangen

Die Lufthansa-Piloten teilen das Schicksal fast aller Betriebsrenten-Versicherten. Auch sie werden künftig weniger Geld erhalten. (Screenshot)Die Lufthansa-Piloten teilen das Schicksal fast aller Betriebsrenten-Versicherten. Auch sie werden künftig weniger Geld erhalten. (Screenshot)

Niedrigzinsen senken die Rendite – Mario Draghi hält die Zinsen niedrig, damit die Euro-Schuldenländer über Wasser bleiben. Das hat konkrete Auswirkungen auf die Arbeitnehmer auch in Deutschland: Die Lufthansa kündigt die Betriebsrente, weil sie die vor Jahren gegebenen Zusagen nicht mehr einhalten kann.

  | , 03:19 Uhr

Grundnahrung deutlich teurer

Wen die Krise trifft: Lachs und Sekt billig, Fischstäbchen und Korn teuer

 

Die Preise für Grundnahrungsmittel sind deutlich gestiegen. Doch Sekt-Fans haben Glück, denn das Sprudelgetränk ist kaum teurer geworden. (Foto: Flickr/warrenski)Die Preise für Grundnahrungsmittel sind deutlich gestiegen. Doch Sekt-Fans haben Glück, denn das Sprudelgetränk ist kaum teurer geworden. (Foto: Flickr/warrenski)

Nach Angaben des statischen Landesamts von NRW sind vor allem viele Grundnahrungsmittel massiv im Preis gestiegen. Luxus-Artikel hingegen sind nur wenig teurer geworden. Die Schere zeigt, dass der Bürger den Preis für die Krise zahlt, während diejenigen, die es sich leisten können, von der Krise wenig merken.

Deutsche Post ärgert sich über Inflation und will Preise erhöhen

  |  16.08.13, 00:03  |  27 Kommentare

Die Deutsche Post misstraut der offiziellen Inflations-Rate und will ihre Preise künftig stärker erhöhen. Offenbar hat bei der Post jemand nachgerechnet und erkannt, dass etwas nicht stimmen kann.

Die Deutsche Post hat viel getan, um effizienter zu werden. Doch ohne Preiserhöhungen geht es nun nicht mehr. (Foto: Flickr/marcusraitner)

Die Deutsche Post hat viel getan, um effizienter zu werden. Doch ohne Preiserhöhungen geht es nun nicht mehr. (Foto: Flickr/marcusraitner)

Zu Beginn dieses Jahres hatte die Post das Briefporto zum ersten Mal seit 1997 angehoben: von 55 Cent auf nunmehr 58 Cent. Doch künftig werden die Preise offenbar schneller steigen.

Die Deutsche Post will mehr Spielraum bei der Erhöhung des Briefportos. „Wir möchten unsere Preise in Zukunft im Einklang mit der Inflationsrate anheben können“, sagte ein Sprecher der FAZ. Das würde bedeuten, dass die Post ihrePreise zumindest um 2 Prozent pro Jahr erhöhen dürfte. Denn dies ist offizielle Inflationsrate.

Bisher müssen die Preiserhöhungen der Post 0,6 Prozent unterhalb der offiziellen Inflationsrate liegen. Die Post kann dabei selbst entscheiden, wie sie Erhöhungen auf die verschiedenen Produkte verteilt. Aufgrund der Regelung muss sie jedes Jahr 0,6 Prozent effizienter werden – vorausgesetzt die offizielle Inflation ist realistisch.

Doch die tatsächlichen Preissteigerungen sind viel höher als die im Juli vom statistischen Bundesamt angegebene Inflationsrate von 1,9 Prozent. Dies wird etwa an den massiv steigenden Lebensmittelpreisen deutlich (mehr hier). Die Deutsche Post merkt offenbar, dass die Realität mit den offiziellen Zahlen nicht im Einklang ist – und braucht höhere Preise, um die höheren Kosten abzufangen.

In den kommenden Wochen wird die Bundesnetzagentur der Post neue Regeln für die Portos festlegt.

Rösler: Euro-Krise zu Ende

rösler15.08.2013 Rösler sieht Anfang vom Ende der Krise in Euro-Zone. Trotz der starken Teuerung bei Lebensmitteln unterstrich Rösler auch: „Es ist in der Tat so, dass Inflation jetzt nicht das Problem ist“.

 
Die Wirtschaftskrise in der Europäischen Währungsunion ebbt nach Auffassung von Bundeswirtschafsminister Philipp Rösler allmählich ab. „Klar ist, auch wenn das noch nicht das Ende der Krise ist, so ist das doch ein guter Anfang vom Ende der Krise“, kommentierte Rösler am Donnerstag im Radiosender SWR 2 die jüngsten Wachstumszahlen aus Deutschland und anderen Euroländern.
 
Trotz der starken Teuerung bei Lebensmitteln unterstrich Rösler auch: „Es ist in der Tat so, dass Inflation jetzt nicht das Problem ist“. Allerdings gelte es, hier wachsam zu sein. Um auch weiter einen stabilen Geldwert zu sichern, müsse vor allem die Unabhängigkeit der Europäischen Zentralbank (EZB) gewahrt werden. Deshalb müsse man bei allen Rettungsmaßnahmen auf europäische Ebene darauf achten, dass die Zentralbank nicht unter Druck komme. „Wenn man da versucht darauf einzuwirken – und das wird immer wieder mal versucht – dann geht das zulasten der Kleinsparer, der Verbraucherinnen und Verbraucher“, warnte der Minister.

http://www.mmnews.de

 

Offizielle Inflation: Massiver Preisanstieg bei Lebensmitteln

 |  13.08.13, 12:11  |  17 Kommentare

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind viele Lebensmittel innerhalb nur eines Jahres extrem im Preis gestiegen. Bei Obst, Gemüse, Milch und Butter liegen die Teuerungsraten durchweg im zweistelligen Bereich.

Die Ladenpreise für Lebensmittel lagen im Juli zum Teil sehr viel höher als noch ein Jahr zuvor. (Grafik: Destatis)

Die Ladenpreise für Lebensmittel lagen im Juli zum Teil sehr viel höher als noch ein Jahr zuvor. (Grafik: Destatis)

Die Juli-Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zeigen, dass Lebensmittel innerhalb nur eines Jahres sehr viel teurer geworden sind. Die massive Inflation in der Eurozone wird immer deutlicher.

Die offizielle Inflationsrate lag im Juli bei 1,9 Prozent, berichtet Destatis. Doch dass der Wert des Euro massiv fällt, ist an der Entwicklung der Lebensmittelpreise erkennbar. Bei Obst (+11%), Gemüse (+12%), Milch (+17%), Butter (+31%) und Olivenöl (+18%) liegen die Teuerungsraten durchweg im zweitstelligen Bereich.

Auch der Strom wurde nach Angaben von Destatis innerhalb nur eines Jahres um 12 Prozent teurer. Die Preise für Tabakwaren stiegen um 3,6 Prozent. Kaffee wurde sogar wieder um 4,5 Prozent billiger.

Die offizielle jährliche Teuerungsrate von 1,9 Prozent hat wenig mit der Realität zu tun. Sie kommt aufgrund der statistischen Methoden bei der Zusammenstellung des Warenkorbs zustande (hier). Dass etwa PC-Software nach Angaben von Destatis um 23 Prozent billiger geworden ist, kann kaum auf einen gestiegenen Geldwert zurückgeführt werden.

Das Gelddrucken durch die EZB treibt die Preise in Europa in die Höhe. Dadurch werden nicht nur die Gehälter und Renten real immer weniger wert, sondern auch die Ersparnisse. Daher wird es für viele Deutsche unumgänglich werden, bis zum Alter von 70 Jahren und länger zu arbeiten (mehr hier).

Umverteilung in Europa hat begonnen: Deutsche Sparer verlieren 21 Milliarden Euro

Laut Berechnungen der Postbank verlieren die deutschen Sparer in diesem Jahr 14 Milliarden Euro. Und im Jahr 2014 wird der Verlust bereits 21 Milliarden Euro betragen. Der Grund: Die niedrigen Zinsen der EZB führen zur direkten Zerstörung der Vermögen der Deutschen.

Niedrige Zinsen und hohe Inflation: So zerstört EZB-Chef Mario Draghi Jahr für Jahr die Sparvermögen der Deutschen. (Foto: Consilium)

Niedrige Zinsen und hohe Inflation: So zerstört EZB-Chef Mario Draghi Jahr für Jahr die Sparvermögen der Deutschen. (Foto: Consilium)

Die Zinsen in der Eurozone bleiben auf absehbare Zeit extrem niedrig. Davon profitieren vor allem die Staaten, die billig Schulden machen können. Die Sparer hingegen verlieren Milliardensummen.

Nach einer Studie der Postbank verlieren die Sparvermögen bei Banken in Deutschland allein in diesem Jahr real etwa 14 Milliarden Euro an Wert. Im Jahr 2014liege der Vermögensverlust bereits bei 21 Milliarden Euro. „Durch den Anstieg der Inflation bei anhaltend niedrigen Zinsen wird sich die reale Vermögensentwertung beschleunigen“, zitiert die Bild-Zeitung den Postbank-Chefstrategen Marco  Bargel.

Die EZB hatte den Leitzins im Mai auf das Rekordtief von 0,5 Prozent gesenkt. Am Donnerstag sagte EZB-Chef Mario Draghi, dass die Leitzinsen „für längere Zeit auf dem aktuellen oder einem niedrigeren Niveau“ gehalten würden (hier).

Gleichzeitig droht eine immer stärkere Inflation, die derzeit in Deutschland offiziell bei 1,9 Prozent liegt. Das ist mehr, als man derzeit mit einem Tagesgeldkonto an Rendite erreichen kann. Doch das drohende massive Gelddrucken durch die EZB könnte bald eine viel höhere Inflation bewirken.

Im ersten Quartal sind die Spareinlagen der Deutschen bereits deutlich zurückgegangen. Um nicht real Geld zu verlieren, sind die deutschen Sparer offenbar bereit, hohe Risiken einzugehen. Statt Spareinlagen halten sie nun deutlich mehr Aktien und undurchsichtige Zertifikate (mehr hier).

Doch nicht nur die Spareinlagen leiden unter der EZB-Niedrigzinspolitik. Auch die durchschnittlichen Renditen von Riester-Rente und privater Rentenversicherung liegen in Deutschland derzeit unterhalb der offiziellen Inflationsrate. Und bei Lebensversicherungen mussten die Versicherer allein 2012 zinsbedingte Mindereinnahmen von 4 Milliarden Euro verkraften (hier).

Um die Verluste, die sich aus den Niedrigzinsen ergeben, auszugleichen, „werden viele Arbeitnehmer noch während der Rentenphase berufstätig sein“, sagte DekaBank-Chefvolkswirt Ulrich Kater.

Die Diskussion um die Rente mit 70 hat daher offenbar nicht zufällig begonnen: Die Deutschen werden darauf vorbereitet, dass ihr Plan, mit dem Ersparten den Lebensabend zu bestreiten, wegen der Schuldenpolitik nicht aufgehen wird.

Inflation: Verbraucherpreise steigen

 |  10.07.13, 13:54  |  84 Kommentare

Die Geldpolitik der EZB zeigt ganze Wirkung. Im Juni sind die offiziellen Verbraucherpreise um 1,8 Prozent gestiegen. Vor allem bei den Lebensmitteln und der Energie gingen die Preise deutlich nach oben. Die Kartoffelpreise stiegen beispielsweise um ganze 35,2 Prozent.

Die Preise für Gemüse erhöhten sich im Juni gegenüber dem Vorjahresmonat um mehr als zehn Prozent (Foto: Flickr/danicuki).

Die Preise für Gemüse erhöhten sich im Juni gegenüber dem Vorjahresmonat um mehr als zehn Prozent (Foto: Flickr/danicuki).

Die deutschen Bürger spüren immer deutlicher die Auswirkungen der Eurokrise, Nicht nur, dass das Ersparte schrumpft, gleichzeitig steigen die Lebenshaltungskosten immer weiter in die Höhe. Im Juni waren die Verbraucherpreise offiziell um 1,8 Prozent höher als im Vorjahresmonat.

Dies ist ein deutlicher Anstieg auch im Vergleich zur Inflationsrate (gemessen am Verbraucherpreisindex) im Mai (+1,5%) und im April (+1,2%) dieses Jahres. „Eine höhere Teuerungsrate wurde zuletzt im Dezember 2012 mit + 2,0 % ermittelt“, heißt es im Bericht des Statistischen Bundesamtes. Vor allem bei den Nahrungsmitteln und im Bereich der Energie kam es zu einem deutlichen Preisauftrieb.

So stiegen beispielsweise im Vergleich zum Vorjahresmonat die Preise für Kartoffeln um 35,2 Prozent, für Obst um 9,2 Prozent und für Gemüse  um 10,4 Prozent.  Der Strom etwa lag im Juni 12 Prozent über den Preisen vom Juni 2012. Hier spielt vor allem die EEG-Umlage eine große Rolle (mehr hier).

Betrachtet man die offizielle Inflation, so hat diese bereits im ersten Quartal 2013 auch einen erheblichen Einfluss auf die Reallöhne gehabt. Diese waren im ersten Quartal zum ersten Mal seit 2009 gesunken. Die Lohnerhöhungen konnten die Inflation nicht mehr ausgleichen (mehr hier).

Es ist jedoch davon auszugehen, dass die tatsächliche Inflation deutlich über der offiziellen vom Statistischen Bundesamt liegt. Dafür spricht der sehr unzureichend zusammengestellte Warenkorb zur Ermittlung der Verbraucherpreise (hier). Aber auch die Tatsache, dass die Verbraucherpreise nicht zusätzlich ins Verhältnis zum tatsächlichen Inhalt der Produkte gesetzt werden. Meist bleibt Preis der gleiche, aber der Inhalt wurde reduziert (mehr hier).