Tag-Archiv | Kredite

Die große Schulden-Lüge: Des Bankers neue Kleider

Anat AdmatiWarum die Banken zocken wollen

Die Banken haben der Politik erfolgreich eingeredet, dass es für die Wirtschaft am besten ist, wenn die Banken viele Schulden machen. Das ist pure Propaganda, erklären die Wissenschaftler Anat Admati und Martin Hellwig. Sie haben eine einfache Lösung: Wenn die Steuerzahler nicht mehr für die Risiken der Banken haften, ist die Schulden-Droge schnell abgesetzt.

Die hohe Verschuldung der Banken wurde als ein wesentlicher Faktor für die Krise von 2007 bis 2009 identifiziert. Das geben selbst die Banken zu. Dennoch kämpft die Bankenlobby aggressiv gegen jegliche Verschärfung der Regulierung der Verschuldung. Dazu heißt es immer wieder, eine solche Regulierung schade dem Wirtschaftswachstum.

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Neue Schulden: Griechenland braucht zwei weitere Hilfs-Kredite

Der griechische Finanzminister Yannis Stournaras benötigt weitere Hilfsgelder der Eurozone. Dessen ist sich Wolfgang Schäuble bewusst. (Foto: Consilium)Der griechische Finanzminister Yannis Stournaras benötigt weitere Hilfsgelder der Eurozone. Dessen ist sich Wolfgang Schäuble bewusst. (Foto: Consilium)

Keine Erholung in Sicht

Der Chef der belgischen Zentralbank sagte, die Eurozone müsse sich auf weitere Hilfspakete für Griechenland einstellen. Denn die Wirtschaft des Landes erhole sich nur sehr langsam. Dern deutsche Steuerzahler muss sich nach der Bundestags-Wahl auf weitere Zahlungen einstellen.

  | , 01:27 Uhr

Deutsche Banken werden Milliarden bei Städte-Pleiten in den USA verlieren

Nicht nur die Commerzbank lieh amerikanischen Städten und Gemeinden wie Detroit Unmengen Geld. Auch andere deutsche Banken und Versicherer haben Kredite in Höhe von mehr als 18,5 Milliarden Euro verliehen. Ein hohes Risiko. Denn Detroit ist nicht die einzige Stadt mit finanziellen Problemen.

Forderungen in Höhe von 18,5 Milliarden Euro haben deutsche Banken und Versicherungen gegenüber amerikanischen Gemeinden und Städten.

Forderungen in Höhe von 18,5 Milliarden Euro haben deutsche Banken und Versicherungen gegenüber amerikanischen Gemeinden und Städten.

Deutsche Banken waren vor der Finanzkrise 2008/09 stark in den USA engagiert. Doch auch nach der Krise scheinen die geplatzte Immobilienblase und die Pleite von Lehman Brothers die deutschen Banken nicht vom Geschäft in den USA abzuhalten. Ähnlich wie bei der weiter fortgesetzten Aufblähung der eigenen Bilanzen mit Derivaten, wird auch noch fleißig in die USA investiert. So lang die Rendite stimmt, ist das Risiko nebensächlich. Besonders beliebt ist die Kreditvergabe an Gemeinden, Städte und kommunale Organisationen sowie den US-Staat selbst (über den Kauf von Anleihen).

Umso kritischer wird es, wenn etwas schief geht. Dies zeigte sich zuletzt im Falle der Detroit-Pleite. Die Commerzbank musste hierbei Verluste in  Millionenhöhe hinnehmen (hier).

Der BaFin zufolge hatten deutsche Banken und Versicherer Ende März an „US-Gebietskörperschaften“ Kredite in Höhe von 37 Milliarden Euro vergeben, heißt es in einer entsprechenden Meldung der BaFin, die den Deutschen Wirtschafts Nachrichten vorliegt. Hierbei sind auch aufgenommene US-Staatsanleihen mit eingerechnet.

30.07.13, 02:53 Zum Weiterlesen:

Schäuble zweifelt erstmals an Griechenland-Rettung

Wolfgang Schäuble will den deutschen Steuerzahlern nicht garantieren, dass sie ihr Geld für die Griechenland-Rettung jemals wiedersehen. Mit einem bemerkenswerten Zwischenton will der Finanzminister die Deutschen offenbar zum ersten Mal darauf vorbereiten, dass die Steuergelder weg sein könnten.

Einkehr des Realismus: Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble ist sich nicht mehr sicher, dass sein Fleiß reichen wird, um die Euro-Krise zu beenden. (Foto: consilium)

Einkehr des Realismus: Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble ist sich nicht mehr sicher, dass sein Fleiß reichen wird, um die Euro-Krise zu beenden. (Foto: consilium)

Bisher hat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble in der Frage der Griechenland-Rettung immer einen unmissverständlich optimistischen Kurs gefahren: Man sei in Athen auf einem guten Weg, und selbstverständlich werde der deutsche Steuerzahler seine Kredite wiedersehen.

Schäuble hat dem deutschen Steuerzahler noch nie gesagt, dass die Kredite nicht an die notleidenden Griechen, sondern zu 80 Prozent an die Banken gehen, die sich mit aberwitzigen Finanz-Produkten verspekuliert haben.

Die Legende, die die Euro-Retter ihren Bürgern auftischen, hat einen anderen Spin: Die Reichen sollen den Armen geben, damit die Armen wieder auf die Beine kommen. Danach werden die Armen hart arbeiten, damit sie ihre Schulden bei den Reichen wieder auf Heller und Pfennig begleichen können.

Dass er sich mit den Armen nicht so leicht tut, hat Schäuble schon öfter gesagt – etwa, wenn er die Griechen vor einer weiteren Tranche etwas unter Druck setzen wollte. Dann sprach Schäuble von einem „Fass ohne Boden“.

Solche Unmutsäußerungen kamen bisher jedoch stets vor der Auszahlung einer Tranche.

Nun hat sich Schäuble erstmals nach der Genehmigung einer Milliarden-Rate pessimistisch geäußert.

13.07.13, 01:50 Zum Weiterlesen: