Tag-Archiv | Kriminalität

Ecclestone kauft sich mit 100 Millionen Dollar frei

Bernie Ecclestone kauft sich frei und verlässt das Münchner Gericht mit dem Frachtaufzug. (Foto: dpa)

Bernie Ecclestone kauft sich frei und verlässt das Münchner Gericht mit dem Frachtaufzug. (Foto: dpa)

München – Korruptions-Prozess

Im Münchner Bestechungs-Prozess gegen Bernie Ecclestone hat sich die Staatsanwaltschaft auf einen Deal mit der Verteidigung geeinigt. Der Formel-1-Chef muss lediglich eine Geldstrafe von 100 Millionen Dollar zahlen. Im Gegenzug wird das Verfahren gegen ihn eingestellt.

Kinderpornografie: Staatsanwalt ermittelt gegen SPD-Politiker Edathy

Der damalige Vorsitzende im NSU-Untersuchungsausschuss, Sebastian Edathy (SPD) im Anhörungssaal des Paul-Löbe-Hauses in Berlin neben einem Aktenschrank mit Akten des Bundesamts für Verfassungsschutz. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den SPD-Politiker - offenbar wegen des Besitzes von Kinderpornografie. (Foto: dpa)

Der damalige Vorsitzende im NSU-Untersuchungsausschuss, Sebastian Edathy (SPD) im Anhörungssaal des Paul-Löbe-Hauses in Berlin neben einem Aktenschrank mit Akten des Bundesamts für Verfassungsschutz. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den SPD-Politiker – offenbar wegen des Besitzes von Kinderpornografie. (Foto: dpa)

Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt gegen den ehemaligen Vorsitzenden des NSU-Untersuchungsausschusses, Sebastian Edathy, wegen des Besitzes von kinderpornografischen Materials. Edathy hatte am Wochenende überraschend sein Bundestagsmandat zurückgelegt. Er widersprach dem Vorwurf der Kinderpornografie. Die SPD ist bestürzt.

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Westfalen: 40 Kreuze und Statuen zerstört

christ_statueMünster (kath.net/idea). Eine Serie von Anschlägen gegen christliche Symbole hat es in den vergangenen Wochen im nördlichen Westfalen gegeben: Die Polizei Münster registrierte seit September insgesamt 40 Fälle, in denen religiösen Statuen der Kopf abgeschlagen wurde, Kreuze verbogen oder verbrannt sowie Bildstöcke und kleine Kapellen zerstört wurden. Das teilte die Pressesprecherin der Polizei Münster, Angela Lüttmann, auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea mit.

Man gehe davon aus, dass es sich um eine Serie und damit um dieselben Täter handele. Eine Spur gebe es aber derzeit noch nicht. Es könne sein, dass die Täter aus reiner Zerstörungswut handelten. Möglich sei auch, dass sie religiöse Gründe hätten und damit ihren Unmut über das Christentum äußern wollten. Da nicht auszuschließen sei, dass es sich um religiös motivierte Kriminalität handele, ermittele auch der Staatsschutz. Von den Anschlägen betroffen sind Ibbenbüren, Saerbeck, Hörstel, Hopsten, Mettingen, Tecklenburg und Rheine…

(Fortsetzung bei kath.net!)

«Focus»: Bis zu 300 000 Opfer von Telefonbetrug in Deutschland

Die Zahl der Opfer von Telefonbetrug in Deutschland geht in die Hunderttausende. Foto: Uli Deck/Archivdpa/Uli Deck – Die Zahl der Opfer von Telefonbetrug in Deutschland geht in die Hunderttausende. Foto: Uli Deck/Archiv

dpaBis zu 300 000 Opfer betrügerischer Telefonanrufe hat das Bundeskriminalamt (BKA) seit 2010 einem Bericht zufolge in Deutschland gezählt.

Diese Zahl habe BKA-Präsident Jörg Ziercke vor der Innenministerkonferenz genannt, berichtet das Magazin «Focus». Das BKA hatte vor allem Senioren bereits im September davor gewarnt, dass Call-Center-Betrüger sie mit falschen Gewinnversprechen um viel Geld prellen.

Die Höhe des Schadens bezifferte das BKA damals auf mindestens 23 Millionen Euro bei einer Dunkelziffer von mehr als 100 000 Opfern. Die Betrüger riefen meist aus der Türkei an und gäben sich als Rechtsanwälte und Polizisten aus.

Mitteilung BKA vom September

Gericht: Akten über den Tod von Uwe Barschel bleiben unter Verschluss

Das Bundesverwaltungsgericht hat geurteilt: Der BND muss niemandem Einsicht über die Umstände des Todes von Uwe Barschel gewähren. Der rätselhafte Tod bleibt damit ungeklärt. (Foto: dpa)Das Bundesverwaltungsgericht hat geurteilt: Der BND muss niemandem Einsicht über die Umstände des Todes von Uwe Barschel gewähren. Der rätselhafte Tod bleibt damit ungeklärt. (Foto: dpa)

Zeitgeschichte – BND muss keine Auskunft geben

Informationen, die der Bundesnachrichtendienst über Uwe Barschel hat, sind weiterhin nicht zugänglich. Das Bundesverwaltungsgericht wies die Klage eines Journalisten ab, der Einsicht in die Geheimdienstakten begehrte. Damit bleiben die Umstände von Barschels Tod bis auf Weiteres ein treu gehütetes Geheimnis.

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Whistle-Blowerin bei der DZ-Bank: Das System kennt keine Gnade

Die Banken sind immer gesprächsbereit, wenn sie mit den Mächtigen am Tisch sitzen: Josef Ackermann, Wolfgang Schäuble und DZ-Bank-Chef Wolfgang Kirsch. Wenn eigene Mitarbeiter auf die Einhaltung der Gesetze bestehen, kommen ganz andere Methoden zum Vorschein. (Foto: dpa)Die Banken sind immer gesprächsbereit, wenn sie mit den Mächtigen am Tisch sitzen: Josef Ackermann, Wolfgang Schäuble und DZ-Bank-Chef Wolfgang Kirsch. Wenn eigene Mitarbeiter auf die Einhaltung der Gesetze bestehen, kommen ganz andere Methoden zum Vorschein. (Foto: dpa)

Kriminalität – Warnung, Mobbing, Kündigung

Die Bankerin Andrea Fuchs kritisierte ihre Chefs bei der DZ Bank. Diese handelten gegen die Wünsche der Kunden und gegen das Gesetz. Seit 15 Jahren kämpft die Bankerin um ihr Recht. Das Schicksal einer Whistle-Blowerin, die von einem System zerstört wurde, weil sich die Eliten dieses System über das Gesetz stellen. Mit aller Härte.

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Polizei Hauptkommissar bei Bewusst-TV spricht Klartext

jo adpoPolizei Hauptkommissar spricht über Bundesrepublik Deutschlands

Polizei Hauptkommissar spricht über die fehlende Souveränität in der

Bundesrepublik Deutschlands – und die Folgen dieser.

 

Die neue Armut: Deutsche stehlen Kaffee im Supermarkt

 |  Veröffentlicht: 19.08.13, 01:32  |  Aktualisiert: 19.08.13, 01:33  |  47 Kommentare

Mit dem Wohlstand in Deutschland kann es nicht so weit her sein: Supermärkte melden einen dramatischen Anstieg der Diebstähle von Kaffee. Die ersten Ketten reagieren – Kaffee verschwindet aus den Regalen und kommt hinter Plexiglas und hinter Gitter.

Kaffee wird in Zeiten der Krise für viele Deutsche zum Luxus-Gut. (Foto: DWN)

Kaffee wird in Zeiten der Krise für viele Deutsche zum Luxus-Gut. (Foto: DWN)

Kaffee ist für viele Deutsche zum unerschwinglichen Luxus geworden. Ob Fulda, Bonn, Mainz, Erkrath oder Sachsen – die Polizei muss sich in jüngster Zeit immer häufiger mit dem Diebstahl von Kaffee beschäftigen. In Berlin ist das Problem besonders drängend: Hier haben die ersten Supermärkte nun mit drastischen Maßnahmen reagiert: Kaffee wird aus den normalen Regalen hinter Gitter oder Plexiglas verbannt, wie die Berliner Zeitung berichtet. Noch nie sei so viel Kaffee gestohlen worden, der Regionalmanager von Kaiser’s Tengelmann spricht von mehreren 100.000 Euro Schaden. Edeka und Reichelt halten Kaffee seit einiger Zeit unter Verschluss. Rewe füllt nur noch wenige Pakete in die Regale, um den Schwund unter Kontrolle zu handeln.

Nach Polizeierkenntnissen sind es vor allem Hehler-Banden, die Kaffee im großen Stil stehlen, um ihn dann auf Flohmärkten oder an Gastronomen zu verkaufen. In Erkrath entwendeten drei junge Männer am helllichten Tag bei Penny 96 Kaffeepakete.

Insgesamt sind die Diebstähle von Lebensmitteln ein wachsendes Problem für den Handel. Denn anders als die offizielle Statistik angibt, wird offenbar massiv gestohlen: Das Kölner Handelsinstitut EHI hat in einer Studie festgestellt, dass im Jahr 2012 Waren im Wert von 3,8 Milliarden Euro gestohlen wurden. Das EHI gibt an, dass deutsche Haushalte im Durchschnitt Waren im Wert von 50 Euro pro Haushalt stehlen.

Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass sich viele Deutsche bestimmte Lebensmittel wie Kaffee nicht mehr leisten können. Der wirtschaftliche Erfolg von Hehlern belegt diese Tatsache: Die Leute können die Ware billiger kaufen, wenn sie am Flohmarkt zu einem Bruchteil des offiziellen Preises abgegeben werden können.

Kaffee hat in diesem Zusammenhang eine besondere Symbol-Bedeutung: Noch sind die Erzählungen in Erinnerungen, wie in Kriegs- und Krisenzeiten Kaffee besonders begehrt war. Das Getränk ist für viele Bürger ein Zeichen für einen Mindest-Standard an Lebensqualität.

In der Wirtschaftskrise scheint Deutschland hier bereits wieder dort angekommen zu sein, wo viele Bürger das Gefühl haben, „ganz unten“ angekommen zu sein.
Man braucht nicht nach Griechenland zu blicken, um festzustellen: Die Krise in Europa hat die Bürger erreicht. Armut ist offenbar auch dort eine Realität, wo die Statistiken noch den Eindruck einer heilen Welt erwecken.