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Andreas Scheuer: „Kleines Doktorat“ mit angeblich großem Plagiat

Andreas Scheuer

 

STIMME RUSSLANDS Die vom CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer verfasste Doktorarbeit reiche offenbar nicht aus, um dem Titel des Doktors, den Scheuer aktuell trägt, berechtigt zu werden. Höchstens zum kleinen Doktorat, berichtet die „FAZ“. Sein 2004 an der Prager Karlsuniversität erworbenes Doktorat entspreche in der Tat nur der tschechischen Abkürzung „PhDr“ und enthalte dazu noch angeblich ein großes Plagiat.

Dass die Arbeit in deutscher Sprache abgefasst wurde, sei normal, bestätigte Scheuers Doktorvater, der Politologe Rudolf Kučera. Über die Angelegenheit wisse er allerdings als Nicht-Mitglied der Prüfungskommission nichts.

 

 

Plagiatsvorwürfe gegen Bundestags-Präsident Lammert

 |  Veröffentlicht: 29.07.13, 20:55  |  Aktualisiert: 29.07.13, 21:04  |  51 Kommentare

Die CDU muss erneut mit Plagiatsvorwürfen kämpfen. Auch Bundestags-Präsident Norbert Lammert soll bei seiner Doktorarbeit getäuscht haben. Der anonyme Verfasser des Lammertplag war es auch, der zuerst Unstimmigkeiten in der wissenschaftlichen Arbeit der ehemaligen Bildungsministerium Schavan festgestellt hatte. Lammert weist die Vorwürfe jedoch zurück.

Für Bundestagspräsident Lammert könnte es eng werden. Auch er sieht sich Plagiatsvorwürfen ausgesetzt (Foto: Screenshot DWN)

Für Bundestagspräsident Lammert könnte es eng werden. Auch er sieht sich Plagiatsvorwürfen ausgesetzt (Foto: Screenshot DWN)

Unter der Internetseite Lammertplag wird derzeit die Doktorarbeit des Bundestags-Präsidenten Norbert Lammert unter die Lupe genommen. Auf mindestens 42 Seiten wurden bisher Passagen aus 21 Quellen gefunden, die dem Urheber des Lammertplags zufolge „Unregelmäßigkeiten“ aufweisen. „Hierbei handelt es sich vorwiegend, aber nicht ausschließlich um Plagiate.“

1974 hatte Lammert die Dissertation an der damaligen Abteilung für Sozialwissenschaften der Ruhr-Universität Bochum eingereicht. Zwei Jahre später erschien diese in Buchform: „Lokale Organisationsstrukturen innerparteilicher Willensbildung – Fallstudie am Beispiel eines CDU-Kreisverbandes im Ruhrgebiet“.

Der anonyme Plagiatsjäger, der unter dem Pseudonym Robert Schmidt“ schreibt, hat jedoch die Doktorarbeit Lammerts nicht vollständig durchgesehen:

Zweck der Dokumentation ist es, sowohl die Universität Bochum als auch die allgemeine Öffentlichkeit anhand einer ausreichend großen Anzahl von exemplarischen Belegstellen über wissenschaftliches Fehlverhalten in der untersuchten Arbeit zu informieren. Ziel der Dokumentation ist es jedoch nicht, dieses möglichst vollständig zu erfassen, was mit einem hohen Zeitaufwand verbunden wäre. Ich habe daher die Untersuchung nach dem Erreichen von gut einem Drittel der Seiten des Hauptteils abgebrochen; eine substanzielle Erweiterung der Dokumentation ist nicht geplant.“

Lammert negiert die Vorwürfe. Er habe seine Doktorarbeit nach bestem Willen und Gewissen angefertigt, sagte er der Welt. „Ich habe die Universität Bochum unverzüglich gebeten, die Vorwürfe zu prüfen“, so Lammert.